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Solar Millennium kein Kauf


25.03.2010
Geldanlage-Report

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" raten von einem Investment in der Aktie von Solar Millennium (ISIN DE0007218406 / WKN 721840) ab.

Der Rücktritt des erst im Januar zu Solar Millennium gestoßenen Vorstandsvorsitzenden Utz Claassen sei ein Desaster für das Unternehmen und seine Aktionäre. Erst recht nachdem jetzt bekannt geworden sei, dass "unterschiedliche Standpunkte zu Governance und Unternehmenskultur" den Abgang von Claassen ausgelöst hätten. Das habe zumindest sein Anwalt Klaus Menge erklärt. Die hart gesottenen Solar Millennium-Anhänger würden damit einer weiteren Hoffnung beraubt. Zunächst sei kolportiert worden, familiäre Gründe seien für den Abschied verantwortlich gewesen.

Wenn diese unterschiedlichen Standpunkte so schwerwiegend seien, dass sie Claassen zum Rücktritt bewegen würden, so scheine klar, dass damit wohl weniger die Dauer der Mittagspause oder das Geschäftsklima im Allgemeinen gemeint seien. Wenn Claassen die Schädigung seines Rufs durch seinen schnellen Rücktritt in Kauf nehme, so könne das eigentlich nur bedeuten, dass er fürchte seinem Ruf noch mehr zu schaden, wenn er bei Solar Millennium bliebe.

Das wiederum lasse nichts Gutes für die Zukunft des Erlanger Unternehmens erahnen. Die Experten vom "Geldanlage-Report" fanden bisher die Vorwürfe der "Wirtschaftswoche" zwiespältig, weil es einige Indizien dafür gab und gibt, dass die Veröffentlichung der Artikel nicht ausschließlich aus Gründen des Anlegerschutzes erfolgten, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Außerdem könne man einem Unternehmen, das für die Umsetzung seines Geschäftsmodells auf das Einsammeln von Geldern in dreistelliger Millionenhöhe angewiesen sei, natürlich auch bewusst schaden, in dem man dessen Ruf in den Dreck ziehe.

Das sei vergleichbar mit der Situation von Banken, die sich in einer Krise befinden würden. Würden dann Medienberichte erscheinen, in denen die Überlebensfähigkeit des Instituts infrage gestellt werde, könne das eine Massenpanik bei den Kunden auslösen. Die angeschlagene Bank werde dadurch natürlich erst recht geschwächt. Das Phänomen der sich selbst erfüllenden Prophezeiung komme dann zum Tragen.


Die Experten seien nach wie vor davon überzeugt, dass die Vorwürfe bezüglich falscher Bilanzierung aus der Luft gegriffen seien. Kreativ vielleicht, aber nicht falsch. Wenn sich dann im Anschluss die Werthaltigkeit der entsprechend bilanzierten Assets herausstelle (und das sei bei Solar Millennium im Falle Andasol 1 und 2 der Fall gewesen), gebe es an dieser Praxis wenig auszusetzen.

Genauso seien sie nach wie vor davon überzeugt, dass Solarthermie als Technologie riesiges Potenzial habe und Solar Millennium als einer der Pioniere einen exzellenten Riecher bewiesen habe. Nicht nur in Europa und beim Projekt Desertec agierten und agieren die Erlanger an vorderster Front, so die Experten vom "Geldanlage-Report". Auch in den USA seien frühzeitig die Grundstücke für höchst aussichtsreiche Projekte gesichert worden.

Man könnte sich vorstellen, dass Utz Claassen und jetzt auch der für die neu gegründete Finanzvertriebstochter verpflichtete Prof. Wolfgang Gerke das ähnlich sehen würden bzw. gesehen hätten. Warum sonst würden sie ihre guten Namen für das Unternehmen aufs Spiel setzen?

Gut möglich, dass Claassen bei Solar Millennium als CEO erstmal "richtig aufräumen" und sich von Personen aus dem Umfeld des Unternehmens trennen wollte, die Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen sind oder waren, sich dabei aber nicht durchsetzen konnte und deshalb zurückgetreten ist, so die Experten vom "Geldanlage-Report". Bleibe zu hoffen, dass dies bei Gerke nicht ähnlich laufe.

Solar Millennium sei gerade dabei, das eigentlich vorhandene riesige Wachstumspotenzial durch die eigene Führungsschwäche aufs Spiel zu setzen. Die jüngsten Ereignisse würden aber darauf hindeuten, dass man an den Schaltstellen des Unternehmens nicht gewillt sei, daran etwas zu ändern. Mit jedem Tag, der vergehe, würden damit die Erfolgsaussichten des Unternehmens sinken.

Die Experten vom "Geldanlage-Report" raten daher von einem Investment in der Solar Millennium-Aktie ab. (Analyse vom 25.03.2010) (25.03.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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