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VERBIO Attraktivität der Equity Story wird sich in H2 zeigen 12.08.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Stephan Wulf, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von VERBIO (ISIN DE000A0JL9W6 / WKN A0JL9W) unverändert mit "kaufen" ein.
Nachdem VERBIO den Markt bereits am 22. Juni über die Q2-Entwicklungen informiert habe, habe die Q2-Berichterstattung keine großen Überraschungen gebracht. Mit EUR 3 Mio. sei der EBIT-Verlust etwas niedriger als antizipiert ausgefallen, da das besser als erwartete Ergebnis der Bereiche Handel und Biodiesel ein schwächeres Bioethanol-Ergebnis mehr als habe ausgleichen können. Höhere Zinsaufwendungen und Steuern hätten zu einem schlechter als erwarteten Nettoergebnis geführt.
Im Vergleich zu den 2010er-Zahlen erscheine das EBIT in H1 mit EUR 0,2 Mio. auf den ersten Blick enttäuschend. Dies müsse jedoch vor dem Hintergrund von deutlich höheren Abschreibungen (+ EUR 7,8 Mio. durch Aufwertungen der Bioethanol-Assets und neuen Biogaskapazitäten) und Einmalgewinnen in 2010 durch den Verkauf von Windturbinen gesehen werden. Das EBITDA habe in H1 bei EUR 13,2 Mio. und damit 124% über dem bereinigten EBITDA in H1 2010 (EUR 5,7 Mio.) gelegen. VERBIO habe die Guidance 2011 bestätigt (Umsatz: EUR 650 bis 750 Mio.; EBITDA: EUR 25 bis 30 Mio.; EBIT: EUR 6 bis 12 Mio.).
Im Gegensatz zu Q1, als der Biodiesel-Bereich ein EBIT von EUR 8,3 Mio. beigesteuert habe, sei dieses Segment durch erhöhte Material- und Hedging-Kosten belastet worden und habe in Q2 einen Verlust von EUR 1,8 Mio. verzeichnet. In Q3 werde das Unternehmen wieder von verbesserten Kostenstrukturen profitieren, allerdings dürfte das in Q1 erzielte Niveau in diesem Zeitraum nicht wieder erreicht werden. Der Bioethanolbereich sei durch eine niedrige Auslastung, Anlaufkosten für den Biogasbereich und höhere Abschreibungen belastet worden. Für Q3 seien VERBIOs Bioethanolkapazitäten ausverkauft und von der Produktion in Q4 seien bereits 70 bis 80% verkauft.
In H1 sei der Biogasbereich durch technische Probleme der Entschwefelungseinheit belastet worden, was zu einem signifikanten Produktionsausfall geführt habe. Dies habe sich mit rund EUR 7 Mio. auf VERBIOs EBIT in H1 ausgewirkt. Zurzeit laufe die Biogaskapazität bei einer Auslastung von 80% und für das Gesamtjahr 2011 rechne das Unternehmen mit einer Produktion von 240GWh (Umsatz WRe: ca. EUR 14 Mio. nach EUR 3,6 Mio. in H1).
VERBIO habe zwei Niederlassungen in Polen und Ungarn gegründet, die weitere Biogasprojekte auf Basis von Agarreststoffen entwickeln würden. In Deutschland werde das Unternehmen seine Biogaskapazitäten in Zörbig von aktuell 30MW auf 50MW und in Schwedt von aktuell 30MW auf 100MW ausweiten. Die Investitionen würden sich auf EUR 40 bis 50 Mio. belaufen. Die zusätzlichen Kapazitäten sollten in Q4 2012 in Betrieb genommen werden.
Während H1 2011 durch externe (schwacher E10-Markt) und interne (Biogas) Probleme belastet worden sei, sollte die Attraktivität von VERBIOs Business Case im Laufe des 2. Halbjahres sichtbar werden. Insbesondere die Q4-Berichterstattung werde die hohe Profitabilität von VERBIOs Biogasaktivitäten reflektieren.
Die Analysten von Warburg Research bestätigen ihre Kaufempfehlung für die VERBIO-Aktie. Das Kursziel werde nach wie vor bei EUR 6,30 gesehen. (Analyse vom 12.08.2011) (12.08.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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