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Solar-Fabrik halten


20.09.2002
LB Baden-Württemberg

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg stufen die Aktie von Solar-Fabrik (WKN 661471) erstmals mit "halten" ein.

Das traditionell stärkere 2. Halbjahr dürfte nach Erachten der Analysten nicht die ursprünglich erhofften Steigerungsraten mit sich bringen. Zum einen existiere aufgrund der konjunkturell schwierigen Lage eine allgemeine Konsumzurückhaltung, die sich auch im Photovoltaik-Sektor bemerkbar mache. Zum anderen dürften viele Interessenten den Ausgang der Bundestagswahlen abwarten, da die zukünftige Förderungspolitik noch nicht klar abzuschätzen sei. Man gehe im Falle eines Regierungswechsels weder von unmittelbaren noch drastischen Kürzungen aus, so dass man unabhängig vom Wahlausgang eine leichte Besserung der Branchensituation in den verbleibenden Monaten erwarte.


Gleichwohl halte man die Jahresziele der Solar-Fabrik vor dem Hintergrund der bisher schwachen Marktentwicklung für zu ambitioniert. So hätten die Analysten ihre Umsatzprognose auf 31,9 Mio. Euro (alt: 39,9 Mio. Euro) reduziert. Aufgrund des derzeit zu beobachtenden Preisdrucks sollten auch die Margen geringer als ursprünglich angenommen ausfallen. Man erwarte nunmehr ein EBIT von minus 2,4 Mio. Euro (alt: 0,1 Mio. Euro).

Das Nettoergebnis werde zusätzlich durch IPO-Kosten in Höhe von rund 2 Mio. Euro belastet, die nach HGB als außerordentlicher Aufwand verbucht würden. Demgegenüber stünden Zinserträge aus dem Mittelzufluss, der sich netto auf etwa 10 Mio. Euro belaufen habe. Somit ergebe sich ein erwartetes Ergebnis je Aktie von minus 1,07 Euro. Bereinigt um die IPO-Kosten belaufe es sich auf minus 0,62 Euro. Der ursprünglich geplante Break-Even auf EBIT-Basis werde erst im kommenden Jahr gelingen.

Der Solar-Fabrik sei es gelungen, sich in einem verschlechterten Marktumfeld nahezu auf Vorjahresniveau zu behaupten. Dennoch dürften die ursprünglichen Jahresziele nicht mehr erreicht werden. Da man - unabhängig von der Regierungskonstellation nach den Bundestagswahlen - von keinen raschen und drastischen Änderungen der Photovoltaik-Förderung ausgehe, dürfte sich der Wahlausgang allenfalls kurzfristig in der Entwicklung des Aktienkurses niederschlagen. Auf Basis der aktualisierten Schätzungen halte man die Aktie der Solar-Fabrik auf dem derzeitigen Niveau für fair bewertet.

Daher empfehlen die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg die Aktie von Solar-Fabrik zu halten.




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