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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 29,44 € |
29,84 € |
-0,40 € |
-1,34 % |
20.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006219934 |
621993 |
- € |
- € |
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Jungheinrich Insideraktie der Woche 07.05.2010
GBC AG
Augsburg (aktiencheck.de AG) - Für die Analysten der GBC AG, Cosmin Filker und Manuel Hoelzle, ist die Vorzugsaktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934 / WKN 621993) die Insideraktie der Woche.
Die Jungheinrich AG sei einer der international führenden Anbieter von Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Das Unternehmen sei im Jahr 1953 gegründet worden. Als produzierender Logistikdienstleister biete Jungheinrich den Kunden ein komplettes Produktprogramm an Flurförderzeugen, Regalsystemen und damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen für die Intralogistik. Diese würden Vermietung und Finanzierung der Produkte, After-Sales-Service sowie den Verkauf von gebrauchten Geräten umfassen.
Die Jungheinrich AG sei im Jahr 2009 von den Auswirkungen der Finanzkrise und einem allgemeinen Einbruch des deutschen Maschinenbaus zuletzt besonders betroffen gewesen. Der Nachfragerückgang nach Flurförderfahrzeugen habe sich speziell im europäischen Ausland bemerkbar gemacht, hier seien Umsatzeinbrüche in Höhe von 23,7% verzeichnet worden. Ingesamt hätten die Umsatzerlöse mit 1.677 Mio. EUR um 21,8% unterhalb des Vorjahreswertes gelegen. Mit einer breiten Wertschöpfung habe die Gesellschaft jedoch den Abschwung etwas abmildern können. Zwar habe sich das Neugeschäft erheblich um 36,2% auf 811 Mio. EUR reduziert, die Erlöse aus Vermietung sowie der After Sales-Bereich würden jedoch verhältnismäßig stabil bleiben.
Es seien für diese Entwicklung auch entsprechende Maßnahmen (Kurzarbeit, Personalabbau) ergriffen worden, diese kostenmindernden Effekte hätten aber die Umsatzrückgänge nicht auffangen können. Dementsprechend habe sich das EBIT vor allem aufgrund des Einbruchs im Neugeschäft auf -71,7 Mio. EUR (Vorjahr: 121,8 Mio. EUR) reduziert. Das Nachsteuerergebnis habe mit -55,18 Mio. EUR (Vorjahr: 76,73 Mio. EUR) ebenfalls im negativen Bereich gelegen.
Das abgelaufene Krisenjahr 2009 habe jedoch von der Jungheinrich AG gut genutzt werden können um Optimierungen im Bereich des Nettoumlaufvermögens (Working Capital) vorzunehmen. Insbesondere durch den Abbau des Vorratsvermögens, gepaart mit einem Rückgang der Forderungen, habe ein Teil der hier gebundenen Liquidität freigesetzt werden können. Gut ersichtlich würden diese Maßnahmen am Anstieg des operativen Cashflows. Dieser habe sich trotz des negativen Ergebnisbeitrages von 131,9 Mio. EUR (Geschäftsjahr 2008) auf 206,9 Mio. EUR erhöht. Mit der Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. EUR habe zugleich die Finanzierungsstruktur optimiert und die Kreditfälligkeit verlängert werden können.
Auf Gesamtjahressicht 2009 würden bei der Jungheinrich AG zwar die Auswirkungen der Finanzkrise ersichtlich, im zweiten Halbjahr 2009 sei jedoch bereits eine leichte Erholung des Marktes sichtbar geworden. Laut Unternehmensaussagen lasse sich dieser Trend auch auf die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres projizieren, so dass zum Ende des Geschäftsjahres wieder ein Umsatz- und Ergebniswachstum, insbesondere aus dem Neugeschäft, aufgezeigt werden könnte.
Diese Aussichten seien zum Teil vom Markt bereits zum Teil eingepreist worden und der Aktienkurs sei alleine in diesem Jahr um 15,5% angestiegen. Aber die jüngst gemeldeten Insiderkäufe der LJH-Holding (Anmerkung: Stehe in enger Beziehung zum Aufsichtsrat Wolff) seien eine weitere gute Signalwirkung. Die Veröffentlichung der Q1-Zahlen stehe kurz bevor. Sollte hier ein positiver Grundtenor herrschen, sei es gut möglich, dass die Aktie relativ schnell ihr weiteres Aufwärtspotenzial offenbare. Als Indikator der aktuell immer noch attraktiven Marktbewertung könne z.B. das niedrige Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) in Höhe von 0,97 herangezogen werden.
Daher haben die Analysten der GBC AG die Jungheinrich-Aktie als Insideraktie der KW 18 ausgewählt. (Analyse vom 07.05.2010) (07.05.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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