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vwd Finanzkrise macht sich spätzyklisch in Halbjahreszahlen bemerkbar 19.08.2010
GSC Research
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Klaus Kränzle, Analyst von GSC Research, stuft die vwd-Aktie (ISIN DE0005204705 / WKN 520470) weiterhin mit dem Rating "halten" ein.
Die vwd group habe am 12. August die Zahlen für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2010 gemeldet. Nachdem sich die vwd group vor dem Hintergrund einer starken Orientierung in Richtung Privatkundengeschäft lange Zeit den negativen Auswirkungen habe entziehen können, habe sich bei den Halbjahreszahlen die bereits im ersten Quartal zu beobachtende Tendenz fortgesetzt.
Obwohl sich die Bankenbranche mittlerweile wieder stabilisiert habe, spüre vwd die Ausgabezurückhaltung in den für das Unternehmen relevanten Bereichen nach wie vor. Dabei sei nach Auskunft des Unternehmens weniger die Kündigung von Geschäftsbeziehungen das Problem, sondern die Umsatzzurückhaltung der bestehenden Kunden. Zudem stelle das Neugeschäft momentan eine große Herausforderung für den vwd-Vertrieb dar.
Im Einzelnen habe vwd aus den geschilderten Gründen einen Umsatzrückgang von 5,8 Prozent auf 37,3 (Vj. 39,6) Mio. Euro hinnehmen müssen. Obwohl der Anstieg der beiden größten Aufwandspositionen Material mit 13,4 (13,2) Mio. Euro und Personal mit 15,9 (15,7) Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr im Zuge einer stringenten Kostendisziplin in engen Grenzen habe gehalten werden können, habe der weggebrochene Umsatz gefehlt, um eine optimale Fixkostendegression zu erreichen. So habe sich das operative Ergebnis (EBITDA) deutlich um ein Viertel auf 3,8 (5,1) Mio. Euro reduziert.
Da auch die Abschreibungen als Folge der in jüngster Zeit getätigten Unternehmenskäufe auf 2,2 (1,8) Mio. Euro zugenommen hätten, habe sich das EBIT auf 1,6 (3,3) Mio. Euro halbiert. Der Jahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter habe mit 0,6 (1,7) Mio. Euro nur etwas mehr als ein Drittel des Vorjahreswertes erreicht. Hier habe sich neben gestiegenen Drittanteilen (0,3 / Vj. 0,2 Mio. Euro) auch das als Folge von Aufwendungen für im Zusammenhang mit Put-Optionen auf minus 0,5 (-0,3) Mio. Euro verschlechterte Finanzergebnis negativ bemerkbar gemacht. Das Ergebnis je Aktie habe im Berichtszeitraum 2 (7) Cent betragen.
Insgesamt hätten die jetzt gemeldeten Zahlen unter den Erwartungen der Analysten gelegen, auch wenn die vom Unternehmen geschilderten Gründe nachvollziehbar seien. Positiv überrascht habe sie hingegen der operative Cash-Flow, der im Zuge eines optimierten Working Capital-Managements auf plus 9,6 (8,0) Mio. Euro zugelegt habe.
Vorstandsvorsitzender Edmund Keferstein habe in diesem Zusammenhang eingeräumt, dass auch er mit den jetzt gemeldeten Zahlen nicht zufrieden sei, habe aber gesagt, dass er weiterhin davon überzeugt sei, dass sich alle getroffenen Maßnahmen - auch wenn sie sich kurzfristig teilweise ergebnisschmälernd auswirken würden - seiner Ansicht nach langfristig auszahlen würden. Wenn die Finanzkrise vorbei sei, habe er seinen Ausführungen hinzugefügt, sollte das vwd-Geschäft insgesamt wieder deutlich anziehen.
Nachdem sich die vwd group lange Zeit aufgrund der starken Fokussierung auf das Retail-Banking (Privatkundengeschäft) recht gut in der Finanzkrise geschlagen habe, hätten jetzt die Nachwehen in Form einer Ausgabezurückhaltung der Banken und Fondsgesellschaften das Unternehmen erreicht. Demzufolge habe die Gesellschaft sehr durchwachsene Halbjahreszahlen gemeldet, die sowohl die Analysten als auch das vwd-Management nicht zufrieden gestellt hätten.
Als Konsequenz aus dem Halbjahresbericht hätten die Analysten ihre Schätzungen sowohl für 2010 als auch die nachfolgenden Jahre nochmals leicht nach unten korrigiert. Sie würden sich für 2010 damit knapp auf dem Niveau der von vwd selbst kommunizierten Prognose bewegen. Das Unternehmen rechne jetzt nicht mehr mit einer signifikanten Erholung des Geschäftsvolumens in 2010.
Trotz der aktuellen Herausforderungen würden die Analysten das Geschäftsmodell für vwd weiterhin für strategisch ausgewogen und damit zukunftstauglich halten. Diese Überlegung fließe auch in ihr DCF-Modell ein. Dieses zeige weiterhin eine wesentlich höhere Bewertung als das auf der Peer-Group aufbauende zweite Standbein. Das Kursziel der Analysten von 3,10 Euro (alt: 3,30 Euro) bewege sich folgerichtig in der Mitte und stelle damit ihres Erachtens weiterhin eine pragmatische Bewertung innerhalb der großen Bandbreite möglicher und vertretbarer Kursziele für vwd dar.
Die Analysten von GSC Research bewerten die vwd-Aktie unverändert mit "halten". (Analyse vom 19.08.2010) (19.08.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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