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Air Berlin Zweifel an der Plausibilität und Wirtschaftlichkeit des Geschäfts


28.09.2010
Smart Investor

Wolfratshausen (aktiencheck.de AG) - Den Experten von "Smart Investor" zufolge, dürfte die Aktie von Air Berlin (ISIN GB00B128C026 / WKN AB1000) auf absehbare Zeit ein Verlustgeschäft bleiben.

Der Titel habe sich seit dem Börsengang im Jahr 2006 vor allem als ein astreiner Wertvernichter und beständiger Underperformer erwiesen. Vom Ausgabekurs bei 12 EUR seien heute gerade einmal noch etwas mehr als 3 EUR übrig. Hinzu komme eine nicht unerhebliche Verwässerung infolge umfangreicher Kapitalerhöhungen. Die von Firmenpatriarch Joachim Hunold forcierten Zukäufe früherer Wettbewerber (dba, LTU, zuletzt das City-Strechennetz von TUIfly) hätten für die Aktionäre bislang keinen Ertrag abgeworfen.


Auch dieses Jahr dürfte es mit einem nennenswerten Gewinn nichts werden. Von den letzten sechs Geschäftsjahren habe die Airline lediglich zwei mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Allein diese Betrachtung verdeutliche, dass grundsätzliche Zweifel an der Plausibilität und Wirtschaftlichkeit des Geschäftsmodells angebracht seien. Tendenziell steigende Kerosinpreise, Forderungen der Piloten und des Kabinenpersonals nach geregelten Arbeitszeiten sowie die von der Bundesregierung beschlossene Luftverkehrssteuer von bis zu 45 EUR je Ticket würden das Fliegen in Zukunft nicht unbedingt attraktiver machen. Hunolds Entscheidung, der Luftverkehrsallianz "oneworld" beitreten und zugleich das Langstreckennetz ausbauen zu wollen, könne auch als Eingeständnis verstanden werden, dass auf der Kurz- und Mittelstrecke kaum mehr Geld zu verdienen sei.

Mit der Aktie von Air Berlin sieht es ganz ähnlich aus: Sie dürfte auf absehbare Zeit ein Verlustgeschäft bleiben, so die Experten von "Smart Investor". (Ausgabe 10)
(28.09.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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