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Air Berlin hat einen neuen Treibstoff


20.12.2011
Frankfurter Tagesdienst

Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" nehmen eine Position in der Air Berlin-Aktie (ISIN GB00B128C026 / WKN AB1000) ins Depot auf.

Die Maschinen von Air Berlin würden mit Kerosin fliegen, die Aktie fliege seit Montag mit der arabischen Fluggesellschaft Etihad. Etihad werde die 2,99%-ige Beteiligung an Air Berlin im Rahmen einer Kapitalaufstockung auf 29,21 Prozent erhöhen. Über 31 Mio. Anteilsscheine habe Etihad zu einem Preis von jeweils 2,31 EUR erworben.

Die Kooperation gehe weit über ein reines Finanzinvestment hinaus. Man werde in den nächsten Jahren gemeinsam Flüge anbieten. Auch eine kräftige Finanzspritze für Air Berlin in Höhe von 255 Mio. EUR sei Teil der Vereinbarung. Der Geldbetrag sei erst zum Ende des Jahres 2016 zurückzuzahlen.


Bei der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft werde man kräftig durchatmen. Der Etihad-Einstieg komme zum richtigen Zeitpunkt. Air Berlin sei mit ihren Restrukturierungsbemühungen in den zurückliegenden Jahren nicht vorangekommen, überdies drücke eine Schuldenlast von 600 Mio. EUR. Jetzt habe man einen deutlich größeren Spielraum und könne zu einem erneuten Angriff auf den Erzrivalen Lufthansa (ISIN DE0008232125 / WKN 823212) blasen.

Air Berlin werde sich im Rahmen der Partnerschaft /Zusammenarbeit neue Märkte vor allem in Asien und Australien erschließen. Durch das so genannte "Code Sharing" ergebe sich außerdem ein signifikantes Einsparpotenzial. Allein für das kommende Jahr rechne Air Berlin mit Synergieeffekten von 35 bis 40 Mio. EUR. Der erhoffte Befreiungsschlag für die Fluggesellschaft sei nach langer Wartezeit erfolgt.

Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" erwarten, dass die Air Berlin-Aktie kurzfristig weiter im Vorwärtsgang unterwegs sein wird und nehmen eine Position ins Depot auf. Das Absicherungslimit sollte bei 2,20 EUR platziert werden. (Ausgabe 194 vom 19.12.2011) (20.12.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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