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CENIT weiter dynamische Umsatzentwicklung


23.05.2011
GBC AG

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der GBC AG, Felix Gode und Christoph Schnabel, stufen die Aktie von CENIT (ISIN DE0005407100 / WKN 540710) weiterhin mit "kaufen" ein.

Die positive Umsatzentwicklung der CENIT AG, die sich schon im Q3 und Q4 2010 abgezeichnet habe, habe auch im Q1 2011 fortgesetzt werden können. Vor dem Hintergrund der allgemein stabilen konjunkturellen Entwicklung, insbesondere in den wichtigen Kundenbranchen der CENIT, wie der Automobilindustrie, hätten die Umsatzerlöse in allen drei Kernbereichen (Eigensoftware, Fremdsoftware, Beratung/Services) gesteigert werden können.

Am stärksten habe sich einmal mehr der Bereich Fremdsoftware entwickelt, mit einem Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr in Höhe von +45,4%. Dieser Anstieg unterstreiche den Erfolg der Value-Added Reseller-Kooperation mit Dassault Systèmes (ISIN FR0000130650 / WKN 901295), worauf dieser Anstieg im Wesentlichen basiere. Entsprechend habe sich der Umsatzanteil des Fremdsoftware-Bereichs auf nunmehr 36,1% vergrößert (2010: 29,2%).

Besonders erfreulich sei jedoch die gute Entwicklung im Bereich Eigensoftware, in welchem um +38,9% höhere Umsatzerlöse erzielt worden seien als im Vorjahr. Mit einem Anteil von nunmehr 10,0% am Gesamtumsatz habe in diesem Bereich ein deutlich besserer Start in das neue GJ gelingen können als in 2010, als der Anteil der Eigensoftware im Q1 nur bei 8,4% gelegen habe. Diese Entwicklung verdeutliche auch, dass sich der Investitionsstau der Automobilkunden merklich auflöse. Unterstützt werde diese Beobachtung auch durch ein Anziehen des Beratungsgeschäfts um +4,5% im Q1 2011.

Insgesamt habe die CENIT AG im Q1 2011 damit ein Umsatzwachstum um +17,4% aufweisen können. Verglichen mit den starken Wachstumsraten des Q3 2010 (+15,3%) sowie des Q4 2010 (+22,7%) habe die starke Dynamik damit aufrechterhalten werden können.

Entsprechend der Verschiebung der Umsatzanteile zugunsten des deutlich margenstärkeren Bereichs Eigensoftware habe der Umsatzmix gegenüber dem Vorjahr verbessert werden können. Zwar sei der Umsatz mit Fremdsoftware auch im Q1 2011 weiter angestiegen, was einen senkenden Effekt auf die Rohertragsmarge gehabt habe (Q1 2010: 69,4%, Q1 2011: 67,0%), jedoch schlage sich die verbesserte Umsatzsituation im Beratungsgeschäft in einer verbesserten Auslastung nieder.

Auch der höhere Umsatzanteil der Eigensoftware wirke sich stark positiv auf die Ergebnisse aus. Im Zuge dessen habe im Q1 2011 eine unterproportionale Entwicklung der Fixkostenquoten, insbesondere im Personalbereich, beobachtet werden können. Das Resultat dieser erzielten Skaleneffekte sei eine klar verbesserte Ergebnis- und Margensituation. So habe das EBIT mit 0,95 Mio. EUR um 48,4% über dem Vorjahreswert gelegen. Auch die EBIT-Marge sei beträchtlich auf 3,9% geklettert (2010: 3,1%).

Dies sei nicht nur im Vorjahresvergleich eine respektable Verbesserung, auch bei einem Vergleich mit den ersten Quartalen der vergangenen Geschäftsjahre werde deutlich, dass eine klar aufwärts gerichtete Entwicklung der absoluten, als auch relativen, Ergebnisse stattgefunden habe und sich die Ergebnisqualität sukzessive nach oben entwickle.


Das gute Ergebnis im Q1 2011 habe indes erzielt werden können, obwohl das Ergebnis im Bereich EIM (Enterprise Information Management) durch einen verstärkten Mitarbeiterausbau belastet gewesen sei. Auch die um ca. 0,1 Mio. EUR erhöhten Abschreibungen im Zuge der Akquisition der conunit GmbH hätten sich entsprechend ausgewirkt. Aufgrund eines stärker als im Vorjahr ausgefallenen Zinsergebnisses habe das Periodenergebnis schließlich nochmals überproportional zum EBIT-Anstieg um +50,1% auf 0,73 Mio. EUR zugelegt.

Nicht zuletzt sei auch der operative Cashflow mit 5,04 stark ausgefallen. Dies sei insbesondere auf Wartungszahlungen zum Jahresbeginn zurückzuführen, die im weiteren Jahresverlauf erbracht würden.

