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SOLON Volatilität des Solarmarktes schlägt voll zu


18.05.2011
SRH AlsterResearch

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, stuft die Aktie von SOLON (ISIN DE0007471195 / WKN 747119) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.

"Inakzeptabel", so laute das Verdikt des SOLON-Managements über die zum Jahresauftaktquartal 2011 vorgelegten Zahlen. Die Volatilität des Solarmarktes habe voll zugeschlagen, bei SOLON wie bei den Vergleichsunternehmen (SolarWorld (ISIN DE0005108401 / WKN 510840) bilde eine anzuerkennende Ausnahme). Um rund 80% sei der Umsatz aus dem Deutschland-Geschäft gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal eingebrochen.

Auf dem Heimatmarkt sei SOLON ausschließlich über den Vertrieb von Komponenten aktiv. SOLONs Abnehmer, also Handel und lokal tätige Installateure, hätten sich Ende 2010 in Erwartung einer positiven Entwicklung noch voll eingedeckt. Die Endkunden (Landwirte, Finanzinvestoren, Private) jedoch scheinen auf höhere Kapitalrenditen ab Sommer 2011 spekuliert zu haben, jedenfalls sind sie kollektiv in den Käuferstreik getreten kein Einmalereignis, vielmehr ein ebenso typisches wie unvorhersehbares Verhalten in diesem durch regulatorische Vorgaben, also marktfremde Motivation gelenkten Geschäft, so die Analysten von SRH AlsterResearch.

Zum Vergleich: Die Einbrüche der Inlandsumsätze hätten bei Phoenix Solar (ISIN DE000A0BVU93 / WKN A0BVU9) 88%, bei Sunways (ISIN DE0007332207 / WKN 733220) 75% betragen. Hierzulande also seien Investitionsentscheidungen in Erwartung nochmals stark fallender Preise zurückgestellt worden und zugleich habe auf dem wichtigen italienischen Solarmarkt die Rücknahme des Einspeisegesetzes erhebliche Verunsicherung bei Kunden und bei finanzierenden Kreditinstituten ausgelöst. Bis in den Mai hinein (Verabschiedung Nachfolgegesetz) seien in Italien Projekte zurückgehalten worden - für alle engagierten Unternehmen eine teure Angelegenheit.


SOLONs Nettofinanzverbindlichkeiten hätten sich im ersten Quartal von 369 Mio. auf 402 Mio. EUR erhöht. Das Vorratsvermögen sei wegen der stark hinter der Vorauskalkulation zurückgebliebenen Komponentenabrufe und zudem im Zuge eines Großprojektes in Arizona (Arizona Public Services, APS) um 52 Mio. EUR angestiegen.

SOLON nehme eine Anpassung der kommunizierten Jahresziele vor. Als Konsequenz auf die im ersten Quartal gegenüber den Erwartungen offen gebliebene Lücke sowie darüber hinaus einer schleppenden Nachfrage bis weit in das laufende zweite Quartal werde statt eines Übertreffens von Umsatz und Ergebnis 2010 nunmehr nur das Erreichen einer dem Vorjahr entsprechenden Größenordnung anvisiert. Auf Umsatzebene würde dies rund 620 Mio. EUR bedeuten; im ersten Quartal seien 65 Mio. EUR erzielt worden. Ausdrücklich halte SOLON am Ziel fest , die Nettofinanzschulden im Verlaufe des Jahres um 100 Mio. EUR zu reduzieren.

Dass der Abbau der Vorratsüberbestände die Marge im weiteren Jahresverlauf unter die ursprünglichen Planwerte drücken werde, sei sicher. Bei dieser Narbe werde es nach Einschätzung der Analysten jedoch bleiben; ansonsten würden einige Gründe dafür sprechen, dass SOLON die ursprünglichen Ziele noch erreichen könne.

Die zweite Jahreshälfte könnte dem deutschen Markt einmal mehr einen Boom bescheren. Dafür spreche erstens, dass die Vergütungssätze als Folge des bislang geringen Anlagenzubaus weit weniger abgesenkt würden als es unter anderen Umständen der Fall gewesen wäre. Zweitens entwickle sich der Kraftwerksbau in den USA immer mehr zu einer tragenden Säule des Geschäftsmodells. Und drittens werde sich künftig der italienische Markt auf große Dachkraftwerke konzentrieren (zulasten der Freiflächenkraftwerke) und SOLON verfüge hierfür über Lösungen, die dem Angebot des Wettbewerbs überlegen seien; die Neuorientierung komme der Produktpalette von SOLON entgegen.

Die Volatilität des Solarmarktes sorge für negative Stressmomente, zugleich eröffne sie die Chance, Zwischentiefs zu kompensieren.

Die Analysten von SRH AlsterResearch bekräftigen für die Aktie von SOLON das Kursziel von 10 EUR und das "kaufen"-Anlageurteil. (Analyse vom 17.05.2011) (18.05.2011/ac/a/nw)




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