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Homag wieder attraktiv 18.01.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Homag-Aktie (ISIN DE0005297204 / WKN 529720) von "halten" auf "kaufen" hoch.
Im Anschluss an den Managementwechsel, der Ankündigung eines Restrukturierungsprogramms, schwächeren Stimmungsindikatoren und dem Ausschluss aus dem SDAX habe die Aktie der Homag AG eine deutliche Underperformance hingelegt und das Kursziel der Analysten von 11,00 Euro deutlich unterschritten.
Auf diesem Kursniveau sei der SmallCap nach Erachten der Analysten wieder attraktiv: Das neue Management (CEO + CFO seit 01.04.2011 im Amt) habe ein Restrukturierungsprogramm ins Leben gerufen. Mehrere Gesellschaften bzw. Standorte würden geschlossen, da diese seit mehreren Jahren aufgrund fehlenden Volumens defizitär seien. Die strategisch wichtigen Produktbereiche dieser Gesellschaften würden auf die HOMAG Holzbearbeitungssysteme übertragen. Insgesamt würden durch die Maßnahmen rund 180 Arbeitsplätze wegfallen. Die Verhandlungen mit den Gewerkschaften und Betriebsräten würden derzeit laufen und seien angabegemäß im Plan (vorgesehener Abschluss Mitte bis Ende 2012). In 2011 seien Rückstellungen in Höhe von 20 Mio. Euro gebildet worden. Ab 2013 solle die Kostenbasis dadurch um rund 6 bis 8 Mio. Euro reduziert werden.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass die Gesellschaft ihre Ziele für 2011 erreicht habe (operatives EBITDA von rund 65 Mio. Euro). Für das kommende Geschäftsjahr habe man die Umsatzguidance von vorher 800 Mio. Euro bereits mit den Q3-Zahlen nach unten korrigiert. Man erwarte nun einen Umsatz, bereinigt um das Großprojekt Mekran (58 Mio. Euro Umsatz, davon 40 bis 50 Mio. Euro in 2011), auf dem Niveau von 2011, was die Analysten angesichts ihres relativ positiven Konjunkturszenarios für möglich halten würden. Der VDMA prognostiziere derzeit ein Wachstum für die Branche von 2% bis 5% (gesamter Maschinenbau: 4%). Das operative EBITDA solle ebenfalls auf dem Niveau von 2011 liegen.
Die Analysten hätten ihr Modell an die letzten Entwicklungen angepasst (letztes Modellupdate: August 2011). Die hohen prozentualen Änderungen in den Zahlen würden sich im Wesentlichen durch eine Umverteilung der Restrukturierungsaufwendungen ergeben. Deren Höhe und zeitlicher Anfall sei damals noch nicht bekannt gewesen.
2012 werde für die Gesellschaft ein Jahr des Übergangs werden, bevor die Kostensenkungsmaßnahmen dann in 2013 ganzjährig greifen würden. Die Analysten würden denken, dass Homag mit dem neuen CEO einen Mann an Bord habe, der durch seine Tätigkeit beim Automobilzulieferer Behr mit Kostenoptimierungen vertraut sei. Nach den negativen Nachrichten in den letzten Monaten und den damit einhergegangenen Kursverfall bis Ende 2011 sollte die Aktie einen Boden gefunden zu haben. Auf Basis ihrer Schätzungen, die auf einer Realisierung der Kostensenkungen und einer leicht steigenden Nachfrage basieren würden, sei der Titel mit einem KGV 2013 von 5,9 sowie einen Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,7x günstig bewertet. Sie würden denken, die Aktie sollte zumindest auf dem Buchwert je Aktie 2013 von 11,00 Euro notieren.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Homag-Aktie von "halten" auf "kaufen" herauf. Das Kursziel werde weiterhin bei 11,00 Euro gesehen. (Analyse vom 18.01.2012) (18.01.2012/ac/a/nw)
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