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SKW Stahl-Metallurgie Marge durch temporäre Effekte belastet 14.11.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Björn Voss, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von SKW Stahl-Metallurgie (ISIN DE000SKWM013 / WKN SKWM01) weiterhin mit "kaufen" ein.
Die Q3-Ergebnisse hätten durch Einmalaufwendungen und temporäre Effekte unter den Prognosen gelegen: Während der Umsatz mit EUR 109 Mio. (+13% yoy, -5% qoq) zufriedenstellend ausgefallen sei (WRe: EUR 104 Mio.), seien das EBITDA mit EUR 6,1 Mio. (-1,3% yoy, -37% qoq) und das EBIT mit EUR 3,0 Mio. (-5% yoy, -50% qoq) hinter den Erwartungen zurückgeblieben (EUR 7,5 Mio., EUR 4,3 Mio.). Entsprechend habe die EBIT-Marge nur bei 2,7% gelegen (WRe: 4,1%). Der Bereich Fülldrähte (Chemikalien für sekundärmetallurgische Verfahren) habe das Konzernergebnis mit einem EBIT von nur EUR 0,6 Mio. in Q3 belastet (WRe: 2,5 Mio.). Die entsprechende Marge habe bei gerade einmal 1,1% gelegen (H1: 5,7%).
Besser habe sich Pulver&Granulate (Entschwefelungschemikalien für die Rohstahlproduktion) mit einem EBIT von EUR 2,4 Mio. entwickelt (Marge 4,9%; H1: 6,9% bereinigt um Bargain Purchases), allerdings seien die Analysten auch hier optimistischer gewesen (WRe: EUR 3,9 Mio.). Eine sogar noch schlechtere Entwicklung für den Konzern habe nur durch ein Breakeven im Segment Sonstiges/Konsolidierung (WRe: EUR -2,0 Mio.) verhindert werden können. Die Margenschwäche beider Segmente sei durch Sondereffekte in Gesamthöhe von EUR -2,2 Mio. und ein Nachlassen der Nachfrage erklärt worden.
Die außerordentlichen Belastungen seien auf negative Wechselkursrelationen (EUR -0,13 Mio.), Anlaufkosten in Bhutan und Russland (EUR -0,9 Mio.), ein Betrugsfall beim Rohstoffeinkauf in China (EUR -0.8m) und Restrukturierungskosten in Schweden (EUR -0,4 Mio.) zurückzuführen gewesen. Nach Bereinigung des EBIT um diese Effekte hätte die Marge bei 4,8% und damit über der Analystenprognose (4,1%) gelegen. Die Nachfrageabschwächung habe zum einen Tecnosulfur in Brasilien betroffen, wo eine niedrige Kapazitätsauslastung von nur 70% bei ThyssenKrupp CSA (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) belastend gewesen sei und zum anderen SKW Frankreich, wo Produktionskürzungen bei ArcelorMittal (ISIN LU0323134006 / WKN A0M6U2) eine Belastung dargestellt hätten.
Trotz einer Verschärfung des Umfelds habe SKW das EBITDA-Ziel von EUR 32 Mio. bestätigt. Für Q4 impliziere dies ein EBITDA von EUR 6,2 Mio. (Q3: 6,1 Mio.). Unter der Annahme, dass die außerordentlichen Effekte nicht wiederkehren würden und sich die Nachfrage etwas verbessert haben sollte (SKW: "August war ein sehr schlechter Monat") dürfte die Analystenschätzung von EUR 35,5 Mio. (impliziertes Q4-EBITDA: EUR 9,7 Mio. = Q2) nicht außerhalb der Reichweite sein. Da die Analysten jedoch zu einem etwas konservativeren Ansatz wechseln würden (Makro-Bild weiter unscharf), würden sie ihre EBITDA-Prognose auf EUR 32,5 Mio. reduzieren. Dies impliziere ein Q4-Ergebnis von EUR 6,7 Mio., obwohl sich die außerordentlichen Belastungen verringern sollten und sich die Nachfrage in Frankreich von dem "sehr schlechten" Niveau (CEO) verbessert haben sollte.
Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Bedenken würden die Analysten hinsichtlich des Geschäftsjahres 2012 vorsichtig bleiben (EBITDA -7% yoy). Es sollte hervorgehoben werden, dass dies einen eher negativen Blick auf die zugrunde liegende Nachfrage unterstelle, da sich die Anlaufkosten in Bhutan und Russland im nächsten Jahr in Gewinne wandeln würden. Sollte sich herausstellen, dass M.M.Warburgs makroökonomisches Bild zu konservativ sei, würden die Analysten den Unternehmenszielen von steigenden operativen Ergebnissen uneingeschränkt zustimmen.
Die Analysten von Warburg Research bestätigen ihre Kaufempfehlung für die SKW-Aktie, da selbst ihre vorsichtigen Prognosen für das GJ 2012 einem KGV von 11,4x entsprechen, während der historische 12M-Durchschnitt bei 13,4x liegt. Nach dem Umstieg auf ein DCF-Modell und den historischen 12M-Multiplikator und dem Wegfall des EVA-Modells würden die Analysten ihr Kursziel auf EUR 17 von EUR 20 reduzieren. (Analyse vom 11.11.2011) (14.11.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen halten an dem analysierten Unternehmen eine Beteiligung in Höhe von mindestens 1 Prozent des Grundkapitals. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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