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H&R-Aktie: verbreiterte Erfolgsbasis, doch kein sicherer Algorithmus


24.02.2012
SRH AlsterResearch

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Oliver Drebing, bewertet H&R (ISIN DE0007757007 / WKN 775700) unverändert mit "kaufen".

Die Aussagen des H&R-Managements zum Ausblick auf 2012 stünden unter dem Eindruck der Ergebnisbelastung aus steigenden Rohstoffpreisen. Aufgrund des Makrobildes müsse damit gerechnet werden, dass es bei der sich seit Sommer manifestierenden Nachfragezurückhaltung bleibe. Die industriellen Abnehmer würden deutlich niedrigere Vorräte der von H&R produzierten Grundstoffe halten als vor Jahresfrist; Bestellungen würden knapper ausfallen. Im Gegensatz zum entsprechenden Vorjahreszeitraum seien die Anlagen von einer Produktion unter Volllast deutlich entfernt.

Zum Jahresauftaktgeschäft habe sich bei anziehenden Beschaffungskosten (Ausgangsmaterial sind Rückstände der Kraftstoffherstellung) der Trend nachgebender Absatzpreise fortgesetzt. Die Marge verenge sich derzeit also weiter (Rohölpreisentwicklung als Indikator auf der Einkaufsseite, Grundölpreise vertriebsseitig).

Auftriebskräfte für die H&R-Aktie scheinen sich für den Moment verflüchtigt zu haben, so die Analysten von SRH AlsterResearch. Dabei habe bereits der Ergebnisbeitrag des Q4/2011 die Prognosen verfehlt. Bereinigt um einen Aufwand zur Gaspreissicherung ergebe sich das operative Ergebnis (EBITDA) im Gesamtjahr mit knapp über 90 Mio. EUR. Zur Ergebniseinordnung gehöre der im Frühjahr 2011 vom Management ergangene Hinweis, dass ein Übergangsjahr anstünde. Das im Zuge überwältigender Produktnachfrage dann zwischenzeitlich formulierte Ergebnisziel von 100 Mio. EUR sei zum Halbjahresbericht auf eine bei 90 Mio. EUR aufsetzende Zielspanne reduziert worden.


Während sich der Vorstand aktuell sehr vorsichtig gebe - die Wiederholung des Ergebnisniveaus von 2011 sei ambitioniert - würden die Analysten es trotz wenig positiver Vorzeichen für Chancenverkennung halten, so früh im Jahresverlauf selbst eine Ergebnissteigerung auszuschließen. Bei all dem, was das Unternehmen aktiv gestalten könne, stehe H&R besser da als je zuvor. Dies ergebe sich aus der 2011 in Dienst gestellten PDA-Anlage (PDA: Propan-De-Asphaltierung) am Standort Hamburg. Alle überlagernden Effekte aus Preisänderungen herausgerechnet verspreche sich H&R daraus auf operativer Ebene einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag von 12 bis 14 Mio. EUR im Jahr.

Das Investitionsvolumen des Projekts sei mit 45 Mio. EUR deutlich unterhalb des mit 55 Mio. EUR kalkulierten Budgets geblieben. Kontinuierlich erarbeite sich H&R Potenzial für Ergebniswachstum über Innovationen im Produktangebot, gerade bei Weichmachern für die Reifenindustrie, sowie mit dem Ausbau der Partnerschaften in Südostasien (Produktvertrieb durch H&R, Produktion durch Partner vor Ort).

Mit dem Stabwechsel von Gert Wendroth auf Niels H. Hansen werde ein strategischer Schwenk wohl kaum in Verbindung zu bringen sein. Wendroth, der im Dezember nach knapp fünf Jahren an der Unternehmensspitze zusammen mit seinem Finanzvorstand ausgeschieden sei, werde bei der Prioritätensetzung des Investitionsbudgets, bei den Entscheidungen zu möglichen Kapazitätszukäufen seine Position eingebracht haben - faktisch habe in dem Unternehmen immer ein Vertreter der Familie Hansen das letzte Wort. Lediglich im Stil gebe es einen Bruch, der aber nicht dem nahe komme, was mit dem Abgang von Wendroths Vorgänger, Dr. Hollstein, verbunden gewesen sei.

Wegen der kurzfristig geringen Aussicht auf positive Unternehmensmeldungen würden die Analysten das Kursziel von 24 EUR auf 20 EUR zurücknehmen. Sie würden nicht über den Algorithmus für den "Underlying trend" verfügen, geschweige denn ein die Preisvolatilitäten einbeziehendes Modellbild zu H&R. Doch aus ihrer Makroeinschätzung heraus würden sich die Analysten Zuversicht erlauben und davon ausgehen, dass höhere Beschaffungspreise bei wieder erstarkender Mengennachfrage im 2. Halbjahr kompensiert würden.

Die Analysten von SRH AlsterResearch bestätigen das Anlageurteil "kaufen" für die H&R-Aktie. (Analyse vom 22.02.2012) (24.02.2012/ac/a/nw)




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