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Aktuelle Kursinformationen (XETRA)
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
86,00 € 86,60 € -0,60 € -0,69 % 21.04/10:08
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0007203705 720370 -   € -   €
 
 
 

SNP steuert neue Dimensionen an


27.09.2010
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten bei der Aktie von SNP (ISIN DE0007203705 / WKN 720370) zu Gewinnmitnahmen.

Heimlich, still und leise habe sich die Aktie des Heidelberger IT- und Softwarespezialisten mit Siebenmeilenstiefeln nach oben katapultiert. Die Krise sei an der Gesellschaft fast spurlos vorbeigegangen. Wer den Kaufhinweisen der Experten im Frühjahr und Herbst des Jahres 2008 gefolgt sei, habe den Einsatz in etwa vervierfachen können. Aktuell notiere die Aktie auf einem Rekordhoch von 75 Euro. Das Papier habe bereits auf einem hohen Niveau konsolidiert und könnte für den nächsten Schub bereitstehen.

SNP AG sei nicht aufzuhalten. Nicht einmal die Tatsache, dass 2010 wirtschaftlich lediglich ein Übergangsjahr werde, habe die Rally stark eingebremst. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hätten die Einnahmen bei knapp 10 Millionen Euro stagniert. Das EBIT habe sich um fast ein Viertel auf 1,36 Millionen Euro reduziert. Für das Gesamtjahr erwarte Finanzchefin Petra Neureither einen moderaten Umsatzanstieg und ein Ergebnis im Bereich des Vorjahresniveaus. Das würde einem Umsatz von mehr als 20 Millionen Euro, einem EBIT um die 4,7 Millionen Euro sowie einem Überschuss von mehr als 3 Millionen Euro entsprechen.

Das Zahlenwerk sei nicht schlecht, rechtfertige aber sicherlich nicht den kometenhaften Kursanstieg. Die Hoffnung der Investoren und des Unternehmens würden auf einer Softwarerevolution zur Standardisierung basieren. Name des Hoffnungsträgers: SNT Transformation Backbone oder kurz: SNP T-Bone. Das sei eine selbst entwickelte Lösung, die das Potenzial habe, den gesamten SAP-Transformationsmarkt nachhaltig zu verändern und effizienter zu gestalten. Es sei eine weltweit erste Lösung zur ganzheitlichen Steuerung von SAP-Transformationsprojekten mit einem hohen Automatisierungsgrad.

"Der Markt für unsere Lösung ist gigantisch. Sie ist am Markt einmalig und wir verspüren eine sehr hohe Nachfrage", sage Neureither. Nennenswerte Einnahmen aus T-Bone seien ab der zweiten Jahreshälfte zu erwarten. Ein Pilotprojekt mit ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) sei ausgezeichnet verlaufen.

Die Entwicklung der Software koste natürlich Geld. Im Jahr 2009 sei eine EBIT-Marge von 23,4 Prozent trotz Entwicklungskosten von knapp 2 Millionen Euro für T-Bone erreicht worden. Auch 2010 sei das Ergebnis belastet. Beispielsweise auch dadurch, dass SNP den Mitarbeiterbestand deutlich erhöht habe. "Es braucht etwas Zeit, bis die neu eingestellten Mitarbeiter das durchschnittliche Produktivitätsniveau erreichen, wodurch unser Ergebnis im ersten Halbjahr etwas schwächer ausgefallen ist. Wir nutzen das Jahr 2010 um die Strukturen für signifikantes Wachstum ab dem kommenden Jahr aufzubauen", so der CFO.


Aber auch Investitionen für Marketing und Werbung in Bezug auf T-Bone würden sich negativ im Ergebnis auswirken. Dennoch: Trotz eines Übergangsjahres wolle SNP erneut "solide" Dividenden ausschütten. Für 2009 sei inklusive eines Bonus 1,70 Euro je Aktie ausgeschüttet worden, bei einem Gewinn je Aktie von mehr als 3 Euro.

Ab 2011 erwarte Neureither ein für die kommenden vier bis fünf Jahre durchschnittliches Wachstum von 25 Prozent. Mittelfristig entspreche dies Einnahmen von mehr als 50 Millionen Euro. Die EBIT-Marge sollte beim angestrebten höheren Softwareanteil am Umsatz deutlich ansteigen. Aktuell resultiere circa ein Viertel der Erlöse aus Softwarelösungen. "Mittelfristig soll die Hälfte des Umsatzes aus Software erzielt werden". Strategisch sei SNP auf der Suche nach Partnern, die den Vertrieb des SNP T-Bones zusätzlich pushen würden. "Wir befinden uns in vielversprechenden Gesprächen und schauen uns nach einem großen, internationalen Partner um".

Das in 1994 gegründete Unternehmen setze in erster Linie auf organisches Wachstum. Dafür sei eine Kapitalerhöhung nicht notwendig. Aber auch Wachstum über Akquisitionen habe die Finanzchefin nicht ausgeschlossen. In diesem Zusammenhang könnte auch eine Kapitalerhöhung möglich sein. "Wir haben aktuell nichts auf dem Radar. Somit gibt es auch keine akuten Pläne für eine Kapitalmaßnahme".

Beim Blick auf den Kursverlauf der Aktie würde auch ein Übernahmeangebot nicht wirklich überraschen. Neureither winke allerdings ab. "Darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht und es hat auch niemand bei mir angefragt". Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen halte Neureither die Mehrheit an der Gesellschaft.

Ziel sei die Gesellschaft weiter zu entwickeln. "Ich bin viel zu jung, um das Unternehmen zu verkaufen". Das Vorstandsduo verstehe übrigens nicht nur etwas von Beratung- und Software, sondern auch vom Aktiengeschäft. Anstatt sich üppige Gehälter auszuzahlen oder ständig eigene Aktien zu verkaufen (die bisherigen Verkäufe würden sich in Grenzen halten), würden sich die Großaktionäre lieber ihre Extramarge über Dividenden holen. Ein gutes Beispiel für Vorstände in anderen Unternehmen, die gleichzeitig Großaktionäre seien.

Nach dem strammen Kursverlauf der SNP-Aktie bieten sich auch mal Gewinnmitnahmen an, so die Experten von "TradeCentre.de". Bei deutlichen Kursrücksetzern hingegen sei das Papier durchaus wieder interessant. (Analyse vom 27.09.2010) (27.09.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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