|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
SOLON Wiederauferstehung im Systemgeschäft 12.11.2010
SRH AlsterResearch
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Oliver Drebing, stuft die SOLON-Aktie (ISIN DE0007471195 / WKN 747119) weiterhin mit "kaufen" ein.
Für Q3 sei es im Gegensatz zum unmittelbaren Vorquartal nicht gelungen, ein operatives Ergebnis (EBIT) mit positivem Vorzeichen auszuweisen. Tatsächlich habe SOLON ein Quartals-EBIT von -3,1 Mio. EUR berichtet (Q2/2010: +4,3 Mio. EUR). Das war's dann - mit Negativsignalen, so die Analysten von SRH AlsterResearch. Ansonsten sei SOLON in einer Verfassung, die so gut sei wie seit langem nicht. Denn im Systemgeschäft verzeichne SOLON eine Wiederauferstehung. Die Projekttätigkeit in Italien habe den Anteil am Q3-Umsatz auf 46% heraufkatapultiert. Und im laufenden Quartal werde sich diese Tendenz fortsetzen.
Für das schwachmargige Komponentengeschäft würden dabei so wenige Module wie möglich vorgehalten. Ein Rückblick: 2009 habe zunächst der Markteinbruch das Projektgeschäft auf den internationalen Märkten (Spanien) zum Erliegen gebracht. Bei SOLON - in Deutschland nur im Rahmen des Komponentengeschäfts tätig - seien die Umsätze kollabiert. Als der deutsche Markt ab Herbst 2009 wieder stark angezogen habe, sei SOLON zurückgeblieben. Die lange ungeklärte Finanzierungssituation und die damit infrage stehende Solvenz des Unternehmens hätten potenzielle Kunden im Systemgeschäft abgeschreckt. Für SOLON sei ein "dead quarter" dem anderen gefolgt. Und genau diese Phase sei nunmehr vorbei (trotz des Verlusts von Statkraft als Referenzkunden).
Die Errichtung von Solarkraftwerken (Systemgeschäft) sei die Kernkompetenz des Unternehmens. Die baldige Rückkehr der Kraftwerksbauaktivitäten in eine Größenordnung, die SOLON auskömmliche Renditen ermöglicht habe, werde mit den jüngsten Meldungen immer wahrscheinlicher. Die Analysten würden gute Chancen bei Vertriebsaktivitäten mit Stoßrichtung auf Stromversorger und unabhängige Erzeuger in Italien, Frankreich, Großbritannien und den USA erkennen. Der Teil der Wertschöpfungskette, der das Unternehmen in den letzten Quartalen über die Runden getragen habe, also der Abverkauf von Modulkomponenten an Installateure und Großhandel, stelle im Geschäftsmodell nur eine Ergänzung dar, um Auslastungen zu glätten und um auf hohe Einkaufsvolumina zu kommen.
Dafür verantwortlich, dass SOLON in Q3 zunächst wieder ein negatives EBIT habe vermelden müssen, sei eine Bruttomarge unterhalb des Niveaus der vorangegangen Quartale, da die Abarbeitung des endlich wieder angezogenen Projektgeschäfts mit einem Vorlauf verbunden sei. Zudem habe eine Rückstellung über 4,5 Mio. EUR für ein italienisches Altprojekt gebildet werden müssen. In dieser Sache stehe eine rechtliche Auseinandersetzung an, mit laut Management guten Erfolgsaussichten der Berliner. Für das Gesamtjahr 2010 strebe SOLON ein ausgeglichenes Ergebnis auf EBIT-Ebene an und setze sich damit für Q4 ein Ergebnisziel von zumindest 5 Mio. EUR. Die Analysten würden das Gesamtjahres-EBIT auf +3 Mio. EUR schätzen (bisher: +7 Mio. EUR).
Auf die künftige Entwicklung der Verschuldungssituation, die die Bewertung des Unternehmens präge, würden die Analysten in einer nachfolgenden Kommentierung ebenso eingehen wie auf die Werthaltigkeit der Beteiligungen (Dünnschicht, Solarzellen) und Forderungen gegen Beteilungsunternehmen. Die seit ihrer Erstkommentierung der Gesellschaft (5. November 2009) vorgelegten Geschäftsberichte hätten eine Ermäßigung des Buchwertes je Aktie von 21,37 EUR (Stand 30. Juni 2009) auf jetzt 6,53 EUR dokumentiert, insbesondere weil Engagements außerhalb des Kerngeschäfts hätten wertberichtigt werden müssen.
Die Analysten von SRH AlsterResearch bestätigen das Anlageurteil "kaufen" für die SOLON-Aktie sowie das Kursziel von 10 EUR. Auf Sicht eines Zeitraums von zwei Jahren würden sie SOLON für eines der wenigen deutschen Solarunternehmen halten, die von dem Wandel der Marktgegebenheiten profitieren würden. (Analyse vom 12.11.2010) (12.11.2010/ac/a/nw)
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|