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H&R WASAG kaufen 22.04.2010
SRH AlsterResearch
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, stuft die H&R WASAG-Aktie (ISIN DE0007757007 / WKN 775700) weiterhin mit "kaufen" ein.
Bislang gebe sich der Vorstand bei den Ergebniserwartungen für 2010 zurückhaltend. Lediglich das Vorjahresniveau solle übertroffen werden. Auf EBITDA-Ebene habe H&R WASAG 2009 ein Ergebnis von 65,6 Mio. EUR erzielt (einschließlich Einmalrückstellung für die Restrukturierung der Kunststoffaktivitäten). Trotz solider Entwicklung habe der Vorstand Mitte Februar jene Analystenprognosen als zu hoch gegriffen bezeichnet, die für 2010 von einem EBITDA bei 90 Mio. EUR ausgingen. Seit dieser Aussage habe sich der Spielraum für die Durchsetzung höherer Absatzpreise jedoch ausgeweitet.
Wenngleich die seit Jahresbeginn weiter gestiegenen Rohölpreisnotierungen (Anstieg in Q1 zum Vorquartal auf EUR-Basis von 10%, im April 2010 zu Durchschnitt von Q1 um 14%, zu Q4/2009 um 25%) unmittelbar erst einmal die Aufwendungen im Einkauf erhöht haben, dürfte der Spielraum für die Durchsetzung von Preiserhöhungen auf der Verkaufsseite ebenfalls wieder deutlich zugenommen haben. In der zweiten Hälfte des Vorjahres seien die Bestandslager vieler Wettbewerber noch prall gefüllt gewesen, was der Durchsetzung von Absatzpreiserhöhungen entgegengestanden habe. Bei kontinuierlich gestiegenen Rohölpreisen (Preisanstieg in Q3 zum Vorquartal auf -Basis von 11%, in Q4 von 6%) hätten sich die Margen verengt.
Ein von den Analysten für Q4 ursprünglich kalkulierter Ergebnisfortschritt sei ausgeblieben. Die aktuellen Signale würden nunmehr erstmals seit Hochsommer 2009 auf eine erstarkte Verhandlungsposition der Angebotsseite hindeuten und auf anziehende Kontraktpreise schließen lassen.
Man erwarte den Konzernumsatz des Q1/2010 bei 230 Mio. EUR (+5% zu Q4/2009), das Bruttoergebnis bei 55 Mio. EUR. Das EBITDA, von den Analysten auf 19 Mio. EUR prognostiziert, dürfte sich in die historischen Spitzenwerte einreihen. Für das laufende Q2 seien die Analysten noch zuversichtlicher.
Im Zentrum der aktuellen Unternehmenskommunikation stehe die Investition in die PDA-Anlage (PDA: Propan-De-Asphaltierung) am Standort Hamburg. Abgesehen von strategischen Aspekten (Umweltschutz/ Schadstoffvermeidung und langfristige Absatzpreisprognose für schweres Heizöl), die hinter dieser mit 55 Mio. budgetierten Maßnahme stünden, erschließe sich mit der Produktionserweiterung ein zusätzliches Ergebnispotenzial von jährlich 12 bis 14 Mio. EUR. Bislang würden jährlich 250 Tsd. t des als Abfallprodukt der Grundölherstellung anfallenden Vakuumrückstands zu schwerem Heizöl ("Schiffsdiesel") verarbeitet - kein Prozess mit Perspektive. Mit Fertigstellung der PDA-Anlage Ende 2011 würden auch die in der Hamburger Raffinerie anfallenden Vakuumrückstände weitgehend in Produkte zur industriellen Weiterverarbeitung umgewandelt.
Eine Ausweitung würden insbesondere die Kapazitäten für kennzeichnungsfreie Weichmacher (für Autoreifen) und für hochwertige Mikrowachse (Paraffine für Nahrungsmittel und Lebensmittelverpackungen) erfahren. Die Finanzierung des Projekts (Auszahlungsschwerpunkte Ende 2010 und Anfang 2011) sei mit dem 2008 abgeschlossenen und derzeit zu einem Drittel ausgenutzten Konsortialkredit über 300 Mio. EUR sowie durch den operativen Cash flow abgesichert.
Von den im kommenden Monat anstehenden Terminen (Q1-Zwischenbericht am 12. Mai, Hauptversammlung am 27. Mai) erwarte man positive Impulse. Das bisherige Kursziel der Analysten für die Aktie von 17 EUR sei erreicht worden. Mit Blick auf die langfristige Perspektive und entsprechend gestützt auf ihrem DCF-Ansatz würden sie eine Bewertung von 22 EUR für gerechtfertigt halten.
Das Anlageurteil der Analysten von SRH AlsterResearch für die H&R WASAG-Aktie lautet unverändert "kaufen". (Analyse vom 22.04.2010) (22.04.2010/ac/a/nw)
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