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Aragon Ausbau der gehobenen Beratung dürfte Profitabilität deutlich verbessern


06.10.2011
Warburg Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Torsten Klingner, Analyst von Warburg Research, bewertet die Aktie von Aragon (ISIN DE000A0B9N37 / WKN A0B9N3) nach wie vor mit dem Rating "kaufen".

Aragon habe 82,25% der SRQ-FinanzPartner AG von der DAB bank AG (ISIN DE0005072300 / WKN 507230) erworben. Ein Kaufpreis sei nicht genannt worden.

Die SRQ sei 2003 gegründet worden und sei mit ca. 90 Beratern bundesweit tätig. Das Unternehmen betreue ca. 10 Tsd. Kunden im gehobenen Einkommens-/Vermögensbereich. 2010 habe SRQ EUR 10 Mio. Umsatz bei einem ausgeglichenen Ergebnis erzielt. Historisch sei SRQ aus der ehemaligen DreVB (Vermögensberatungsgesellschaft der Dresdner Bank) hervorgegangen. Angesichts SRQs geringer Profitabilität dürfte der Kaufpreis höchstens im niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen.

Der Verkauf seitens der DAB Bank sei vor dem Hintergrund zu sehen, dass verschiedene Banken (HypoVereinsbank, Cortal Consors, SEB) ihre "Mobilen Vertriebe" in den letzten Jahren aufgegeben hätten. Ihnen sei es nicht gelungen, diese nachhaltig profitabel zu betreiben. Insbesondere nachteilige Kostenstrukturen sowie organisatorische und kulturelle Probleme seien die Gründe gewesen. In vielen Fällen sei die erforderliche Größe nicht erreicht worden.

Die SRQ-Akquisition sei mittlerweile Aragons dritter Erwerb eines Vertriebs im so genannten Mass Affluent Markt nach Scopia 2009 (ehemals MLP Österreich) und Finum.Finanzhaus 2010. Die drei Unternehmen würden über insgesamt 250 Berater, 60 Tsd. Kunden, 1,5 Mrd. Kundenvermögen und einen Jahresumsatz von insgesamt ca. EUR 25 Mio. verfügen.


Der gestärkte Bereich dürfte damit eine führende Stellung im deutschen Markt einnehmen, wenngleich MLP als dominierender Wettbewerber deutlich größer sei. Da Aragon mit der Integration von Finanzvertrieben bestens vertraut sei und über eine leistungsfähige Service- und Abwicklungsplattform verfüge, dürfte die Integration zügig verlaufen.

Für Aragon sei der Ausbau der gehobenen Finanzberatung unter Profitabilitätsgesichtspunkten von hoher Bedeutung. Im Gegensatz zum Bereich Broker Pools (Umsatzanteil 2010 64%), bei dem die EBIT-Margen im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich liegen würden, seien in der gehobenen Finanzbratung EBIT-Margen von 10 bis 15% realistisch. Allein der gebündelte Bereich dürfte in 2012 ein EBIT-Beitrag von ca. EUR 2,5 Mio. beisteuern (Ergebnisanteil ca. 50%).

Ab dem Q1 2012 sollte SRQ zum Umsatz und Ergebnis beitragen. Angesichts des schwierigen Kapitalmarktumfelds, das für absehbare Zeit eine geringe Visibilität bedeute, würden die Prognosen unverändert bleiben. In den kommenden Monaten dürfte Aragon mit der Konsolidierung der mittlerweile sechs Marken im Financial Consulting Segment beginnen und die von den Analysten bereits antizipierten Einsparpotenziale heben.

Die Kaufempfehlung der Aragon-Aktie wird mit einem unveränderten Kursziel von EUR 8,00 von den Analysten von Warburg Research bekräftigt (Upside 90%). (Analyse vom 06.10.2011) (06.10.2011/ac/a/nw)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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