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XING Newsflow durch Erfolg von Facebook belastet? 18.02.2011
Montega AG
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Monetaga AG, Alexander Braun, rät in seiner Ersteinschätzung zum Verkauf der XING-Aktie (ISIN DE000XNG8888 / WKN XNG888).
XING zähle mehr als 10 Mio. Nutzer weltweit. Das Unternehmen berichte in den drei Segmenten "Subscription", "E-Recruiting" und "Advertising". Im Kerngeschäft (Subscriptions) seien die Wachstumsaussichten durch die Fokussierung auf die DACH-Region nach Erachten der Analysten beschränkt. Die Nettozuwächse bei den zahlenden Premiumkunden hätten (auch bedingt durch die Funktionserweiterungen in den Basismitgliedschaften) zuletzt nicht überzeugen können: Q4/2009: +24 Tsd. Premiummitglieder, Q1/2010: +21 Tsd. Premiummitglieder, Q2/2010: +10 Tsd. Premiummitglieder, Q3/2010: +15 Tsd. Premiummitglieder und Q4/2010e: +13 Tsd. Premiummitglieder.
Dieses Segment sei für rund 80% des Konzernumsatzes verantwortlich. Positive Zahlen hätten im Segment E-Recruiting vorgelegt werden können. Der Umsatz mit kostenpflichtigen Jobanzeigen sei zuletzt dynamisch gestiegen (von 1,04 Mio. Euro in Q3/2009 auf 1,9 Mio. Euro in Q3/2010). Zugleich sei das Sales-Team deutlich vergrößert worden (von 2 MA in 2009 auf aktuell 9 MA). Dieser Bereich sei ein Wachstumstreiber für XING.
Getrieben von einer regelrechten Facebook-Euphorie seien soziale Netzwerke zuletzt vermehrt in den Fokus vieler Investoren gerückt. XING habe hiervon profitieren und einen beeindruckenden Kursanstieg verzeichnen können (+26% in den letzten drei Monaten). Das Sentiment für XING könnte sich jedoch schon bald verschlechtern. Facebook gewinne rasant Marktanteile und stoße in Bereiche vor, die viele Marktteilnehmer zuvor bei XING gesehen hätten.
Bisher habe es eine strikte Trennung zwischen Private (Facebook, studiVZ) und Business Networking (XING, LinkedIn) gegeben. Zunehmend komme es aber zu einer Vermischung bzw. Verlagerung zum größten Anbieter Facebook (weltweit über 600 Mio. Nutzer). Im Jobbereich, der bisher vor allem bei Anbietern wie XING und LinkedIn angesiedelt gewesen sei, seien klare Tendenzen zu erkennen, die auf eine zunehmende Konkurrenz durch FB schließen lassen:
Der Dienst BranchOut verwandle die Plattform in ein Karriereportal. Nutzer des kostenlosen Dienstes könnten Profildaten eingeben oder diese aus ihrem Businessnetzwerk importieren (bisher lediglich für LinkedIn verfügbar). Daneben könnten sie für andere eine Referenz abgeben und diese auf Wunsch via Twitter verbreiten. BranchOut zeige zudem an, wo Facebook-Kontakte und deren Freunde arbeiten würden und biete einen Stellenmarkt. Die Anwendung sei für Nutzer kostenlos und finanziere sich analog zu XING über kostenpflichtige Jobanzeigen von Personalvermittlern/-recruitern (Basic-Listing frei; Premium-Listing: 99 USD).
Auch wenn derartige Anwendungen mit den Funktionen auf XING nicht immer vergleichbar seien, zeige die zunehmende Akzeptanz wie schnell die Entwicklung in diesen Bereichen voranschreite. Facebook habe nach Erachten der Analysten das Potenzial, auch Businessnetzwerken wie XING vermehrt Marktanteile abzunehmen - und zwar in allen Bereichen. Dabei würden diese spezialisierten Entwickler von der Öffnung Facebooks für externe Anbieter profitieren. Diese würden die riesige Reichweite der Community nutzen und könnten so in kürzester Zeit große Nutzergruppen aufbauen.
XING habe seinen Wachstumszenit nach Erachten der Analysten überschritten. Die Konkurrenz durch Facebook sei groß. Eigenständige Softwareanbieter, die die Facebook-Plattform nutzen würden, würden bereits in den "Business-Bereich" vorstoßen. Aus Sicht der Analysten könnte dies die Realisierung der Wachstumspläne von XING erheblich erschweren. Die Aktie sei - trotz der Korrektur in den letzten Wochen - weiterhin "zu teuer".
Die Analysten der Monetga AG raten die XING-Aktie zu verkaufen, das Kursziel sehen sie bei 36 EUR. (Analyse vom 18.02.2011) (18.02.2011/ac/a/nw)
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