Am 16. Mai 2011 habe das Unternehmen zudem eine weitere Akquisition gemeldet. Mit der vollständigen Übernahme des Schweizer Unternehmens Transcat PLM AG stärke CENIT seine Expertise im Bereich PLM-Lösungen sowie die Marktstellung in der Schweiz. Die Transcat PLM AG habe bislang zu Dassault Systèmes, einem wichtigen Kooperationspartner der CENIT, gehört. Damit werde auch die hohe strategische Bedeutung der Übernahme deutlich. Mit der Übernahme baue CENIT ihre Marktstellung weiter aus und rücke nun auch auf dem Schweizer Markt als führender Value-Added-Reseller von Dassault Systèmes auf. Die Transcat PLM AG habe im Geschäftsjahr 2010 umgerechnet rund 6,5 Mio. EUR Umsatzerlöse erwirtschaftet und arbeite mit 17 Mitarbeitern profitabel. Dabei dürfte die Margenstruktur nach Einschätzung der Analysten ähnlich der der CENIT sein.

Ihre Prognosen würden die Analysten vor dem Hintergrund der Q1-Zahlen sowie der erfolgten Übernahme anheben. Die Zahlen zum Q1 hätten deutlich gemacht, dass die Umsatz- und Ertragsdynamik bei der CENIT AG unverändert hoch sei und sich die Auflösung des Investitionsstaus bei den Automobilherstellern positiv bemerkbar mache. Zudem sollte auch die Transcat PLM AG weiteres Wachstum generieren können und bereits in 2011 einen wesentlichen Umsatzbeitrag leisten. Auf Gesamtjahresbasis 2011 würden die Analysten daher nunmehr von einer Umsatzgröße von 106,50 Mio. EUR ausgehen. Für das GJ 2012 würden sie hingegen unverändert konservativ von einem organischen Wachstum in Höhe von 5% ausgehen. Die Übernahme einbezogen ergebe ein erwartetes Umsatzwachstum von 11,9% auf dann 119,18 Mio. EUR.

Auch die bisherige EBIT-Erwartung der Analysten von 4,40 Mio. EUR für das GJ 2011 zeichne sich nach der starken Entwicklung im Q1 als zu niedrig ab. Insbesondere die zunehmende Belebung in den margenstarken Bereichen Eigensoftware sowie Beratung/Services sollte auch im weiteren Jahresverlauf dazu führen, dass eine Stabilisierung der Ergebnismarge stattfinde. Nach einer erwarteten EBIT-Marge von bislang 4,4% würden die Analysten nunmehr von 4,7% ausgehen, was einem absoluten EBIT-Betrag von 5,00 Mio. EUR entspreche. Den Ergebnisbeitrag der übernommenen Transcat PLM AG würden sie - angesichts einer vermutet ähnlichen Margenstruktur wie bei CENIT - für das GJ 2011 im niedrigen sechsstelligen Bereich erwarten.

Auch für das GJ 2012 würden die Analysten ihre Ergebnisprognosen nach oben anpassen. Nach einer EBIT-Erwartung von bislang 5,28 Mio. EUR würden sie nunmehr davon ausgehen, dass ein Wert von 6,10 Mio. EUR erzielt werde. Die EBIT-Marge sollte sich im Zuge dessen gegenüber 2010 um 0,4 Prozentpunkte auf 5,1% verbessern. Ihre Margenerwartung für das GJ 2012 hätten die Analysten damit gegenüber ihren bisherigen Schätzungen unverändert belassen.

Vor dem Hintergrund der angehobenen Umsatz- und Ergebnisschätzungen für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 hätten die Analysten auch eine Erhöhung des Kursziels vorgenommen. Nach einem bisherigen fairen Wert von 7,00 EUR hätten sie nun ein Kursziel pro Aktie in Höhe von 7,50 EUR ermittelt. Auf dem aktuellen Kursniveau ergebe sich damit ein Kurspotenzial von knapp 40%. Zudem sei die bilanzielle Situation des Unternehmens unverändert stark. Weiterhin sei die Aktie der CENIT mit einem Eigenkapital in Höhe von 3,53 EUR pro Aktie sowie liquiden Mitteln von 2,64 EUR je Aktie unterfüttert. Insgesamt erscheine die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau vor dem Hintergrund der moderaten Bewertung sowie der sich stark verbessernden Aussichten weiterhin deutlich zu günstig bewertet. Für 2012 errechne sich auf Basis der Prognosen der Analysten ein KGV von lediglich 10.

Vor diesem Hintergrund bekräftigen die Analysten der GBC AG das Rating "kaufen" für die CENIT-Aktie. (Analyse vom 23.05.2011) (23.05.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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