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H&R-Aktie: Besondere Preiskonstellation zieht Quartalergebnis runter 19.07.2012
SRH AlsterResearch
Hamburg (www.aktiencheck.de) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, stuft die Aktie von H&R (ISIN DE0007757007 / WKN 775700) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.
Bis zur Gewinnwarnung gestern hätten die Analysten keinerlei Anzeichen ausgemacht, dass der Ergebnisbeitrag des 2. Quartals für das hamburgische Spezialitätenchemie-Unternehmen H&R schlecht ausfallen dürfte. Das tatsächlich für den Zeitraum April bis Juni kommunizierte operative Ergebnis (EBITDA) von 7,1 Mio. Euro liege denn auch meilenweit von ihrer zuversichtlichen Erwartung entfernt, die von einer deutlichen Steigerung gegenüber den Vergleichsquartalen ausgegangen sei (Q2/2011: 21,4 Mio. Euro, Q1/2012: 18,9 Mio. Euro).
Die Verfehlung gegenüber der bisherigen Verlaufsprognose der Analysten beruhe auf einer besonderen Konstellation bei Rohstoff- und Produktpreisen. Demgegenüber habe die für die Anlagenauslastung entscheidende Mengenkomponente bei dem Ergebniseinbruch keine direkte Rolle gespielt (keine Leerlaufkosten), wenngleich die Nachfragedynamik auf den Produktmärkten wohl moderat bis gebremst sei und die Verhandlungsposition von H&R zudem auch wegen zusätzlich verfügbarer Angebotsressourcen tendenziell erschwert werde. Als Konsequenz würden die Analysten ihre Schätzungen für das Gesamtjahr 2012 lediglich in einer Größenordnung zurücknehmen, die weitgehend der in Q2 gerissenen Lücke entspreche und nur in geringem Maße von einer reduzierten Einschätzung zur 2. Jahreshälfte beeinflusst sei.
Produkte, die aus in den Vormonaten wesentlich teurer bezogenen Rohstoffen hergestellt worden seien, hätten wohl besonders im Monat Juni den buchhalterischen und stichtagsbezogenen Ausweis verhagelt. Im Monatsdurchschnitt hätten die Rohölnotierungen im Juni um 14% unter jenen des Mai gelegen. Günstigere Einkaufspreise und zugleich im Quartalsdurchschnitt stark angezogene Grundölpreisangaben hätten eigentlich für eine Margenausweitung gesprochen.
Der nunmehr konträre Ergebniseffekt sei ein mehr oder weniger singuläres Ereignis - die Markterwartungen zu H&R seien über die Beobachtung von Rohstoffnotierungen und Indikationen zu den Verkaufspreisen zuletzt bezüglich des Q1/2011 klar fehlgeleitet gewesen, mit seinerzeit aber positiv überraschender Auflösung.
Die bisherige Argumentation der Analysten zugunsten der H&R-Aktie habe das kurzfristige Element eingebüßt. Sie hätten mit Verweis auf eine ungebremste Produktnachfrage und aus der Analyse ihnen vorliegender Preisdaten auf eine stabile Ergebnisperspektive geschlossen. Die stets hanseatisch zurückhaltende Kommunikationslinie des Vorstands habe sich mit einer Vehemenz als gerechtfertigt erwiesen, die die Manager selbst nicht erwartet hätten.
Unterstreichen und bekräftigen könnten die Analysten jedoch ihre regelmäßig geäußerte Einschätzung, dass die Attraktivität der H&R-Aktie hauptsächlich auf einer mittel- und langfristigen Perspektive gründe, in der die aus temporären Preisvolatilitäten resultierende Unsicherheit aufgehoben sei. Kontinuierlich erarbeite sich H&R Potenzial für Ergebniswachstum über Innovationen im Produktangebot, so bei Weichmachern für die Reifenindustrie, und mit dem Ausbau der Partnerschaften in Südostasien.
Der Ergebniseinbruch von H&R in Q2/2012 lasse aufgrund eines primär stichtagsbezogenen Charakters nicht auf zusätzliche Risiken bezüglich der Positionierung in den Produktmärkten schließen. Die Analysten hätten keine Bedenken, auf positive Ergebniserwartungen für das 2. Halbjahr 2012 und für 2013 zu verweisen.
Die Analysten von SRH AlsterResearch bestätigen ihr Anlageurteil "kaufen" für die H&R-Aktie, das Kursziel reduzieren sie von bisher 20,00 Euro auf 17,50 Euro. (Analyse vom 19.07.2012) (19.07.2012/ac/a/nw)
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