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DE0005565204 556520 -   € -   €
 
 
 

Dürr strukturelle Wachstumsaussichten sollten gegenüber zyklischen Bedenken überwiegen


08.09.2011
Warburg Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Christian Cohrs, Analyst von Warburg Research, nimmt die Coverage für die Aktie von Dürr (ISIN DE0005565204 / WKN 556520) mit einer Kaufempfehlung auf.

Das Kursziel der Analysten werde mit EUR 34 je Aktie angesetzt und reflektiere damit den fairen Wert, den sie mithilfe eines konservativen DCF-Modells ermittelt hätten. Dies entspreche einem Kurspotenzial von 43%. Auch andere Bewertungsmaßnahmen würden andeuten, dass die Aktie derzeit auf einem attraktiven Niveau notiere.

Dürr sei der unangefochtene Marktführer in einem Nischenmarkt mit begrenztem Wettbewerb. Das Unternehmen sei gut bekannt als Systemanbieter von Lackierereien und Endmontagewerken vorwiegend für die Automobilindustrie. Der entsprechende Markt zeichne sich durch eine oligopolistische Struktur und begrenzten Wettbewerb aus. Mit einem Marktanteil von mehr als 40% sei Dürr der bei Weitem dominanteste Player.

Dürr betreibe mehr als 30 Produktionseinrichtungen in 21 Ländern, um einen hohen Grad an lokalem Inhalt für die angebotenen Produkte und Dienstleistungen zu erzielen. Ein wesentliches Ziel sei die weitere Expansion in die Emerging Markets, wo bereits ca. 30% des Personals angesiedelt seien. Beim Auftragseingang würden 60% auf die Emerging Markets entfallen, knapp die Hälfte davon komme aus China, das bereits in den vergangenen Jahren zu Dürrs wichtigstem Einzelmarkt avanciert sei.

Auch in einem schwierigeren gesamtwirtschaftlichen Umfeld sollten sich für Dürr positive strukturelle Wachstumsimpulse durch den Nachholbedarf bei Automobilen in den Emerging Markets ergeben. Nach Erachten der Analysten sei der Automobilsektor in einem wesentlich besseren Zustand als in den Vorjahren, um sich mit einer möglichen Konjunkturabschwächung auseinanderzusetzen (z.B. bessere Finanzposition, niedrige Bestände).


Darüber hinaus sei zu erwarten, dass der Nachholbedarf bei Automobilen in den Emerging Markets in den kommenden Jahren ein starker struktureller Wachstumstreiber bleibe, der potenzielle negative Konjunktureffekte überkompensiere und zu Investitionen in zusätzliche Pkw-Produktionskapazitäten führe. Angesichts der geografischen Aufstellung und Wettbewerbspositionierung dürfte Dürr von diesem Trend klar profitieren.

Die Analysten würden ein EPS 2011 von EUR 2,79 prognostizieren, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr, der zudem über dem in 2008 erzielten Höchstwert liege. Für 2012 würden sie mit einem weiteren Wachstum von 33% rechnen, gefolgt von einem Rückgang um lediglich 1% im Folgejahr im Zuge eines schwächeren Wirtschaftsumfelds. Es gebe eine Vielzahl von Ergebnistreibern: Ein Auftragsbuch auf Rekordhoch von EUR 1,75 Mrd.; eine sukzessive Verbesserung der Preisqualität der Aufträge und positive operative Leverage-Effekte; günstigere Finanzierungsbedingungen; ein temporärer Rückgang der Steuerquote.

Erst vor Kurzem habe Dürr die Finanzschulden erfolgreich restrukturiert und sei nun bis 2014 voll finanziert. Einige Bilanzpositionen möchten auf den ersten Blick schwach (Goodwill) bzw. sonderbar (niedrige Eigenkapitalquote) aussehen, würden aber keinen echten Grund zur Besorgnis geben. Zudem verfüge das Unternehmen über ausreichende Mittel für Akquisitionen (aktuell EUR 50 bis 70 Mio. zzgl. zukünftige Free Cashflows).

Die Analysten würden den Ausstieg von Aton als positiv werten. Der ehemalige 25%-Anteil sei über die letzten Monate vollständig in Streubesitz umgewandelt worden, ohne dabei die Kursperformance zu belasten. Befürchtungen eines Aktienüberhangs sollten nun keine Substanz mehr haben.

Die Analysten von Warburg Research stufen die Dürr-Aktie mit dem Rating "kaufen" ein. (Analyse vom 07.09.2011) (08.09.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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