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Borussia Dortmund finanzieller Verlust aber sportlicher Höhenflug 08.10.2010
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Sebastian Hein, stuft die Aktie von Borussia Dortmund (ISIN DE0005493092 / WKN 549309) unverändert mit "halten" ein.
Sportlich befinde sich Borussia Dortmund aktuell auf einem Höhenflug. In der Bundesliga belege die Mannschaft nach sieben Spieltagen Platz 2. Der Verein weise bereits sechs Siege, und erst eine Niederlage auf. Die Saison sei zwar noch in einem frühen Stadium, aber der sportliche Aufwärtstrend sei sichtbar. Nach Platz 13 in der Saison 2007/08 und dem knappen Verfehlen der Europa League Qualifikation 2008/09 (Platz 6), habe in der vergangenen Saison Platz 5 erreicht werden können, der in Verbindung mit dem Sieg über Qarabag Agdam (Aserbaidschan) das Erreichen der Gruppenphase in der Europa League bedeutet habe. Borussia Dortmund belege hier nach einem Sieg und einer Niederlage Platz 3 in der Vierergruppe und habe weiterhin eine aussichtsreiche Position, um die kommende K.o.-Runde zu erreichen.
Der sportliche Erfolg gehe weiterhin mit einer maßvollen Investitionspolitik einher. Die finanziellen Möglichkeiten seien durch die verbliebenen Altlasten begrenzt, eine Notwendigkeit, Leistungsträger zu verkaufen, bestehe dennoch nicht. Borussia Dortmund habe sich in den letzten Jahren sukzessive eine zukunftsfähige, junge Mannschaft aufgebaut und Spielerwerte geschaffen. Beispielhaft seien hier Lucas Barrios, Neven Subotic und Nuri Sahin genannt, deren Marktwerte signifikante Erlöspotenziale bieten würden. Es sei davon auszugehen, dass die Gesellschaft auch in Zukunft versuchen werde, sportlichen Erfolg und wirtschaftliche Vernunft in Einklang zu bringen. Dies könne bedeuten, dass bei entsprechend attraktiven Angeboten auch ein Verkauf dieser Spieler denkbar sei.
Das abgelaufene Geschäftsjahr sei mit einem Verlust von 2,8 Mio. EUR (Vj.: -2,9 Mio. EUR) abgeschlossen worden. Damit sei die Unternehmensprognose, ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen zu wollen, nicht erreicht worden. Folgende Gründe seien hierfür anzuführen: Die Auswirkungen der Finanzkrise seien zwar begrenzt gewesen, hätten aber dennoch die Umsätze im Bereich Sponsoring geschmälert. Die Transfererlöse seien begrenzt gewesen; der Transfer von Nelson Valdez (knapp 4 Mio. EUR) sei erst kurz nach Geschäftsjahresende erfolgt.
Ein Blick auf die Erlösstruktur (im Folgenden auf Konzernebene) zeige aber darüber hinaus, dass trotz der wirtschaftlichen Verwerfungen eine vergleichsweise stabile Entwicklung zu verzeichnen sei. Im Ticketing habe ein Plus von 1,2 Mio. EUR (+5,5%) auf 23,4 Mio. EUR erzielt werden können, was auf steigende Einnahmen im Bundesligaspielbetrieb zurückzuführen sei.
Borussia Dortmund sei mit einem Zuschauerschnitt von 76.441 und rund 50.000 verkauften Dauerkarten erneut Ligaspitzenreiter gewesen. Die Einnahmen aus nationalen und internationalen Pokalwettbewerben seien hingegen rückläufig gewesen.
Die Bereiche Sponsoring (-1% auf 38,9 Mio. EUR) und TV-Vermarktung (-6% auf 21,1 Mio. EUR) seien im Jahresvergleich rückläufig gewesen. In der TV-Vermarktung sei dies in erster Linie auf das in 2009/10 fehlende Supercup-Spiel sowie das fehlende internationale Spiel zurückzuführen (-1,1 Mio. EUR). Aus Transfers - im wesentlichen Alexander Frei - seien 4,9 Mio. EUR erlöst worden(Vj.: 11,5 Mio. EUR). Nahezu identisch sei die Erlösentwicklung im Bereich Catering/Sonstiges (-1% auf 12,6 Mio. EUR) gewesen.
Das Management gehe davon aus, in den kommenden beiden Geschäftsjahren ein positives Jahresergebnis zu erzielen. Im Geschäftsmodell inhärent sei dabei eine verbleibende Unsicherheit durch die bestimmende Abhängigkeit der Finanzzahlen vom sportlichen Erfolg.
Im laufenden Geschäftsjahr würden durch das Erreichen der Europa League Erlöse erzielt, die in Verbindung mit den Transfererlösen bis dato (im wesentlichen Nelson Valdez mit knapp 4 Mio. EUR) zu deutlich steigenden Umsätzen führen sollte. In Verbindung mit dem implementierten Kostencontrolling sollten deutliche Ergebniseffekte sichtbar werden.
Die Analysten hätten ihre Schätzungen für die kommenden beiden Geschäftsjahre deutlich nach oben angepasst und würden für 2011/12 erneut mit der Europa League Teilnahme (Gruppenphase) kalkulieren. Eine Champions League Teilnahme würde erhebliches Upside-Potenzial bieten; gleiches gelte für Transfererlöse. Ebenso bestehe natürlich andererseits Downside-Potenzial bei einem Verpassen der Europa League Qualifikation.
Borussia Dortmund habe zwar rote Ergebniszahlen für 2009/10 vorgelegt, liege aber sportlich derzeit deutlich über Plan. Die Europa League treibe die Erlöse, sodass unter dem Strich, wie von der Gesellschaft avisiert, in den kommenden beiden Geschäftsjahren ein Plus erwirtschaftet werden sollte.
Anhand ihres DCF-Modells gelangen die Analysten vom Bankhaus Lampe zu dem Anlageurteil "halten" für die Borussia Dortmund-Aktie mit einem von 1,05 EUR auf 1,40 EUR erhöhten Kursziel. (Analyse vom 08.10.2010) (08.10.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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