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ISRA VISION kaufen 14.12.2009
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten zum Kauf der die ISRA VISION-Aktie (ISIN / WKN 548810).
Enis Ersü, Vorstandschef von ISRA VISION, blicke verhalten optimistisch in die Zukunft. "Der Markt ist wieder in Bewegung. Die Talsohle scheint durchschritten zu sein", sage den Experten der CEO im Hintergrundgespräch. Nach einem vernünftigen Auftragseingang im September, habe der Oktober etwas geschwächelt. Seit November gehe es indes wieder langsam aufwärts. Entscheidend für das Wirtschaftsjahr 2009/2010 (per Ende September) würden allerdings die Budgetentscheidungen der großen Konzerne sein. "Die Budgetentscheidungen fallen im ersten Quartal 2010. Dann wird sich zeigen, ob wir wieder Wachstum erzielen können", erkläre Ersü. Die Ausgangslage sei positiv.
Treiber des Wachstums sei der asiatische Markt, in dem die Darmstädter rund 30 Prozent ihrer Erlöse einfahren würden. "Asien läuft verhältnismäßig gut. Vor allem in China und Korea ist viel Tempo drin". Spannend werde die weitere Entwicklung in USA und in Europa, die sich im letzten Geschäftsjahr sehr verhalten gezeigt hätten. Sollten auch diese Märkte wieder anziehen, werde ISRA ordentlich wachsen.
Branchenspezifisch werde ISRA von einem Anziehen des Solarmarktes profitieren. "Unsere eingeführten Produkte für die Solar-Industrie werden deutlich zu unserem mittelfristigen Wachstum beitragen". Mit einem größeren Konzern, der unter anderem in der Solarindustrie tätig sei, sei ein Rahmenvertrag abgeschlossen worden. Zudem würden zahlreiche chinesische Anbieter auf die Inspektionssysteme von ISRA setzen. Folgeaufträge aus China und von den Kunden aus USA dürften folgen. Der Solarsektor trage bereits merklich zum Umsatz bei.
Ein weiterer Treiber könnte in diesem Segment der Bereich Flat-Panel-Display für LCD-Produkte sein. Im Segment Special Paper freue sich Ersü über eine rege Nachfrage. "Wir sind bei der Inspektion von Spezialpapier für Banknoten vor dem Bedrucken weltweit ein bedeutender Anbieter". Beim weltweiten Gelddrucken verdienr ISRA kräftig mit. Schlussendlich würden Impulse aus der Erholung der Stahlindustrie folgen.
In der Summe setze Ersü in erster Linie auf organisches Wachstum. "Bei einer guten Konjunktur erwarten wir wieder zweistellige Wachstumsraten". Mittelfristig, vermutlich in 2012 oder 2013, strebe der Firmengründer einen Umsatz von 100 Millionen Euro an. Kleinere Übernahmen mit einer guten Technologie und aussichtsreichem Produktportfolio, nach denen ISRA Ausschau halte, würden helfen, das Ziel zu erreichen. Größere Akquisitionen verfolge Ersü derzeit nicht.
In Kürze würden die Hessen vorläufige Zahlen für das Jahr 2008/2009 verkünden. Die Experten würden mit keinen negativen Überraschungen rechnen. Bei Umsätzen von knapp unter 60 Millionen Euro werde die EBT-Marge auf die geschätzte Gesamtleistung von circa 65 Millionen Euro bei rund 13 Prozent liegen. Dies entspreche einem Vorsteuerergebnis von über acht Millionen Euro. Abzüglich Steuern dürfte unterm Strich ein Gewinn von rund sechs Millionen Euro in den Büchern stehen oder ein Ergebnis je Aktie von circa 1,39 Euro.
"Angesichts eines schwierigen Umfeldes und eines hohen Preisdrucks sind wir ganz zufrieden mit unseren Zahlen", fasse Ersü das vergangene Jahr zusammen. Es solle zudem erneut eine ähnliche Dividende von 15 Cent je Aktie ausgeschüttet werden. In dem Ergebnis seien übrigens Einmalaufwendungen enthalten, die sich im neuen Jahr nicht wiederholen würden. Zudem sei die Kostenstruktur um mehr als vier Millionen Euro verschlankt worden. Gute Vorzeichen um im neuen Wirtschaftsjahr den Gewinn zu steigern. Wobei Ersü betone, dass die Einspareffekte und der Wegfall der Einmalaufwendungen nicht eins zu eins auf das Ergebnis übertragen werden könnten. "Wir sind einem harten Preisdruck ausgesetzt".
Dennoch gehe man davon aus, dass ISRA selbst bei marginalem Umsatzwachstum, die EBT-Marge einen kleinen Tick steigern könne und somit netto mehr verdienen werde als im Vorjahr. Mittelfristig strebe der CEO wieder EBT-Margen von 15 Prozent an.
Gut gefalle den Experten inzwischen auch die Cashflow-Rechnung. Nach neun Monaten habe der operative Cashflow bei 11,3 Millionen Euro und der Free Cashflow bei rund 5,5 Millionen Euro gelegen. Zum Ende des Wirtschaftsjahres sollten sich beide Kennzahlen erneut verbessern. "Für das neue Geschäftsjahr ist es unser Ziel die Cashflows weiter zu steigern. Wir haben Potenzial das Working Capital zu optimieren und erwarten zunächst keine Ausweitung des Umlaufvermögens".
Die rund 4,4 Millionen Aktien würden einen Börsenwert von 54 Millionen Euro repräsentieren. Das KGV für 2010 schätze man auf preiswerte acht. Die Experten würden es günstig finden.
Die ISRA VISION-Aktie ist nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" kaufenswert. (Analyse vom 13.12.2009) (14.12.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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