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VERBIO Biogas und Rechtsverordnung sind ab 2011 Ergebnistreiber 03.01.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Warburg Research, Stephan Wulf, stuft die VERBIO-Aktie (ISIN DE000A0JL9W6 / WKN A0JL9W) unverändert mit "kaufen" ein.
Die Gesetzesänderungen würden deutsche Biokraftstoffproduzenten unterstützen: Das Beimischen von Bioethanol sei bis Ende 2010 in Deutschland durch die Kraftstoffqualitätsverordnung auf nur 5% begrenzt gewesen. Ab Januar 2011 werde dieses Niveau auf 10% angehoben und deutsche Tankstellen würden an neuen Zapfsäulen E10 anbieten.
Zudem werde internationalen Wettbewerbern mit einem weniger nachhaltigen Produktionsprozess der Einstieg in den deutschen Biokraftstoffmarkt ab Januar 2011 durch die Nachhaltigkeitsverordnung deutlich erschwert. Für deutsche Biokraftstoffproduzenten sei dies positiv, da sie in der Vergangenheit durch B99-Importe aus den USA oder brasilianischem Bioethanol stark belastet worden seien. Beide Gesetzesänderungen dürfen sich ab 2011 positiv auf Biokraftstoffvolumen- und preise (besonders Bioethanol) auswirken.
Das Regulierungsregime werde sich ab 2015 weiter strukturell verändern, da die obligatorische Beimischungsquote dann nicht mehr durch den Energiegehalt, sondern durch das Potenzial zur CO2-Minderung bestimmt werde. Hierdurch werde auch die Preisbildung von Biokraftstoffen beeinflusst. Hieraus würden sich niedrige Preise für Biokraftstoffe mit einem geringen Potenzial zur CO2-Minderung und hohe Aufpreise für Biokraftstoffe mit hohen Entkarbonisierungsraten ergeben. Hieraus sollte ein deutlicher Preisanstieg bei VERBIOs Biokraftstoffe resultieren, da der integrierte Ansatz von Bioethanol/Biogas zu einer CO2-Minderung von etwa 80% führe. Dieser Wert sei deutlich höher als bei VERBIOs Wettbewerbern.
VERBIO werde außerdem in 2011 Vorteile aus seinen Ende 2010 gesteigerten Biogaskapazitäten ziehen. Da VERBIOs Biogas aus Resten der Bioethanolproduktion hergestellt werde, profitiere das Unternehmen von einer konkurrenzlosen Niedrigkostenbasis, wodurch das Unternehmen neue Profitabilitätsniveaus erreiche. Der Umfang von VERBIOs Biogasgeschäft (momentan 60 MW, 125 MW ab 2013) eröffne zudem vollständig neue Vertriebskanäle, die für eine durch kleinere Biogasproduzenten dominierte Industrie bislang unzugänglich gewesen seien. Man erachte zum Beispiel das Marketing von Bioethanol als Ersatz für Erdgas im Mobilitätsmarkt als extrem attraktiv.
Angesichts des verbesserten regulatorischen Umfelds ab 2011 und den Vorteilen aus Verbios Biogasproduktion erwarte man ab 2011 ein eindrucksvolles Ergebnismomentum. Das EBIT dürfte sich in 2011 auf EUR 17,2 verdoppeln. Bei VERBIOs neuem Geschäftsbereich würden die Analysten jedoch an ihrem verhaltenen Ansatz festhalten, da sie einen Biogas-Output von nur 250 Gwh erwarten würden. Dies indiziere eine Auslastung von nur 48% und liege deutlich unter der Guidance des Unternehmens von 300 GWh. Man erwarte bis 2013 eine erneute Verdopplung des EBITs des Unternehmens auf EUR 36 Mio. Dies werde bereits das Ergebnis der erweiterten Biogaskapazitäten und einer vernünftigen Nutzung der bestehenden Kapazitäten sein (man schätze etwa 81%).
Angesichts der beschriebenen regulatorischen Änderungen ab 2015 erwarte man in diesem Zeitraum einen erneuten Ergebnissprung, der dann auch durch den Biodieselbereich getragen werde. Unter Berücksichtigung all dieser Effekte ergebe sich ein neuer Fair Value von EUR 6,30, woraus ein Kurspotenzial von mehr als 40% resultiere.
Die Kaufempfehlung der Analysten von Warburg Research für die VERBIO-Aktie wird bestätigt. Das Kursziel werde von EUR 5,50 auf EUR 6,30 erhöht. (Analyse vom 03.01.2011) (03.01.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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