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GWB Immobilien dank Kostendisziplin Ergebniszuwachs auf Halbjahresbasis 21.09.2010
GSC Research
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, stuft die GWB Immobilien-Aktie (ISIN DE000A0JKHG0 / WKN A0JKHG) unverändert mit "halten" ein.
Nach dem für die GWB Immobilien AG sehr schwierig verlaufenen Geschäftsjahr 2009 habe sich bereits im ersten Quartal 2010 eine Erholungstendenz gezeigt, die sich in Q2 und somit auch auf Halbjahresbasis fortgesetzt habe.
Zwar hätten sich die Umsätze im ersten Halbjahr 2010 leicht um 6 Prozent auf 4,7 (Vj. 5,0) Mio. Euro ermäßigt. Die Ursache für diese Entwicklung habe in einem Rückgang der Mieteinnahmen gelegen. Nach Auskunft des Unternehmens sei man hier angesichts der konjunkturellen Lage in 2009 vielfach zu Zugeständnissen bei den Miethöhen gezwungen gewesen. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Herrmann sehe diese Entwicklung jedoch nun als abgeschlossen an und berichte von nachlassendem Preisdruck bei den jüngsten Mietpreis-Verhandlungen.
Trotz dieses leichten Umsatzrückgangs sei es dem Konzern jedoch gelungen, dank einer stringenten Kostendisziplin bei den vom Bauumfang unabhängigen Positionen Personal (1,2 / Vj. 1,3 Mio. EUR) und Sonstige betriebliche Aufwendungen (Marketing, Reisekosten, usw., 1,3 / Vj. 1,4 Mio. EUR) die Ergebniskennziffern erneut zu verbessern. Der vom Bauumfang abhängige Materialaufwand werde in der GuV systembedingt in der Ergebniswirkung zu 70 bis 85 Prozent von der entsprechenden positiven Gegenbuchung in den Bestandsveränderungen der Vorräte aufgefangen. Im ersten Halbjahr habe somit einem Materialaufwand von 3,3 (6,5) Mio. Euro eine positive Bestandsveränderung von plus 2,4 (+5,4) Mio. Euro gegenübergestanden.
So habe die GWB Immobilien AG das operative Ergebnis (EBIT) um 5 Prozent auf 1,5 (1,4) Mio. Euro steigern können. Das Periodenergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter habe sich zwar auf minus 0,5 (-1,1) Mio. Euro halbiert, aber aufgrund der mit minus 2,4 (-2,9) Mio. Euro noch immer hohen Zinsaufwendungen weiterhin im negativen Terrain verharrt. Laut Unternehmensangaben sei das Finanzergebnis jedoch durch die bilanzielle Anpassung der Bewertung eines Zinssicherungsgeschäftes um 0,3 Mio. Euro überzeichnet gewesen. Der Verlust je Aktie habe sich auf minus 8 (-21) Cent belaufen. Insgesamt habe der GWB-Halbjahresbericht nach Erachten der Analysten erfreuliche Stabilisierungstendenzen gezeigt.
Nach dem schwierigen Jahr 2009 habe sich das Geschäft der GWB Immobilien AG jetzt wieder normalisiert, was sich auch positiv in den nun gemeldeten Halbjahreszahlen bemerkbar gemacht habe. Nichtsdestotrotz würden die meist erst im Zuge der Erstellung des Jahresabschlusses durchgeführten Wertanpassungsbuchungen entscheidend sein für das Abschneiden des Unternehmens im Geschäftsjahr 2010. Hier habe die Interimsberichterstattung nur eine eingeschränkte Aussagekraft.
Vor diesem Hintergrund hätten die Analysten ihre Prognosen nochmals überarbeitet und in diesem Zuge gesenkt. Diese Vorgehensweise mache sich auch in ihrem Bewertungsmodell bemerkbar. Dieses sei nach wie vor sehr umfassend ausgestaltet, um trotz der kurzfristig bestehenden Herausforderungen für den Konzern die intakte Langfristperspektive nicht auszublenden.
Als Folge ihrer Schätzungsrevisionen würden die Analysten ihr Kursziel um 30 Cent auf 2 Euro reduzieren. Aus Vorsichtsgründen würden sie jedoch für den konservativen Anleger ihre Halteempfehlung beibehalten. Mit ausschlaggebend dafür sei die kurz- bis mittelfristig nicht gegebene Dividendenperspektive, die für Value-Investoren ein wichtiges Anlageargument darstelle.
Angesichts der absurd niedrigen Bewertung der GWB-Aktie könnten sich aber spekulativ eingestellte Anleger einige Stücke ins Depot legen, um auf eine positive Überraschung bei der Bewertung des Immobilienportfolios des Unternehmens im Jahresabschluss 2010 zu spekulieren.
Die Analysten von GSC Research bewerten die GWB Immobilien-Aktie nach wie vor mit "halten". (Analyse vom 21.09.2010) (21.09.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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