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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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10,37 € |
+0,11 € |
+1,06 % |
21.04/16:07 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006305006 |
630500 |
- € |
- € |
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DEUTZ verkaufen 26.01.2010
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von DEUTZ (ISIN DE0006305006 / WKN 630500) von "halten" auf "verkaufen" herab.
DEUTZ als Motorenlieferant für LKW (Volvo) und für diverse Off-Road-Anwendungen leide stark unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Nachfrage sei bei DEUTZ in allen Bereichen außer aus der Landwirtschaft eingebrochen. Durch die schlechten Ergebnisse sowie hohen notwendigen Investitionen in die Motorenentwicklung zur Erfüllung der kommenden Abgasnormen benötige die Gesellschaft Liquidität.
Zuletzt sei durchgesickert, dass der Konzern auch Hilfen auf eine Staatsbürgschaft prüfe. Zudem stehe die Gesellschaft in Verhandlung mit Geldgebern aus den USA, die der Gesellschaft im Rahmen eines Private-Placement Geld überlassen hätten. Hier seien zuletzt die Covanents gebrochen worden. Wahrscheinlich werde das steigende Zinsaufwendungen mit sich bringen.
Die Analysten würden zwar in 2010 wieder einen von 125.000 Motoren auf 150.000 steigenden Absatz erwarten. Allerdings würden sie eine schwache Preisqualität erwarten, die entsprechend den Umsatz und die Margen belasten werde. Zwar habe DEUTZ die Fixkosten durch das Kostensenkungsprogramm MOVE um etwa 130 Mio. EUR reduziert, doch in Verbindung mit den oben skizzierten Aufwendungen, sei es noch ein langer Weg zu Margen auf Vorkrisenniveaus, geschweige denn zu Margenvorstellungen von 10%, wie sie mal durch den CFO Dr. Haase formuliert worden seien.
Kurzfristig könnten die Erfolgsmeldungen zur Refinanzierung den Aktienkurs stützen. Die Motorennachfrage scheine sich zu stabilisieren. Das Joint Venture zur Abgasnachbehandlung bringe Synergien und öffne bei Erfolg neue Einnahmequelle durch Vermarktung der Lösungen. Mit neuen Abgasnormen steige der Bedarf an neuen Motoren. Für die Aktie würden zudem die deutliche Reduzierung der Kostenbasis durch MOVE und die langfristigen Lieferverträge mit Volvo und Same-Deutz Fahr sprechen.
Zu negativen Aspekten würden die Unsicherheiten auf Kunden- und Lieferantenseite wegen offener Finanzierung und das traditionell margenschwache Geschäft (ähnlich wie bei den Automotive-Zulieferern) gehören. Die schwache Preisqualität durch hohen Wettbewerb sei nicht nur vorübergehend. Volvo werde die Entwicklung eines EURO 6 Motor selber tätigen, wodurch DEUTZ ein nicht unwesentliches Absatzpotenzial verlieren könnte. Nach der Rohstoffhausse und entsprechend hohen Investitionen in langlebige Off-Roadanwendungen erwarte man hier nur eine sehr zögerliche Rückkehr zu den Peak-Verkaufszahlen. Es gebe wenige Kunden mit hohem Anteil am Absatz. Die Bewertung sei nach Erachten der Analysten derzeit nicht attraktiv.
Da die Analysten aktuell vorsichtig optimistisch auf den Kapitalmarkt in 2010 blicken würden, würden sie denken, dass sie die Tiefstkurse bei DEUTZ in 2009 gesehen hätten. Allerdings erwarte man eine Underperformance der Aktie im Vergleich zum Industriesektor, da man das Marktumfeld, in dem sich DEUTZ bewege, als vergleichsweise schwierig ansehe. Die Bewertung mit Blick auf das KGV sei durch die von den Analysten prognostizierte Ertragsentwicklung derzeit ebenso wenig attraktiv wie die EV/Umsatz Multiples und die Free-Cash-Flow-Entwicklung.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Aktie von DEUTZ von "halten" auf "verkaufen" zurück. Das Kursziel sehe man weiterhin bei 3,00 EUR. (Analyse vom 26.01.2010) (26.01.2010/ac/a/nw)
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