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XING TV-Werbespots sollen Wachstum beschleunigen 08.10.2010
Geldanlage-Report
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "Geldanlage-Report" sollte man bei der Aktie von XING (ISIN DE000XNG8888 / WKN XNG888) vor einem Kauf abwarten.
Es sei ruhig geworden um XING im letzten Jahr - zumindest an den Finanzmärkten. Doch nun melde sich das Online-Netzwerk mit dem Erreichen eines Meilensteins zurück: Zehn Mio. Kunden seien bei XING inzwischen Mitglied. Immerhin rund 700.000 davon seien bereit, dafür im Rahmen einer Premium-Mitgliedschaft auch Geld zu bezahlen.
Diese Quote könne sich durchaus sehen lassen. Als Faustregel gelte, dass Firmen mit derartigen Geschäftsmodellen ab einer Umwandlungsrate von fünf Prozent Geld verdienen könnten. Was den Experten bei XING ausgezeichnet gefalle, sei die erfolgreiche Etablierung neuer Erlösquellen.
Einerseits steige der Umsatz mit Werbung. Viel spannender würden die Experten aber das Wachstum im Bereich des Online-Recruitings finden. Die Idee, über eine Stellenbörse Jobs zu vermitteln, passe perfekt ins Profil eines auf Geschäftskontakte spezialisierten Online-Netzwerks.
Wie würden nun die konkreten Zahlen aussehen? Die Umsätze seien im ersten Halbjahr um 20 Prozent auf 25,9 Mio. Euro geklettert. Der Nettogewinn sei um 19,2 Prozent auf 2,6 Mio. Euro geklettert. Wichtig: Es habe keine Verwässerung durch Ausgabe neuer Aktien gegeben, so dass auch der Gewinn je Aktie um knapp 20 Prozent zugelegt habe.
Aktuelle Analystenschätzungen würden von einem noch deutlich besseren zweiten Halbjahr und damit einem Gewinn je Aktie von 1,39 Euro ausgehen. Damit würden sich für 2010 ein überraschend moderates KGV von 21 und eine prognostizierte EBIT-Marge von über 20 Prozent ergeben. Das heiße, vor Steuern und Zinsen würden pro umgesetzten Euro mehr als 20 Cent verdient. Damit sei XING hochprofitabel.
Ein neuer Schub könnte die erste TV-Kampagne von XING bringen. Mit dem Claim "Es hat XING gemacht" würden Spots auf den Sendern Sat.1, RTL, ProSieben sowie n-tv, N24 und Eurosport geschaltet.
Zudem würden neue, auf das Mobile Internet zugeschnittene Features, wie der virtuelle Handshake, eingeführt. So könnten sich Leute bei Begegnungen im realen Leben schnell via Handy auf XING miteinander verbinden. Die Standortbestimmung des Mobiltelefons erkenne, wenn sich zwei XING-Mitglieder zum Beispiel auf einer Konferenz gegenüberstünden. Die Verbindung sei dann mit einem Click möglich.
Die große Herausforderung für XING werde die Expansion im Ausland. Hier habe man bisher erst in Spanien und der Türkei ein nennenswertes Standing. In der Türkei seien es 980.000 Mitglieder, in Spanien über 1,5 Mio.
Trotzdem sei weltweit und vor allem im wichtigen englischsprachigen Raum der Konkurrent LinkedIn mit 75 Mio. Mitgliedern in 200 Ländern XING deutlich überlegen. Das dürfte die Wachstumsmöglichkeiten stark einschränken.
Im Gegenteil: XING müsse hier aufpassen, dass nicht mehr und mehr Mitglieder zu LinkedIn abwandern würden. Ein Phänomen, das aktuell im Bereich Social Networking bereits zu beobachten sei. Hier würden MySpace und StudiVZ bzw. meinVZ deutlich an Marktanteilen gegenüber Facebook verlieren.
Charttechnisch sehe die Aktie auf jeden Fall interessant aus. Die Bodenbildungsphase könnte nach dem jüngsten höheren lokalen Tief Anfang August im Bereich von 27 Euro langsam abgeschlossen werden. Ein Kaufsignal ergebe sich bei einem Überwinden der Marke von 30 Euro.
Vor einem Kauf der XING-Aktie sollte man abwarten, ob dieser Ausbruch gelingt, so die Experten vom "Geldanlage-Report". (Analyse vom 08.10.2010) (08.10.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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