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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 8,20 € |
8,40 € |
-0,20 € |
-2,38 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005895403 |
589540 |
- € |
- € |
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Grammer Übernahmephantasie unbegründet 14.09.2010
Montega AG
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Montega AG stufen die Grammer-Aktie (ISIN DE0005895403 / WKN 589540) mit dem Anlagevotum "kaufen" ein.
Im Markt werde derzeit über eine Übernahme von Grammer und Polytec (ISIN AT0000A00XX9 / WKN A0JL31) mit anschließendem Merger der beiden Gesellschaften spekuliert. Während sich die Grammer-Aktie in den letzten 12 Monaten mehr als verdoppelt habe, falle nun die jüngste Outperformance der Aktie des mit einst 10% größten Aktionärs Polytec auf. Mittlerweile habe sich Polytec nach eigenen Angaben von sämtlichen Grammer-Aktien getrennt. Laut Berichten eines Börsenmagazins sei zumindest ein Teil der Aktien von einem Private Equity Investor erworben worden, der eine Fusion der beiden Zulieferer anstrebe. Während die Kursverläufe beider Titel diesem Gerücht durchaus Nahrung geben würden, entbehre ein Zusammenschluss aus Sicht der Analysten jeglicher operativen Logik.
In dem Artikel werde kolportiert, dass eine fusionierte Gesellschaft zu einem führenden Systemhersteller im automobilen Innenraumbereich aufsteigen könnte, was nach Erachten der Analysten nicht gegeben sei. Wenngleich die von Grammer hergestellten Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen durchaus komplementär zu den von Polytec produzierten Dachhimmeln und Türverkleidungen erscheinen würden, sprächen folgende Punkte gegen mögliche operative Synergien: Bei den jeweils angebotenen Produkten handle es sich lediglich um einzelne Komponenten im Interieur (keine Systeme), die relativ isoliert voneinander gekauft und montiert würden. Nahezu sämtliche Komponenten würden von unterschiedlichen Tier 2-Lieferanten bezogen, so dass kaum Skaleneffekte im Einkauf zu erwarten wären. Beide Unternehmen hätten einen hohen Kundenanteil im Premiumsegment, was bereits dadurch zum Ausdruck gekommen sei, dass beide Zulieferer durch die Abwrackprämie kaum beeinflusst worden seien. Insofern würden durch einen Zusammenschluss kaum neue Kundengruppen erschlossen werden.
Aus den genannten Gründen könnte ein fusioniertes Unternehmen keine kompletten Innenraumsysteme anbieten, so dass die Hauptmotive für einen Zusammenschluss (Bundling, besseres Pricing, Skaleneffekte im Einkauf und Produktion) hier nicht zur Geltung kommen würden.
Auch wenn ein Zusammenschluss beider Unternehmen eher unwahrscheinlich erscheine, sähen die Analysten trotz der Outperformance der Aktie weiteres Kurspotenzial für Grammer. Sie würden damit rechnen, dass die Guidance des Unternehmens (Umsatz 2010: 800 Mio. Euro, EBIT-Marge >3%) durch ein starkes 2. Halbjahr übertroffen werde. Insbesondere gehe man davon aus, dass das für 2013 in Aussicht gestellte Umsatzziel von 1 Mrd. Euro aufgrund der überraschend schnellen Erholung der Automobil- und Nutzfahrzeugmärkte bereits ein Jahr früher erreicht werde.
Durch das aktuell starke Wachstum des relativ jungen Bereichs Mittelkonsolen (Neuaufträge: Audi A6, A7, VW Jetta, Mercedes SLK etc.) und des Seating-Segments (beide Bereiche weisen überdurchschnittliche Margen auf) dürften sich auch die EBIT-Marge mittelfristig Richtung 4,5% entwickeln.
Auf Basis eines KGVs von 7,3 für 2011e sowie ihres DCF-basierten Fair Values von 18,50 Euro stufen die Analysten der Montega AG die Grammer-Aktie mit "kaufen" ein. Es werde ein Kursziel von 18,50 Euro gesehen. (Analyse vom 14.09.2010) (14.09.2010/ac/a/nw)
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