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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 8,20 € |
8,40 € |
-0,20 € |
-2,38 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005895403 |
589540 |
- € |
- € |
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Grammer Sonderbelastungen verhindern noch besseres Q3-Ergebnis 10.11.2011
Montega AG
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Hendrik Emrich, Analyst der Montega AG, stuft die Aktie von Grammer (ISIN DE0005895403 / WKN 589540) mit dem Rating "kaufen" ein.
Grammer habe gestern seine Q3-Zahlen veröffentlicht und im Rahmen einer Telefonkonferenz erläutert. Die wichtigsten Erkenntnisse seien die folgenden:
Der Konzernumsatz sei in Q3 um 17% gg. VJ auf 272,9 Mio. Euro gewachsen, was gegenüber den ersten neun Monaten nur einen marginalen Rückgang darstelle (+20%). Auffällig sei das anhaltend starke Wachstum in Deutschland (+19%), Brasilien (+22%) und Nafta (+10%) sowie der basisbedingt schwache Zuwachs in China (2%). Insgesamt liege der Umsatz fast auf Höhe des Rekordquartals Q3 2011 (275 Mio. Euro).
Das berichtete EBIT von 10,2 Mio. Euro (+26% gg. VJ) ergebe eine Marge von 3,7%, die angesichts der starken Umsatzausweitung etwas enttäuschend ausgefallen sei. Dies habe vor allem an der schwachen Performance des Automotive-Segments gelegen (Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen), welches in Q3 ein EBIT unter dem Vorjahr ausgewiesen habe (3,9 Mio. Euro vs. 4,9 Mio. Euro). Die resultierende, schwache Marge des Segments von 2,3% sei u.a. auf Sonderbelastungen in Q3 durch eine Werksstilllegung, Belastungen infolge von Produktionsanläufen (z.B. Armlehne des Audi A4, Mercedes C-Klasse) und ungünstigen Wechselkursentwicklungen zurückzuführen.
Wie erwartet sei die Guidance für das laufende Jahr (Umsatz +10% yoy auf über 1 Mrd. Euro, EBIT-Marge: 4,4%) aufrechterhalten worden. Während die Q3-Zahlen keine Veranlassung gegeben hätten ihre Umsatzprognose zu verändern, hätten die Analysten ihre EBIT-Schätzung leicht um 4% gesenkt und würden jetzt in-line mit der Zielvorgabe des Unternehmens liegen (zuvor: Margenschätzung von 4,6%).
Für die Folgejahre hätten die Analysten ihre Schätzungen nahezu unverändert gelassen. Ihres Erachtens werde es in den nächsten Quartalen darauf ankommen, inwieweit der margenstarke Seating Systems-Bereich (Marge in Q3: 6,9%, Q1-Q3: 7,5%) den kaum profitablen Automotive-Bereich kompensieren könne. Dank der erheblichen Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre, des starken Offroad-Sitzbereichs, in dem Grammer über nachhaltige Alleinstellungsmerkmale verfüge und vor allem den (Groß)Aufträgen im Bereich LKW-Sitze würden die Analysten das Unternehmen auf einem guten Weg sehen, die geplante EBIT-Margen von 5% mittelfristig sogar leicht zu übertreffen.
Die Grammer-Aktie notiere weiterhin signifikant unter Buchwert (146 Mio. Euro Market Cap vs. 200 Mio. Eigenkapital). Auch die Bewertung auf Basis des KGVs von 5 bis 6 beinhalte noch immer deutliche Abschläge zur Peer Group. Die Analysten würden Trigger für die Aktie in einer möglichen Dividendenzahlung für 2011, die sie in ihren Schätzungen noch nicht berücksichtigt hätten, sowie in der Akquisition eines Sitzauftrags im Bereich Railway sehen. Hinsichtlich der Auftragsvergabe sei allerdings noch keine endgültige Entscheidung gefallen.
Die Analysten der Montega AG empfehlen die Grammer-Aktie bei einem unveränderten Kursziel von 17,50 Euro zum Kauf. (Analyse vom 10.11.2011) (10.11.2011/ac/a/nw)
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