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PSI weiterhin hohe Umsatz- und Ergebnisdynamik 15.12.2010
GBC AG
Augsburg (aktiencheck.de AG) - Felix Gode und Philipp Leipold, Analysten der GBC AG, stufen die PSI-Aktie (ISIN DE000A0Z1JH9 / WKN A0Z1JH) unverändert mit "kaufen" ein.
In den ersten neun Monaten 2010 habe sich die PSI AG weiterhin dynamisch entwickelt. Die Umsatzerlöse hätten um 13,4% auf 113,50 Mio. EUR zugelegt. Dabei habe das Segment Produktionsmanagement mit 48,73 Mio. EUR wie bereits im Vorjahreszeitraum den größten Umsatzbeitrag geleistet. Das stärkste relative Wachstum sei jedoch im Bereich Infrastrukturmanagement ausgewiesen worden. Hier hätten die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen um +50% auf 19,7 Mio. EUR zugelegt. Hintergrund hierfür sei jedoch auch die Übernahme der malaysischen inControl Tech-Gruppe im Vorjahr.
Ergebnisseitig habe sich die gute Entwicklung ebenfalls fortgesetzt. So habe das EBIT um 16,9% auf 5,43 Mio. EUR zugelegt. Damit habe sich das EBIT überproportional zu den Umsatzerlösen verbessert, was eine leichte Steigerung der EBIT-Marge von 4,6% im Vorjahr auf 4,8% zur Folge gehabt habe. Dabei hätten insbesondere die Segmente Energiemanagement und Infrastrukturmanagement zu der Verbesserung beigetragen. Im Segment Produktionsmanagement habe das EBIT mit 0,2 Mio. EUR deutlich unter den Erwartungen und dem Vorjahreswert von 1,7 Mio. EUR gelegen. Im Rahmen eines Pilotprojektes mit der RAG Deutsche Steinkohle würden sich Aufwendungen in Höhe von rund 1,5 Mio. EUR belastend auswirken. Umsatzerlöse aus dem neuen Produkt für den Untertagebergbau seien hingegen erst im ersten Quartal des kommenden Jahres zu erwarten.
Des Weiteren hätten sich die Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation, insbesondere für die in 2009 übernommenen AIS und inControl, nach neun Monaten auf 1,2 Mio. EUR summiert. Nicht zuletzt habe sich in den ersten neun Monaten bemerkbar gemacht, dass während der weltweiten Wirtschaftskrise akquirierte Projekte nun abgeschlossen worden seien und diese einen entsprechend niedrigeren Margenbeitrag geleistet hätten.
Der operative Cashflow habe mit 4,87 Mio. EUR auf einem sehr hohen Niveau gelegen und nahezu die Größenordnung des EBIT erreicht. Dies zeige deutlich die weiterhin hohe Ergebnisqualität der PSI AG.
Mit den Neunmonatszahlen habe die PSI AG die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2010 bestätigt. Demnach gehe das Unternehmen weiterhin von Umsatzerlösen in Höhe von rund 160 Mio. EUR und einem EBIT von mindestens 10 Mio. EUR aus. Dies impliziere eine erwartete EBIT-Marge von 6,3%, was nicht nur einer Steigerung gegenüber den ersten neun Monaten entspreche, sondern auch gegenüber dem Geschäftsjahr 2009. Dabei sei zu beachten, dass in der Prognose einmalige Sonderaufwendungen aus den Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation sowie den Aufwendungen aus dem Pilotprojekt in Höhe von rund 3 Mio. EUR enthalten seien.
Für das Geschäftsjahr 2011 würden die Analysten davon ausgehen, dass Lizenzumsätze aus der Vermarktung des neuen Produktes für den Untertagebergbau zu deutlichen verbesserten Umsätzen und Ergebnissen im Segment Produktionsmanagement führen sollte. Insgesamt sollte die PSI AG in 2011 damit Umsatzerlöse in Höhe von 173,25 Mio. EUR erzielen, was einem erneuten Wachstum von 7,6% entspreche. Beim EBIT würden die Analysten für 2011 davon ausgehen, dass eine Größenordnung von 14,73 Mio. EUR erreicht werden könne, was einer EBIT-Marge von dann 8,50% entspreche. Alleine durch das Entfallen von Abschreibungen aus Kaufpreisallokation und Aufwendungen für das Pilotprojekt sollte ein positiver Ergebniseffekt von rund 3 Mio. EUR entstehen. Auch das Auslaufen margenschwacher Projekte werde einen ergebniserhöhenden Effekt haben.
Mittelfristig gesehen sei die Ziel-EBIT-Marge von 10% damit in greifbare Nähe gerückt und sollte schon 2012 erreicht werden können. Neben den guten Aussichten für das neue Produkt für den Untertagebergbau, für welches schon mehrere Anfragen vorliegen würden, sollte auch das Thema Smart Grid in den kommenden Jahren bestimmend sein. Der steigende Anteil erneuerbarer Energien mache z.B. eine stärkere Automatisierung der Stromnetze notwendig, wofür PSI über entsprechende Lösungen verfüge.
Die bilanzielle Situation der PSI AG sei weiterhin sehr solide. So betrage die Eigenkapitalquote 44,4% und die verzinslichen Darlehen würden sich auf insgesamt 3,18 Mio. EUR belaufen. Demgegenüber seien liquide Mittel in Höhe von 18,93 Mio. EUR vorhanden.
Nach dem starken Kursanstieg der letzten Monate sei das Bewertungsniveau der PSI AG inzwischen ambitioniert. So belaufe sich das Kurs/Buchwert-Verhältnis auf 4,1 und das 2011er Kurs/Gewinn-Verhältnis liege auf Basis der Analystenschätzungen bei 25. Dabei sei jedoch zu berücksichtigen, dass die PSI AG auch während der Krise hinweg eine sehr starke Entwicklung aufgezeigt und Umsatzerlöse und Ergebnisse gesteigert habe. Auch jetzt, mit der allgemeinen konjunkturellen Erholung, entwickle sich das Unternehmen weiterhin gut und verbessere die Ergebnisse und Ergebnisqualität stetig. Auf Sicht des Geschäftsjahres 2010 sollte eine Kapitalrendite von (ROCE) von über 30% erzielt werden können. In den kommenden zwei Geschäftsjahren könnte diese Kenngröße mit erhöhten Margenniveaus nochmals höher ausfallen.
Daher bestätigen die Analysten der GBC AG für die PSI-Aktie ihr Rating "kaufen" und sehen ein weiteres Potenzial für die Aktien von rund 15%. (Best of Software/IT/Medienstudie vom 07.12.2010) (15.12.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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