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MPC Capital verkaufen


17.11.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die MPC Capital-Aktie (ISIN DE0005187603 / WKN 518760) weiterhin mit "verkaufen" ein.

MPC Capital habe die Zahlen zum dritten Quartal (Q3) veröffentlicht. Diese hätten sich im Einzelnen wie folgt dargestellt: Der Umsatz habe 12,4 Mio. EUR betragen (Vorjahr: 25,2 Mio. EUR). Das Platzierungsvolumen habe bei 44,6 Mio. EUR (Vorjahr: 168,0 Mio. EUR) gelegen. EBIT und Konzernergebnis hätten sich auf -9,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) bzw. -19,3 Mio. EUR (Vorjahr:-78,6 Mio. EUR) verringert.

MPC Capital habe auch in Q3 die Auswirkungen der Anlegerzurückhaltung und der Marktturbulenzen im Schifffahrtssegment gespürt. Es sei Eigenkapital in Höhe von 44,6 Mio. EUR platziert worden, was den leichten Aufwärtstrend auf sehr niedrigem Niveau bestätige (Q1: 11,1 Mio. EUR, Q2: 42,6 Mio. EUR). Anhaltend schwach sei die Entwicklung im Schiffssegment. In Q3 seien lediglich 2,2 Mio. EUR platziert worden. Nach neun Monaten ergebe sich ein kumuliertes Platzierungsvolumen von mehr als 8,0 Mio. EUR. Das Management gehe davon aus, dass operativ der Boden gefunden sein sollte. Die gezeigten Platzierungszahlen würden dies aber aus Sicht der Analysten nicht zeigen.

Besonders schwierig bleibe die Situation bei den Schiffsbeteiligungen. MPC Capital selbst erwarte keine wesentliche Steigerung der Platzierungsgeschwindigkeit in diesem Segment. Derzeit seien angabegemäß vier Schiffe der Flotte ohne Chartervertrag. Das Hauptaugenmerk liege folgerichtig im Management der aktuellen Beteiligungen sowie im Management der Assetpipeline (hauptsächlich hinsichtlich bestellter Schiffe) und nicht in der Auflegung neuer Fonds.


Nachdem Kosteneinsparungen implementiert worden seien (u.a. Personalaufwand -16% ggü. Vorjahr), rechne die Gesellschaft damit, dass bereits ab einer Platzierung von 160 Mio. EUR ein ausgeglichenes EBITDA erwirtschaftet werden könne. Nach neun Monaten sei das Ergebnis noch deutlich rot (EBITDA von -16,7 Mio. EUR). Auffällig sei aktuell die dünne Kapitaldecke bei einer Eigenkapitalquote von lediglich 14,8% und einer Cash-Position von 3,8 Mio. EUR. Die EK-Quote habe sich seit dem Jahresende nochmals deutlich verschlechtert (31.12.: 20,8%). Falls der Markt für geschlossene Fonds nicht anziehe und MPC Capital nicht signifikant seine Ergebnissituation verbessere, sollte aus Sicht der Analysten eine Kapitalerhöhung nicht auszuschließen sein.

Die HCI Beteiligung stehe derzeit mit 47 Mio. EUR in den Büchern. Das Management sehe laut Aussagen während des Conference Calls derzeit keinen Bedarf für Abschreibungen. Es sei aber davon auszugehen, dass Abschreibungen, abhängig von der weiteren Entwicklung bei HCI, mittelfristig wieder auf die Agenda von MPC Capital kommen würden.

Folgende positive und negative Effekte sollten bei dem Ergebnis beachtet werden: Ein leichter Aufwärtstrend bei der Platzierung sei erkennbar. Negativ würden die Analysten die dünne Eigenkapitaldecke beurteilen. Zudem könnten auf die HCI-Beteiligung weitere Abschreibungen erfolgen. Der Markt für Schiffsbeteiligungen sollte weiterhin schwierig bleiben.

Es bestünden unverändert substanzielle Downside-Risiken, die sich aus der Marktentwicklung und der HCI-Beteiligung in Verbindung mit der schlechten Eigenkapitalausstattung ergeben würden.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihr "verkaufen"-Anlageurteil für die MPC Capital-Aktie. Das Kursziel werde von 3,50 EUR auf 3,00 EUR gesenkt. (Analyse vom 17.11.2009) (17.11.2009/ac/a/nw)




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