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DEAG entfacht sich eine Bieterschlacht?


16.03.2011
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen in der DEAG-Aktie (ISIN DE000A0Z23G6 / WKN A0Z23G) investiert zu bleiben und an schwachen Tagen zuzukaufen oder für nicht investierte Anleger, neu einzusteigen.

Der Konzertveranstalter aus Berlin habe das Jahr 2010 erfolgreich abgeschlossen. "Wir sind mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2010 sehr zufrieden und konnten ein starkes Schlussquartal verzeichnen", sage Vorstandschef Peter Schwenkow im Gespräch mit "TradeCentre.de". Nach den Schätzungen der Experten dürfte das Unternehmen rund 120 Millionen Euro umgesetzt und ein EBIT zwischen 6,5 und 7 Millionen Euro erzielt haben. Pro Aktie würden sie mit einem Gewinn zwischen 10 und 15 Cent oder einem Gewinn von bis zu 1,6 Millionen Euro rechnen.

Für das Jahr 2011 zeige sich der CEO zuversichtlich, den Umsatz und vor allem den Gewinn deutlich zu steigern. "Unser Ziel ist den Gewinn kräftig zu steigern. Unsere Pipeline ist voll und wir sind auf einem sehr guten Wege". "TradeCentre.de" erwarte ein Umsatzplus auf circa 130 Millionen Euro. Das EBIT könnte sich auf 8 bis 9 Millionen Euro belaufen. Unterm Strich würden die Experten einen Profit von circa 20 Cent oder 2,5 Millionen Euro erwarten. Schwenkow strebe für das Geschäftsjahr 2011 erstmals die Ausschüttung einer Dividende an.

Nicht nur operativ sei Musik drin, sondern auch in das Grundstücksthema rund um die Jahrhunderthalle in Frankfurt könnte Musik reinkommen. Sobald eine Genehmigung für den Bauvorbescheid vorliege, könne DEAG einen Vertrag mit der Edeka-Gruppe realisieren. "Die Chancen für eine Realisierung in den nächsten Quartalen sind in den vergangenen Monaten von 20 auf 50 Prozent gestiegen", ergänze Schwenkow. Das Areal verfüge über eine Fläche von 120.000 Quadratmeter. 20.000 davon sollten in den Besitz von Edeka gehen. In der Bilanz stehe die Fläche mit über 8 Millionen Euro drin. Sorgen um Sonderabschreibungen mache sich der CEO keine. "Das Grundstück ist unsere Sparbüchse und konnte sich im Wert in den letzten zehn Jahren steigern". Vermutlich sei die Fläche inzwischen mehr als doppelt so viel wert.

DEAG habe sich in den vergangenen Jahren eine strategisch bedeutende Position aufgebaut. Im Bereich Klassik kooperiere das Unternehmen mit Sony (ISIN JP3435000009 / WKN 853687). "Klassik entwickelt sich sehr stark und wir ernten inzwischen die Früchte gemeinsam mit unserem Partner. Unsere Konzertpipeline für 2011 ist sehr vielversprechend", sage Schwenkow. Was für die klassische Musik gelte, funktioniere auch recht erfolgreich mit DEAG Gold. Sony setze hier gemeinsam mit den Berlinern auf die Volksmusik. Die Beteiligung an Good News laufe ebenfalls rund.


Spannend könnte nunmehr auch die zehnprozentige Beteiligung an Ticketmaster (ISIN US88633P3029 / WKN A0Q743) werden. DEAG sei nicht nur an der Firma beteiligt, sondern profitiere auch vom Verkauf der Tickets über diese Plattform. "Durch einen neuen Vertrag mit Ticketmaster, haben wir erheblich bessere Konditionen vereinbaren können. Das wird sich im Ergebnis für 2011 deutlich niederschlagen", erkläre der Firmenchef.

Durch die starke Marktstellung sei DEAG inzwischen sehr wertvoll für die Musik- und Entertainment-Branche geworden. "Unsere Arbeit zahlt sich aus und andere Unternehmen werden dadurch auf uns aufmerksam". DEAG könnte dann früher oder später aufgekauft werden. Nach Erachten der Experten sei Sony der logische Aufkäufer. Sony könne DEAG gut gebrauchen, da das Geschäft mit Tonträgern immer weiter in den Keller rutsche. Aber auch der US-Konzern Live Nation (ISIN US5380341090 / WKN A0H0VZ) dürfte sich für die Gesellschaft interessieren. Durch den deutlichen Ausbau des Ticketgeschäfts über Ticketmaster sei Live Nation mit DEAG verbandelt und könne sich zusätzlich über profitables Live-Geschäft ergänzen.

Ein weiterer Interessent für DEAG sei vermutlich auch der Schweizer Ringier Verlag. Die Eidgenossen würden DEAG bestens kennen, da sie den Rest der Anteile am Tourenveranstalter Good News halten würden. Good News stehe jedenfalls als Einzelstück nicht zum Verkauf, betone Schwenkow. Der Ringier Verlag habe jüngst kommuniziert, dass das Unternehmen ins Entertainment-Geschäft einsteigen wolle. DEAG würde gut passen, zumal dann die Good News vollständig konsolidiert werde.

Summa summarum könnten sich drei Gesellschaften für die Firma interessieren. Profiteure seien die Aktionäre. Eine Bieterschlacht um DEAG wirke sich in steigende Kurse aus. Unverändert seien die Experten aber der Auffassung, das Sony aufgrund der Zusammenarbeit und Beteiligung bei Klassik und Volksmusik der beste Aufkaufkandidat sei. Interesse von Dritten dürfte eine Übernahme indes teurer machen. Fakt sei, dass es bei DEAG in diesem Jahr sehr spannend werden könne.

Die Kaufempfehlungen der Experten bei DEAG im April 2010 bei Kursen um 1,80 Euro und August bei Kursen um 2,20 Euro hätten sich bereits bestens bezahlt gemacht. In der Spitze liege das Kursplus bei über 50 Prozent.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten in der DEAG-Aktie investiert zu bleiben und an schwachen Tagen zuzukaufen oder für nicht investierte Anleger, neu einzusteigen. Ihr Kursziel für sechs bis zwölf Monate liege bei 3,30 bis 3,80 Euro. (Analyse vom 16.03.2011) (16.03.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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