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Aragon für mittelfristig orientierte Anleger 07.06.2010
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen mittelfristig orientierten Anlegern die Aragon-Aktie (ISIN DE000A0B9N37 / WKN A0B9N3) bei Kursen um elf Euro zu kaufen.
Das Finanzvertriebsunternehmen wolle in diesem Jahr kräftig Geld verdienen. Wie den Experten COO Wulf U. Schütz bei ihrem Treffen in Frankfurt berichte, sei es das Ziel in 2010 ein EBITDA auf dem Niveau der Jahre 2007 und 2008, also zwischen sieben und neun Mio. Euro, zu erwirtschaften. Die Abschreibungen beziffere der Vorstand auf zwei bis 2,5 Mio. Euro. Das EBIT würden die Experten somit bei 4,5 bis sieben Mio. Euro erwarten. Abzüglich des Finanzergebnisses von circa 400.000 Euro sowie einer günstigen Steuerquote von etwa zehn bis 15 Prozent sollten netto vier Mio. Euro verdient werden. Pro Aktie entspreche dies einem Gewinn von 55 Cent.
Den Umsatz prognostiziere Schütz bei sich im zweiten Halbjahr aufhellendem Marktumfeld auf weit über 100 Mio. Euro. Nach eigenen Angaben sei das Unternehmen sehr gut in das neue Jahr gestartet. "Unser Q1 ist sehr zufrieden stellend verlaufen. Im Gegensatz zu unseren Wettbewerbern liegen wir signifikant über den Vorjahreswerten, sowohl im Gesamtumsatz als auch beim Ergebnis. Wir sollten im deutschsprachigen Raum zur Nummer vier aufgestiegen sein und OVB im Umsatz überholt haben".
Derzeit liege die EBIT-Marge von Aragon nicht einmal bei fünf Prozent. Für einen unabhängigen Finanzvertrieb sei diese Marge alles andere als gut. Laut Schütz solle die Marge jährlich verbessert werden und mittelfristig ein zweistelliges Niveau erreichen. "Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir auch weiter über Akquisitionen wachsen. Ich schließe weitere Übernahmen in diesem Jahr nicht aus". In 2009 seien fünf Transaktionen umgesetzt worden.
Im vergangenen Geschäftsjahr habe Aragon einen Verlust von mehr als acht Mio. Euro erzielt. Dafür seien vor allem Einmaleffekte verantwortlich gewesen. "Wir haben unsere Bilanz aufgeräumt und sind nun frei von großen Risiken aus der Vergangenheit", sage Schütz. Aktuell würden in der Kasse über neun Mio. Euro Cash schlummern. Kurz- und langfristig sei die Firma bei Banken mit neun Mio. Euro moderat verschuldet. Das Eigenkapital betrage 53 Mio. Euro und die Quote von rund 50 Prozent sei mehr als gesund.
Aragon fahre mit einer Mehrmarkenstrategie zur Abdeckung verschiedener Zielgruppen ein breites Spektrum. Insgesamt verfüge das Unternehmen über 18.000 Finanzvermittler und Vermögensberater sowie etwa 800.000 Endkunden. 2009 habe der Produktumsatz bei 1,3 Mrd. Euro gelegen.
Ein weiteres Asset von Aragon sei die Beteiligung an der biw Bank in Höhe von 47 Prozent. Laut Schütz sei die Beteiligung nicht von strategischem Interesse. "Wir haben keinen Zwang zu verkaufen. Aber bei einem guten Angebot sind wir offen für Gespräche". Jüngst habe der Axa Konzern 15 Prozent an der biw Bank gekauft. Die Bewertungsbasis habe bei rund 80 Mio. Euro gelegen. Nehme man darauf einen Abschlag, schätze man den Wert der Bank auf circa 50 Mio. Euro. Der theoretische Wert für Aragon liege sodann bei rund 25 Mio. Euro und decke bereits ein Drittel des eigenen Börsenwertes ab.
Aragon sei der letzte unabhängige Vertrieb unter den Top fünf. Zu den Großaktionären zähle die Angermayer, Brumm, Lange Unternehmensgruppe sowie Axa. Credit Suisse halte acht Prozent der Anteile. Alle anderen Vertriebe würden mehrheitlich Strategen gehören. Nach Informationen der Experten sei es nicht auszuschließen, dass Credit Suisse sich von ihrer Beteiligung verabschiede. Die Beteiligung in dieser Höhe mache wenig Sinn. Indes könnte sich ein Stratege bei Aragon einkaufen, mit dem es zudem operative Synergien gebe.
Das Grundkapital sei eingeteilt in 7,2 Mio. Aktien und repräsentiere einen Börsenwert von 80 Mio. Euro. Ertragstechnisch sollte die Bewertung in 2011 unterlegt werden. Die Experten würden nach den Aufräumarbeiten in 2009, der Rückkehr in die Gewinnzone in 2010, ab 2011 einen weiteren Ertragsschub erwarten.
Bei Kursen um elf Euro empfehlen die Experten von "TradeCentre.de" mittelfristig orientierten Anlegern das Aragon-Papier zum Kauf. (Analyse vom 07.06.2010) (07.06.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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