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LUDWIG BECK Umsatzentwicklung über Marktwachstum 26.04.2011
GBC AG
Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der GBC AG, Felix Gode und Philipp Leipold, stufen die Aktie von LUDWIG BECK (ISIN DE0005199905 / WKN 519990) unverändert mit "kaufen" ein.
Die Konsumstimmung in Deutschland bewege sich derzeit auf einem hohen Niveau. Der GfK-Konsumklimaindex indiziere mit einem Wert von 5,9 Punkten eine Konsumneigung der Deutschen, die in dieser Ausprägung seit vielen Jahren nicht mehr habe beobachtet werden können. Das gleiche gelte auch für den deutschen Textileinzelhandel. Der Start ins neue Jahr sei mit einem Zuwachs bei den Umsatzerlösen im Januar um 10% sei äußerst dynamisch verlaufen. Jedoch habe die starke Entwicklung nicht über das gesamte ersten Quartal beibehalten werden können.
Während im Februar noch ein Plus von 2% zu verzeichnen gewesen sei, sei im März ein Rückgang um 4% verbucht worden. Dies sei unter anderem auf das fehlende Ostergeschäft zurückzuführen, das in diesem Jahr überwiegend in den April falle. Zudem sei zu berücksichtigen, dass der März im Vorjahr besonders stark ausgefallen sei und der Vergleich auf dem entsprechend hohen Niveau ausfalle.
Insgesamt sei das erste Quartal im deutschen Textileinzelhandel damit auf einem unveränderten Niveau geblieben. Auf den weiteren Jahresverlauf gesehen sei die Branche weiterhin optimistisch gestimmt. Nicht nur werde für 2011 ein Plus beim Privaten Konsum insgesamt von 1,5% erwartet (Quelle: GfK), auch der Start des deutschen Textileinzelhandels in das zweite Quartal sei wieder sehr vielversprechend verlaufen. In den ersten zwei Wochen des April hätten Umsatzzuwächse um 4%, respektive 9%, verzeichnet werden können.
In Q1/2011 habe die LUDWIG BECK AG Bruttoumsatzerlöse in Höhe von 22,0 Mio. EUR erwirtschaftet. Dies entspreche einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal. Dabei sei jedoch zu beachten, dass der Rückgang der Umsatzerlöse darin begründet liege, dass im vergangenen Jahr vier Filialen geschlossen worden seien und somit in Q1/2011 keine Umsatzbeiträge mehr geliefert hätten. Diesen Aspekt berücksichtigt, habe sich ein flächenbereinigtes Wachstum um +3,9% ergeben. Deutlich werde das Wachstum auch bei der Betrachtung der durch das Stammhaus am Marienplatz erzielten Umsatzerlöse. Hier sei eine Steigerung um +3,6% auf 20,4 Mio. EUR erreicht worden.
Insgesamt seidie Steigerung der Umsatzerlöse damit deutlich überproportional zur Marktentwicklung verlaufen, die in Q1/2011 flach verlaufen sei. Einmal mehr werde damit die besondere Marktstellung der LUDWIG BECK AG deutlich. Dabei gelte auch zu berücksichtigen, dass das erste Quartal traditionell das schwächste im Jahresverlauf sei, womit dem Wachstum um +3,9% eine nochmals verstärkt positive Bedeutung beigemessen werden müsse.
Im GJ 2010 habe die LUDWIG BECK AG erstmalig in der Firmengeschichte einen positiven Jahresüberschuss in Q1 erzielt. Hierbei hätten sich die Effizienzsteigerungsmaßnahmen der vorherigen Jahre sowie die konsequente Umsetzung der Trading-up-Strategie bemerkbar gemacht. Nun habe diese positive Entwicklung wiederholt und erneut ein Periodenergebnis in Q1 in Höhe von 0,1 Mio. EUR erreicht werden können (Q1/2010: 0,1 Mio. EUR). Damit werde die nachhaltige Wirkung der umgesetzten Maßnahmen deutlich.
Die steigende Ertragsstärke werde bei einem Blick auf die EBIT- und EBIT-Margenentwicklung der vergangenen Jahre besonders deutlich. So habe in den letzten Jahren eine sukzessive Steigerung des EBIT in Q1 erzielt werden können. Während das EBIT in Q1/2006 noch nahezu ausgeglichen sei, habe dieses nun bei 0,8 Mio. EUR bzw. einer EBIT-Marge von 4,2% gelegen. Bereinige man dieses Ergebnis um Sondereinzelkosten in Höhe von 0,7 Mio. EUR, welche in Q1 aufgrund des 150-jährigen Firmenjubiläums angefallen seien (Bonuszahlungen an Mitarbeiter und Kosten für die Jubiläumsfeier), hätte das bereinigte EBIT in Q1/2011 sogar bei 1,5 Mio. EUR gelegen, was einer bereinigten EBIT-Marge von 6,8% entspreche.
Insgesamt sei über die vergangenen Jahre hinweg eine klar steigende Ergebnisqualität zu beobachten gewesen. Dieser Trend habe sich auch in Q1/2011 eindrucksvoll fortgesetzt. Sowohl die operativen Kostenpositionen als auch das Finanzergebnis hätten weiter verbessert werden können. So habe die LUDWIG BECK AG trotz einem durch die Filialschließungen bedingt niedrigeren Umsatz sowie Aufwendungen im Rahmen des Jubiläumsjahres in Höhe von 0,7 Mio. EUR einen Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau erreicht.
Mit der Vorlage der starken Zahlen für das Q1/2011 sehe man die LUDWIG BECK AG klar im Rahmen der Analystenprognosen. Diese belasse man damit unverändert und gehe weiterhin von einem flächenbereinigtem Wachstum um 4% aus. Aufgrund der bereits erfolgten Filialschließungen sowie die geplante weitere Schließung der Filiale Augsburg im April 2011 sollte das Umsatzniveau insgesamt leicht unterhalb des Vorjahres ausfallen. Das gleiche gelte für das EBIT, das in 2011 durch Sonderaufwendungen einmalig belastet werde. Der Jahresüberschuss sollte hingegen dennoch aufgrund eines niedrigeren Zinsaufwandes gegenüber 2010 verbessert ausfallen.
Insgesamt bestätigen die Analysten der GBC AG damit auch das Kursziel von 25 EUR sowie das Rating "kaufen" für die Aktie von LUDWIG BECK. Das Kurspotenzial für die Aktie errechne sich entsprechen mit über 20%. (Analyse vom 26.04.2011) (26.04.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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