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H&R-Aktie: Konjunktur und Rohstoffpreise belasten im zweiten Quartal 19.07.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Heiko Feber, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von H&R (ISIN DE0007757007 / WKN 775700) von "kaufen" auf "halten" herab.
H&R habe gestern überraschend eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Nach vorläufigen Berechnungen erwarte der Konzern für das zweite Quartal ein EBITDA von lediglich 7,1 Mio. Euro (BHLe: 23,6 Mio. Euro). Dies entspreche einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 21,3 Mio. Euro um etwa zwei Drittel bzw. einem Rückgang von 62,4% gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres.
Begründet worden sei diese Entwicklung mit einer sich weltweit abschwächenden Konjunktur (insbesondere Südeuropa) sowie gestiegenen Rohstoffkosten, wodurch sich die Produktmargen temporär deutlich verschlechtert hätten.
Für die kommenden Quartale rechne H&R mit wieder steigenden Ergebnissen, da auf breiter Basis Preiserhöhungen angekündigt und zum Teil bereits durchgesetzt worden seien. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass es nicht zu einem Mengeneinbruch komme. Aufgrund des schwachen ersten Halbjahres sowie der konjunkturellen Unsicherheiten rechne H&R nun für 2012 mit einem deutlichen Rückgang des EBITDA. Ein Effizienzsteigerungsprogramm für die Raffinerien sei angekündigt worden. Der Umsatz solle 2012 wie bisher bei 1,1 bis 1,3 Mrd. Euro liegen.
Die Gewinnwarnung sei insofern überraschend, als noch Mitte Mai mit Veröffentlichung der Q1-Zahlen darauf hingewiesen worden sei, dass die Margen wieder auf einem höheren Niveau lägen und die Preise weitestgehend an die höheren Rohstoffpreise angepasst worden seien. Betrachte man darüber hinaus den Anstieg des Grundölpreises im Verlauf des Quartals, an dem sich die Verkaufspreise von H&R üblicherweise orientieren würden, so hätte sich eigentlich ein gutes Quartal einstellen sollen.
Dass es nicht dazu gekommen sei, habe mehrere Ursachen. Angesichts einer schwachen Nachfrage nach rohölbasierten Spezialitäten in Südeuropa hätten H&R und deren Wettbewerber für die Region vorgesehene Mengen nach Nordeuropa umgelenkt. Das daraus resultierende Überangebot habe Preiserhöhungen erschwert. H&R habe ölbasierte Rohstoffe zum Ende des Q1 bzw. zum Beginn des Q2 zu relativ hohen Preisen gekauft. Angesichts des im Verlauf des Quartals gefallenen Rohölpreises hätten Abschreibungen auf diese Lagerbestände vorgenommen werden müssen. Eine Größenordnung für diese Abschreibungen sei nicht genannt worden.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe haben ihre Schätzungen in Anbetracht der Gewinnwarnung gesenkt, reduzieren ihr Kursziel von 17,00 Euro auf 15,00 Euro und stufen die H&R-Aktie von "kaufen" auf "halten" zurück. Sie würden davon ausgehen, dass sich die Lage in den kommenden Quartalen wieder entspanne, wenn mit Zeitverzug Preiserhöhungen durchgesetzt würden. (Analyse vom 19.07.2012) (19.07.2012/ac/a/nw)
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