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SKW Stahl-Metallurgie Guidance erscheint zunehmend vorsichtig


16.08.2011
Warburg Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Björn Voss, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von SKW Stahl-Metallurgie (ISIN DE000SKWM013 / WKN SKWM01) weiterhin mit "kaufen" ein.

Mit einem Umsatz von EUR 115 Mio. (WRe EUR 110 Mio.) habe SKW ein Wachstum von +9,5% yoy bzw. +13,9% qoq verzeichnet. Das EBITDA habe bei EUR 9,7 Mio. (WRe: EUR 8,9 Mio.) gelegen und sei durch Anlaufverluste von EUR -0,7 Mio. (Bhutan, Russland) und einen negativen Ergebnisbeitrag von EUR -1,4 Mio. aus Schweden belastet worden.

Alle drei Segmente (Fülldrähte, Pulver&Granulate, Sonstige=Quab) hätten zu dieser erfreulichen Umsatzentwicklung beigetragen. Dabei habe der Bereich Fülldrähte (Produkte für Sekundärmetallurgie) einen Umsatz von EUR 53 Mio. (+4,5% yoy) und ein EBITDA von EUR 3,5 Mio. beigesteuert. Das Ergebnis sei durch Anlaufverluste in Bhutan und Russland (EUR - 0,7 Mio.) belastet worden. Entsprechend habe die berichtete Marge bei 6,5% gelegen, während sich die bereinigte Marge auf 7,9% belaufen habe (Q1: 7,7%).

Pulver&Granulate (Produkte für die Rohstahlproduktion) habe einen Umsatz von EUR 53 Mio. (+11,7% yoy) und ein EBITDA von EUR 6,6 Mio. generiert. Die neu akquirierte Anlage in Schweden habe EUR -1,4 Mio. zu diesem Ergebnis beigesteuert. Damit habe die berichtete Marge bei 12,5% und die bereinigte Marge bei 15,2% (Q1: 13,5%) gelegen. Der sequenzielle Margenanstieg zeige SKWs Fähigkeit, ein Umfeld mit steigenden Rohstoffkosten auszunutzen (etwas stärkere Preiserhöhungen, als es höhere Einsatzkosten erforderlich machen würden). Das höher als erwartete EBITDA habe ebenfalls zu leicht über den Schätzungen liegenden EPS (EUR 0,48, WRe: EUR 0,41) geführt.

Mit einem EBITDA von EUR 19,7 Mio. in H1 erscheine die Gesamtjahresguidance von EUR 32 Mio. angesichts der niedrigen Saisonalität des Geschäftsmodells sehr konservativ. Dies treffe sogar noch stärker unter der Berücksichtigung zu, dass die Anlaufverluste in Bhutan/Russland in H2 abnehmen sollten. Nach einem Gespräch mit dem Unternehmen seien die Analysten der Ansicht, dass potenzielle Risiken eines sich verschlechternden makroökonomischen Umfelds berücksichtigt worden seien. SKW sehe sich derzeit keinen negativen Effekten gegenüber! Die Analysten würden weiterhin ein EBITDA von EUR 35 Mio. prognostizieren, obwohl die Q2- Ergebnisse über ihren Schätzungen gelegen hätten. Damit würden sie für H2 eine schwächere Entwicklung ansetzen als zuvor.


M.M. Warburgs Makroanalysten seien hinsichtlich der kurz- bis mittelfristigen Entwicklung vorsichtig: Die Analysten von Warburg Research haben die Bedenken ihrer Volkswirtschaftler hinsichtlich der weiteren weltweiten Wirtschaftsentwicklung berücksichtigt. Folglich hätten sie ihre Schätzungen nicht nur für H2 2011, sondern auch für das Gesamtjahr 2012 verringert. Sie würden einen Produktionsrückgang bei Stahl von -5% unterstellen und hätten eine solche negative Wachstumsrate auf die Bereiche Fülldrähte und Pulver&Granulate (bisher: +8,5%, +7,5%) für das Geschäftsjahr 2012 angewendet.

Da SKW in 2012 von den neuen Projekten/Standorten profitieren werde, dürfte die flächenbereinigte Entwicklung sogar noch schlechter ausfallen und negativen Preiseffekten geschuldet sein. Für den Konzern würden die Analysten nun einen Umsatz von EUR 398 Mio. (-4,4%), ein EBITDA von EUR 29,8 Mio. und EPS von EUR 1,14 für das Geschäftsjahr 2012 unterstellen.

Damit seien die Analysten deutlich konservativer als es die aktuelle Nachfragesituation erlauben würde und würden einen konträren Standpunkt zum Unternehmen einnehmen. SKW sehe für 2012 weiteres profitables Wachstum. Dies dürfte im Falle einer falschen Interpretation der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Frühindikatoren zu erreichen sein.

Infolge der Reduzierung der Schätzungen verringere sich das Kursziel der Analysten von EUR 24 auf EUR 20. Sie würden den Zielwert weiterhin aus dem Durchschnitt einer DCF-, EVA- und historischen 12M-Multiplikatoren-Analyse ableiten.

Die Analysten von Warburg Research bestätigen ihre Kaufempfehlung für die SKW Stahl-Metallurgie-Aktie, da sogar ihre sehr vorsichtigen Prognosen für das Geschäftsjahr 2012 ein Kurspotenzial von 33% zur aktuellen Marktbewertung implizieren. (Analyse vom 16.08.2011) (16.08.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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