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4SC kaufen


14.05.2010
SRH AlsterResearch

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Stefan Schröder, stuft die 4SC-Aktie (ISIN DE0005753818 / WKN 575381) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.

4SC habe im ersten Quartal 2010 Umsätze von 0,3 Mio. EUR, F&E-Kosten von 4,5 Mio. EUR und einen Nettoverlust von 5,3 Mio. EUR berichtet. Während die Umsätze den Erwartungen der Analysten entsprochen hätten, hätten sich Abweichungen zu ihren Schätzungen vor allem durch höhere F&E-Kosten und ein negatives Finanzergebnis ergeben. Die Finanzerträge seien auf unter ein Zehntel des Vorjahreswertes gesunken. Hier habe sich die Finanzmarktkrise in Form drastisch gefallener Zinsen spürbar gemacht.

In ihren Prognosen für das laufende Geschäftsjahr würden die Analysten aufgrund der intensivierten klinischen Entwicklung mit F&E-Kosten von rund 18 Mio. EUR rechnen. Bei einem durchschnittlichen Cashburn von ca. 4,8 Mio. EUR pro Quartal sollte der Finanzmittelbestand zum Ende des Jahres auf rund 16,6 Mio. EUR sinken.

4SC sei mit fast sämtlichen klinischen Entwicklungsvorhaben auf Kurs. Lediglich ein Projekt verschiebe sich in das zweite Halbjahr. Aktuell umfasse das Produktportfolio vier Substanzen in sechs klinischen Entwicklungsprojekten. Bis Ende des Jahres solle die Zahl auf fünf Kandidaten in acht klinischen Studien anwachsen. Ein ereignisreiches zweites Halbjahr stehe an: Bis Ende 2010 würden für Vidofludimus (4SC-101) die Resultate aus den Phase-II-Studien in Rheumatoider Arthritis (RA) und chronischen Darmentzündungen (IBD) erwartet. Ebenfalls Ende 2010 sei mit den Phase-I-Ergebnissen des Antikrebsmittels 4SC-203 zu rechnen. Zusätzlich seien für H2 2010 der Start der Darmkrebsstudie von Resminostat und der Eintritt des selektiven HDAC-Inhibitors 4SC-202 in die klinische Phase angekündigt.


Eine Ausnahme bilde die Phase-IIa-Studie mit Vidofludimus (4SC-101) in der Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (IBD). Die ENTRANCE-Studie habe bisher eine unbefriedigend niedrige Rekrutierungsrate gezeigt. Im März 2009 sei die einarmige, exploratorische Open-Label-Studie an Patienten mit Morbus Crohn begonnen worden und sollte erste Studienergebnisse Ende 2009 liefern. Nach Ausweitung der Indikation auf Colitis ulcerosa seien erste Resultate für Ende des 2. Quartals 2010 angekündigt worden. Inzwischen plane das Unternehmen den angestrebten Patientenpool (insgesamt 24 auswertbare Patienten) bis Ende Mai rekrutiert zu haben. Ergebnisse sollten in der zweiten Jahreshälfte präsentiert werden. Um den Prozess zu beschleunigen, sei die bislang an deutschen Zentren laufende Studie auf Rumänien und Bulgarien ausgeweitet worden.

Die schleppende Rekrutierung begründe das Unternehmen mit den spezifischen Einschlusskriterien (Schwellenwerte in der Vorbehandlung mit Steroiden) sowie der fehlenden Möglichkeit für Patienten, die dreimonatige Therapie im Erfolgsfalle fortsetzen zu können. Vor allem Letzteres scheine viele Patienten von der Teilnahme abzuhalten. Hieraus ernsthafte Rückschlüsse auf die Erfolgsaussichten zu ziehen, wäre verfrüht. Dennoch würden die Analysten aufgrund der Unsicherheiten Bewertungsabschläge für Vidofludimus in der Indikation chronische Darmentzündungen berücksichtigen.

Welches Potenzial sich mit Vidofludimus heben lasse, mache der im Februar 2010 unterzeichnete Lizenzdeal zwischen Rigel Pharmaceuticals und AstraZeneca deutlich. Für die Lizenz an seinem niedermolekularen Wirkstoff Fostamatinib (R788) gegen Rheumatoide Arthritis erhalte Rigel von AstraZeneca Upfront-Zahlungen in Höhe von 100 Mio. USD und bis zu 345 Mio. USD bei Erreichen klinischer Meilensteine. Hinzu kämen Meilensteinzahlungen für künftige Verkaufserfolge von bis zu 800 Mio. USD sowie Umsatzbeteiligungen im zweistelligen Prozentbereich. Rigel habe im Juli 2009 sehr gute Wirksamkeitsdaten aus Phase IIb vorgelegt (wenn auch bei problematischem Nebenwirkungsprofil). Fostamatinib (R788), ein Tyrosinkinase-Inhibitor, verfüge über einen anderen Wirkmechanismus als Vidofludimus und werde Ende 2010 in Phase III eintreten.

Wenn 4SC bei Vidofludimus zum Jahresende mit positiven Daten aus der klinischen Phase IIb (Rheumatoide Arthritis) überzeuge, sei der Weg frei für einen lukrativen Lizenzdeal mit einem Pharmapartner. Für diesen Fall würden die Analysten einen deutlichen Kursausschlag nach oben erwarten. Zugleich werde die Downside durch den zügigen Ausbau der onkologischen Pipeline und den Rückhalt seitens finanzkräftiger Hauptinvestoren begrenzt. Aus ihrer konservativen Bewertung, die auf dem gegenwärtigen Status der Pipeline beruhe, würden die Analysten einen fairen Wert von 4,10 EUR pro Aktie ableiten.

Die Analysten von SRH AlsterResearch bestätigen ihr Anlageurteil für die 4SC-Aktie mit "kaufen". Das Kursziel senke man von 4,20 EUR auf 4,10 EUR. (Analyse vom 14.05.2010) (14.05.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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