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MVV Energie neutral


25.05.2002
Nord LB

Die Aktie der MVV Energie AG (WKN 725590) wird sich marktkonform entwickeln, dies ist die Einschätzung vom Researchteam der Norddeutschen Landesbank.

Das Energieversorgungsunternehmen habe im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2001/02 seinen Umsatz um rund 55,2% von 605,7 auf 940,3 Mio. Euro erhöhen können. Dieses sei insbesondere auf den ausgeweiteten Stromgroßhandel, auf das überregionale Stromgeschäft und die Erstkonsolidierung neuer Beteiligungsfirmen zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung des Umsatzes aus der Erstkonsolidierung neuer Beteiligungsgesellschaften in Höhe von 104 Mio. Euro habe der Umsatz um 38% auf 836 Mio. Euro zugenommen. Das EBITDA, das im Vorjahreshalbjahr u.a. aufgrund des Verkaufs der Anteile der EnBW AG noch bei rund 219,1 Mio. Euro gelegen hatte, belaufe sich auf 160,3 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis habe dementsprechend mit 107,4 Mio. Euro ebenfalls unter dem Vorjahresniveau gelegen. Ein Betrag von 22 Mio. Euro des EBIT stamme aus der Erstkonsolidierung neuer Beteiligungen. Infolge der Akquisitionen der letzten Monate haben die Finanzschulden der Gesellschaft um rund 86% auf 995,9 Mio. Euro zugenommen.

Erstmalige Berücksichtigung bei der Konsolidierung haben die Stadtwerke Solingen GmbH und die Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH gefunden. Darüber hinaus seien im Ausland erstmals die Beteiligungen in Jablonec, Opava, Studenka, Ceska Lipa und Brünn und die Beteiligungen am Fernwärmeunternehmen der Stadt Bydgoszcz erfasst worden.

Im April habe die polnische MW-Tochterunternehmung MW ESCO Polska zusammen mit der Ruhrgas Energie Beteiligungs-AG zu gleichen Teilen 49,9% an dem Stettiner Fernwärmeenergieversorger Szczecinska Energetyka Cieplna (SEC) übernommen, mit der Möglichkeit der Mehrheitsübernahme. Der Kaufpreis habe rund 30,24 Mio. Euro betragen. Mit dieser Beteiligung setze die MVV Energie AG ihre Strategie der Expansion in Osteuropa fort.


Im Bereich der erneuerbaren Energien habe die MVV Energie AG ihre Beteiligungen an der Windparkentwicklungsgesellschaft red project management GmbH von 75% auf 100% erhöht und am Windanlagenhersteller DeWind AG von 25,01% auf 33,3 Prozent.

Nachdem die MVV Energie AG im September letzten Jahres aufgrund des geringen Free-Floats aus dem SDAX genommen worden sei, stehe das Unternehmen infolge der Neugestaltung des Index vor der Wiederaufnahme in den dann nur noch 50 Werte umfassenden SDAX 50 im Juni 2002. Hierdurch dürfte der Aktie eine gesteigerte Aufmerksamkeit institutioneller Anleger zukommen. Die Zusammen-Setzung des Index richte sich künftig nach der Marktkapitalisierung der frei handelbaren Aktien und dem Börsenumsatz.

Das Researchteam der Nord LB rechne für das laufende Jahr mit einem Umsatz von mehr als 1,6 Mrd. Euro und einem EBIT von rund 142 Mio. Euro. Für die kommenden Jahre kalkulieren die Analysten mit Umsatzwachstumsraten von rund 15 Prozent. Der in der Vergangenheit ausgeweitete Stromhandel sowie potenzielle weitere Akquisitionen könnten für ein noch stärkeres Wachstum sorgen.

Im zweiten Halbjahr dieses Jahres sei mit der Veräußerung des 26,25%igen Anteils an der Gasversorgung Süddeutschland zu rechnen. Der gegenwärtig letzte verbliebene Bieter, EnBW, scheine bereit zu sein, für das gesamte Unternehmen 700-750 Mio. Euro zu bezahlen, was für MVV einen Anteil in Höhe von rund 190 Mio. Euro bedeuten würde. Nach Abzug des Buchwertes sei mit einem steuerfreien Erlös von mehr als 100 Mio. Euro zu rechnen. Während der Verkauf noch im Sommer beschlossen werden könnte, sei mit einer Wirksamkeit jedoch erst für das Geschäftsjahr 2002/2003 zu rechnen.

Die MVV Energie AG plane nach wie vor bei einem günstigen Börsenumfeld die Durchführung einer Zweitplatzierung. Für die hiermit verbundene Kapitalerhöhung habe die HV im März diesen Jahres die Zustimmung erteilt. Darüber hinaus plane auch die Mehrheitseignerin MVV GmbH die Reduzierung ihrer Anteile an der MVV Energie GmbH auf knapp über 50 Prozent. Der mit einer Kapitalerhöhung verbundene Mittelzufluss solle insbesondere für weitere Akquisitionen verwendet werden. Langfristig wolle das Unternehmen den Free-Float seiner Aktien auf mindestens 25% erhöhen.

Unter Berücksichtigung der klaren Unternehmensausrichtung, der ähnlichen Bewertung auf KGV-Basis wie die stärker aufgestellten Vergleichsunternehmen RWE und E.ON sowie der relativ geringen Liquidität der Aktie belassen die Analysten der Nord LB ihr Rating bei "halten".




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