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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000PAT1AG3 PAT1AG -   € -   €
 
 
 

PATRIZIA Immobilien halten


09.10.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, empfiehlt die Aktie von PATRIZIA Immobilien (ISIN DE000PAT1AG3 / WKN PAT1AG) zu halten.

Der Umsatz des ersten Halbjahres sei im Jahresvergleich leicht auf 92,5 Mio. EUR gesunken (Vj.: 98,3 Mio. EUR). Dies sei durch das Fehlen von Blockverkäufen bedingt. In den beiden ersten Quartalen des Vorjahres hätten diese 23,7 Mio. EUR zum Umsatz beigesteuert. Die Nachfrage nach solchen Transaktionen sei zwar relativ hoch und das Unternehmen habe ein relativ gutes Produkt, aber die PATRIZIA Immobilien werde nach Erachten der Analysten vor allem noch als Privatisierer gesehen, was unter dem Strich den Vertrieb etwas belasten sollte.

Jedoch hätten sich die Umsatzerlöse aus Privatisierungen auf 39,6 Mio. EUR (+10,9%) im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt und im ersten Halbjahr an Momentum gewonnen. Während im ersten Quartal noch 110 Wohneinheiten veräußert worden seien, seien es im zweiten Quartal 147 Wohneinheiten gewesen. Gegenüber dem Vorjahr seien zehn Einheiten mehr verkauft worden.

Sehr dynamisch habe sich das Servicesegment entwickelt, welches auf 4,7 Mio. EUR (+80,8%) angestiegen sei. Dennoch seien unter dem Strich das EBITDA als auch das EBIT im Vergleich zum Vorjahr um ca. 15% zurückgegangen. Der Nettogewinn sei zudem durch ein niedrigeres Finanzergebnis belastet worden. Dabei sei zu berücksichtigen, dass der Nettogewinn des ersten Halbjahres 2008 durch die Marktbewertung von Zinssicherungsgeschäften in Höhe von 10,8 Mio. EUR positiv beeinflusst worden sei.

Hingegen sei das Ergebnis 2009 im Gegenzug mit -8,3 Mio. EUR belastet worden. Um sich den veränderten Marktbedingungen anzupassen, habe man bereits in den ersten beiden Quartalen Personal abgebaut. Die Personalkosten seien aber trotzdem gestiegen. Der Vorstand gehe jedoch davon aus, dass sich die Personalkosteneinsparungen in den folgenden Quartalen bemerkbar machen würden.

Aktuell trete man nicht auf der Käuferseite für das eigene Portfolio auf. Zukäufe für die gemanagten Fonds, seien indes wahrscheinlich. Um den Wert des Immobilienportfolios zu bewahren, werde das Unternehmen auch in diesem Jahr im Schnitt 20 EUR/m2 in Renovierungen investieren.

Im ersten Quartal sei man in der Lage gewesen, einen großen Teil des Portfolios zu refinanzieren, so dass von dieser Seite aktuell keine Gefahren kommen sollten. Man habe zwei Arten von Kreditrestriktionen zu berücksichtigen. Auf der einen Seite gebe es Verpflichtungen bezüglich der Mieteinnahmen und Zinszahlungen, was laut Unternehmensangabe kein Problem darstellen sollte, und auf der anderen Seite müssten bestimmte Abverkäufe dargestellt werden, was auch möglich erscheine.


Das Management erwarte allerdings ein Wachstum des Segments und habe bereits einige Blockverkäufe in der zweiten Hälfte des Jahres in Aussicht gestellt. Für dieses Jahr gehe man davon aus, dass nach den Privatisierungserfolgen im ersten Halbjahr mehr Wohneinheiten verkauft werden könnten, als dies im Vorjahr der Fall gewesen sei. Dies gelte bei der Gesellschaft auch als Minimalziel.

Auf der operativen Schiene (in diesem Fall EBT) erwarte das Management ein ausgeglichenes Ergebnis. Nach Erachten der Analysten werde dies stark davon abhängen, wann und in welchem Umfang das Unternehmen in der Lage sei, Blockverkäufe zu realisieren. In diesem Bereich sei eine stärkere Nachfrage zu verspüren. Zu welchem Zeitpunkt die Abschlüsse erfolgen würden, bleibe abzuwarten.

Im Servicebereich sei es wahrscheinlich, dass das Unternehmen die Dynamik der vergangenen Quartale beibehalten könne. Zwar werde das dritte Quartal, saisonbedingt, schwach ausgefallen sein, aber das vierte Quartal könnte weitere Umsatzsteigerungen bringen. Treiber sollten in diesem Bereich weitere Immobilienzukäufe für die eigenen Fonds sein. Auch das Zufließen von weiterem Kapital im hohen zweistelligen bzw. niedrigen dreisteiligen Bereich, beispielsweise durch das Auflegen eines weiteren Fonds, scheine den Analysten möglich.

Der Gesamtumsatz sollte nach Erachten der Analysten bis zu 10 Mio. EUR für das Gesamtjahr betragen. Im kommenden Jahr sei davon auszugehen, dass die Gesellschaft 500 bis 700 Privatisierungen erzielen könne. Bei den Blockverkäufen sollte 2010 eine spürbare Belebung zu verzeichnen sein. Einige institutionelle Investoren hätten bereits die Bereitschaft erklärt, ihr Portfolio von Wohnimmobilien weiter auszubauen. Davon sollte nach Ansicht der Analysten auch die PATRIZIA Immobilien profitieren können.

Der Servicebereich werde im kommenden Jahr weiter wachsen. Dies sollte aus allen Bereichen kommen. Zum einen würden die Asset Management-Fees durch das weitere Ansteigen der Assets under Management anwachsen. Aktuell habe das Unternehmen 1,2 Mrd. EUR Assets under Management und stelle 2,0 Mrd. EUR für Ende 2010 in Aussicht. Die Analysten würden davon ausgehen, dass die Gesellschaft diese Pläne erfüllen werde, wenngleich dieses Ziel herausfordernd bleibe.

Zudem werde die Patroffice, ein Joint Venture, weitere Gewerbeimmobilien ankaufen, was weiteren Umsatz bringen könnte. Zudem seien der Ausbau der eigenen KAG und deren Geschäft im Fokus. Unter dem Strich sehe man im Servicebereich Umsätze in Höhe von 15 Mio. EUR.

Neben dem originären Geschäft sollten im kommenden Jahr zwei Projekte (eines in München und eines in Augsburg) abgeschlossen und veräußert werden. Dies sollte nach Erachten der Analysten für zusätzliche Cash-flows und Gewinne nach Steuern in Höhe von 3 bis 4 Mio. EUR sorgen.

Das Unternehmen sei momentan operativ noch schwach aufgestellt. Bisher habe das Management in den vergangenen Monaten unter dem Strich die Aufgaben bewältigt. Die großen Sprünge werde das Unternehmen erst machen, wenn es möglich sei, wieder Blocktransaktionen durchzuführen. Zudem werde das Ergebnis in 2010 durch den Verkauf verschiedener Projekte positiv beeinflusst werden.

Da der Kurs der Aktie von PATRIZIA Immobilien in den vergangenen Wochen stark an Wert gewonnen hat, ist der Abschlag des Aktienkurses zum Eigenkapital nun relativ gering, so dass die Analysten vom Bankhaus Lampe den Wert unverändert mit "halten" einstufen. Das Kursziel werde von 1,80 EUR auf 4,00 EUR erhöht. (Analyse vom 09.10.2009) (09.10.2009/ac/a/nw)




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