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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 3,18 € |
3,19 € |
-0,010 € |
-0,31 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005493092 |
549309 |
- € |
- € |
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Borussia Dortmund Trading-Papier 10.05.2002
Die Telebörse-online
Nach Meinung Analysten Michael Hedtstück und Dieter Hintermeier von "Die Telebörse-online" ist die Aktie von Borussia Dortmund (WKN 549309) kein solides Langfristinvestment.
Es sei paradox, Borussia Dortmund werde Deutscher Meister, qualifiziere sich für die Champions League und scheitere nur knapp am Uefa-Cup-Finale. Trotzdem habe die Aktie in wenigen Tagen über 10% an Wert verloren. Für diesen Kursrutsch dürften wohl Kirch, die Deutsche Bank und das Sommerloch verantwortlich sein.
Die Millionenverträge zwischen Kirch und der Bundesliga seien nach der Pleite des Medienkonzerns de facto wertlos. Die Clubs müssten sich ab der nächsten Saison auf geringere TV-Einnahmen einstellen. Allerdings sei dies für den BVB kein existentielles Problem. Denn die TV-Einnahmen würden lediglich ca. 15% der Gesamteinnahmen ausmachen. Dennoch habe die Konjunkturkrise auch die Fußball-Bundesliga und in der Konsequenz auch die BVB-Aktie erreicht.
Die Deutsche Bank habe zwischenzeitlich nahezu 30% der BVB-Aktien gehalten. Seither nutze das Kreditinstitut jede sportliche Erfolgsphase des Vereins, um in anziehende Kurse hinein den Anteil zu reduzieren. Dies sei offenbar auch in der letzten Woche geschehen, da die Handelsumsätze der Aktie darauf hindeuten würden. So hätten auf der Verkaufsseite große Aktienpakete vielen kleineren Kauforders gegenüber gestanden. Es sei legitim, dass die Deutsche Bank ihren Anteil verringere. Pikant sei allerdings, dass die Bank den Anlegern den Wert seit jeher zum Kauf empfehle und vor kurzem sogar Kursziele von bis zu elf Euro ausgegeben habe.
Die Saison sei nun vorbei, in den kommenden drei Monaten sei Sommerpause. Dies bedeute, dass der Club in diesem Zeitraum sein Kerngeschäft faktisch einstelle. Somit sei die kurzfristige Fantasie, wie beispielsweise die Hoffnung auf sportliche Erfolge, aus der Aktie raus.
Fundamental sei das BVB-Papier deutlich unterbewertet. Derzeit belaufe sich die Marktkapitalisierung auf 100 Mio. Euro. Diese liege somit unter dem ausgewiesenen Eigenkapital von 150 Mio. Euro. Hierbei habe der Vorstand das Eigenkapital sehr vorsichtig kalkuliert.
Auch wenn man der Meinung sei, die Aktie verdiene aufgrund des schwer kalkulierbaren Geschäfts einen Bewertungsabschlag, so werde ein Kurs um 5 Euro dem Vereinsvermögen nicht gerecht. Der Ausblick auf die nächste Saison sei verheißungsvoll. Demnach werde die Champions League-Teilnahme mindestens 10 Mio. Euro in die Kassen spülen. Schaffe die Mannschaft es bis ins Finale, würden sogar bis zu 50 Mio. Euro winken. Im September werde der Vorstand den Jahresabschluss 2001/2002 bekannt geben. Analysten gingen von einem Gewinn je Anteilsschein von bis zu 0,40 Euro aus. Dies entspräche einem KGV von 13.
Trotz der offensichtlichen Unterbewertung sei die BVB-Aktie kein solides Langfristinvestment, sondern bleibe ein Trading-Papier. Kurzfristig gingen die Experten in der Sommerpause nicht von großen Sprüngen aus, es könnte sogar weiter abwärts gehen in Richtung des Allzeittiefs von 4,60 Euro.
Daher empfehlen die Analysten von "Die Telebörse-online", erst kurz vor Saisonbeginn wieder einzusteigen. Gelinge der Mannschaft ein guter Start, sei mit Kursgewinnen zu rechnen.
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