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LUDWIG BECK-Aktie: deutliches Wachstum im schwachen Marktumfeld 24.07.2012
GBC AG
Augsburg (www.aktiencheck.de) - Felix Gode und Philipp Leipold, Analysten der GBC AG, stufen die LUDWIG BECK-Aktie (ISIN DE0005199905 / WKN 519990) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.
Die Rahmenbedingungen für den deutschen Textileinzelhandel seien im abgelaufenen ersten Halbjahr 2012 nicht optimal gewesen. Dabei sei insbesondere Q2 von einer besonderen Schwäche geprägt gewesen, während Q1 immerhin mit einem leichten Plus von 1% beendet worden sei. In den Monaten April und Mai seien die Wetterbedingungen hingegen sehr durchwachsen gewesen, was dazu geführt habe, dass jeweils deutliche Rückgänge der Umsätze hätten verzeichnet werden müssen.
Auch der Juni sei nicht optimal verlaufen, wenngleich ein leichtes Plus von 2% habe verbucht werden können, was maßgeblich durch zwei Verkaufstage mehr als im Vorjahr zustande gekommen sei. Auch sei diese Entwicklung durch vorgezogene Rabattaktionen bei Sommerware geprägt gewesen, welche aufgrund von hohen Lagerbeständen im Zuge der schwachen Kauflaune der Konsumenten in Q2 aufgelaufen gewesen seien. Bereits Anfang Juni seien so erste Reduzierungen im Textileinzelhandel für Sommerware zu sehen gewesen, deutlich vor dem traditionellen Beginn des Sommerschlussverkaufs.
Auf das gesamte erste Halbjahr 2012 gesehen, seien die Umsatzerlöse im deutschen Textileinzelhandel um 2% rückläufig gewesen, was angesichts der noch immer guten allgemeinen Konsumstimmung in Deutschland ein vergleichsweise schwacher Wert sei. Mit der Verbesserung der Wetterlage im Juli und August rechne der Handelsverband Deutschland (HDE) jedoch damit, dass es in Q3/2012 noch zu einer Belebung beim Absatz von Sommerware kommen werde.
Im schwierigen Marktumfeld habe sich die LUDWIG BECK AG sehr gut behaupten und sich vom allgemeinen Markttrend abkoppeln können. Durch die einzigartige Sortimentsauswahl im Rahmen der verfolgten Trading-up-Strategie und der weniger bedarfsnahen Ausrichtung an Saisonware habe die LUDWIG BECK AG die Rabattaktionen, die im Markt vielfach vorgezogen worden seien, nicht in dem Maße mittragen müssen. So habe das Unternehmen im ersten Halbjahr 2012 eine Umsatzverbesserung in Höhe von 2,1% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 erreicht. Die Marktentwicklung habe damit deutlich übertroffen werden können.
Noch deutlicher werde die Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt mit Hinblick auf die filialbereinigten Umsatzerlöse. Bereinigt um die Filiale Augsburg, welche im Vorjahr noch in den Umsatzerlösen enthalten gewesen sei, habe der Zuwachs sogar 3,9% betragen.
Die gute Umsatzentwicklung habe sich auch in der Rohertragsmarge niedergeschlagen, welche mit 50,0% nach wie vor auf einem hohen Niveau gelegen habe. Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr (1. HJ 2011: 51,0%) sei im Wesentlichen auf Lieferantenbeiträge zum 150-jährigen Firmenjubiläum zu sehen, welche im Vorjahr einmalig positiv zu Buche geschlagen hätten. Bereinigt um diesen Effekt sei die Rohertragsmarge gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 unverändert geblieben.
Auf Ebene des EBIT seien zudem erneut Rekordwerte erreicht worden. Mit 4,6 Mio. Euro habe das EBIT um 43,8% über dem Vorjahresniveau gelegen. Die EBIT-Marge sei auf 11,8% geklettert. Auch gegenüber dem um Einmalaufwendungen bereinigten EBIT, welche im Zusammenhang mit dem 150-jährigen Firmenjubiläum angefallen gewesen seien, habe eine weitere Verbesserung um 4,5% sowie eine Margensteigerung um 0,2 Prozentpunkte herbeigeführt werden können.
Insgesamt würden die Analysten die Entwicklung innerhalb des ersten Halbjahres 2012 als sehr überzeugend einschätzen. Ihre Erwartungen seien dabei übertroffen worden, insbesondere was die Ergebnisentwicklung anbelange, habe die Dynamik deutlich höher gelegen als von den Analysten angenommen.
Zum 30.06.12 sei die Esprit-Filiale im OEZ München veräußert worden. Damit werde der Umsatzbeitrag der Filiale im zweiten Halbjahr 2012 entfallen. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten ihre Umsatzprognose entsprechend anpassen und nun einen Umsatz für GJ 2012 in Höhe von 104,8 Mio. Euro erwarten, was einer Steigerung um 1,5% gegenüber 2011 gleichkomme. Filialbereinigt entspreche dies einem Zuwachs in Höhe von rund 3%, womit die Analysten am oberen Ende der Spanne der unternehmenseigenen Prognose lägen.
Auch bei den Ergebnissen würden die Analysten in der Folge Adjustierungen vornehmen. Durch die Schließung der Filiale im OEZ würden sich die operativen Kosten weiter reduzieren. Hinzu komme die sehr starke Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2012. In der Folge würden die Analysten nunmehr davon ausgehen, dass die EBT-Prognose von 10 bis 12 Mio. Euro am oberen Ende der Spanne erreicht werde. Die Analysten würden ihre Erwartung daher von 11,4 Mio. Euro auf 12,0 Mio. Euro nach oben anpassen.
Auf Basis des Jahresüberschusses nach Minderheiten würden die Analysten nun einen Wert von 7,5 Mio. Euro erwarten, das somit unterhalb des Vorjahresniveaus liege. Hierfür seien zwei einmalige, positive Steuereffekte im Vorjahr verantwortlich, die im Vorjahr zu einer sehr niedrigen effektiven Steuerbelastung geführt hätten.
Im Zuge der angehobenen Ergebnisschätzungen hätten die Analysten auch ein neues Kursziel für die Aktien der LUDWIG BECK AG ermittelt. Nach bislang 26,00 Euro hätten sie nun einen fairen Wert in Höhe von 28,50 Euro ermittelt. Dabei hätten sie das Kursziel auf Ende des Jahres 2013 prolongiert.
Die Analysten würden die LUDWIG BECK AG unverändert als herausragendes Unternehmen einschätzen, das zudem mit einem KGV von 11,0 für das Jahr 2013 günstig bewertet sei. Angesichts der starken operativen Entwicklung des Unternehmens würden sie für die Aktie deutlich höhere Kursniveaus für gerechtfertigt halten.
Ihr "kaufen"-Rating für die LUDWIG BECK-Aktie behalten die Analysten der GBC AG daher bei. (Analyse vom 23.07.2012) (24.07.2012/ac/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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