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Aragon kaufen


06.10.2009
SES Research

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Torsten Klingner, stuft die Aragon-Aktie (ISIN DE000A0B9N37 / WKN A0B9N3) nach wie vor mit "kaufen" ein.

Aragon habe am 29.09.2009 100% an der MEG AG, Kassel, vom Gründer Mehmet Göker übernommen. MEG sei ein Spezialvertrieb für private Krankenversicherungen mit über 500 Beratern. Ein Kaufpreis, der nach Unternehmensangaben bei mehreren Millionen Euro liege, fließe erst bei der Erzielung eines über mehrere Jahre signifikant positiven Ergebnisses.

Vorerst sei der MEG nur Liquidität zur Verfügung gestellt worden. Als neue Vorstände der MEG seien die Aragon-Vorstände Ralph Konrad und Wulf Schütz eingesetzt worden. Herr Göker werde künftig als externer Berater für die MEG tätig sein. Mit einem Umsatz von EUR 60 Mio. in 2008, gehöre MEG zu den führenden Vertrieben von privaten Krankenversicherungen. Marktführer sei die impuls Finanzmanagement AG (Umsatz EUR 80 in 2008).

Die MEG befinde sich seit einigen Monaten in der Neuausrichtung. Im 2008 sei das Geschäftsmodell dahingehend geändert worden, dass die bisher freien Vermittler (selbständig) als Arbeitnehmer angestellt worden seien. Im Vorfeld sei Herr Göker zu einer Geldstrafe aufgrund eines Verfahrens wegen Scheinselbständigkeit verurteilt worden. Die falschen Anreizstrukturen durch die Grundgehälter der Vermittler hätten das Geschäftsmodell der MEG stark beeinträchtigt und zu hohen Kostenbelastungen geführt.


Aragon führe mit der Übernahme umgehend wieder das provisionsabhängige freie Vermittlermodell ein. Bis 2010/11 sehe Aragon einschließlich der MEG ein Umsatzpotenzial im Konzern von EUR 200 Mio. In 2009 rechne Aragon mit einem Umsatz von bis zu EUR 70 Mio. bei der MEG. Durch die Übernahme sollte sich der Anteil an börsenunabhängigen Versicherungsprodukten bei Aragon von 30% auf ca. 50% erhöhen (SESe).

Aragon habe mit MLP Österreich, den Maklervertrieben DVV und IMB AG sowie mit MEG bereits vier Unternehmen in 2009 übernommen. Auch wenn Aragon in der Vergangenheit schon mehrere Unternehmen (GAMAX, Compexx) erfolgreich integriert habe, dürfte die Koordination und Integration der MEG-Übernahme aufgrund der Größe und der Sondersituation eine Herausforderung sein.

In den neuen Prognosen werde die MEG ab 2010 berücksichtigt. In 2010 werde mit rückläufigen Umsätzen bei der MEG gerechnet (Umsatz EUR ca. 50 Mio.), da durch die Umstellung des Geschäftsmodells vom Verlust von Beratern auszugehen sei. Insbesondere durch die Festanstellung, sei die Zahl der Berater bei der MEG in 2008/09 rasant angestiegen. Aufgrund von Restrukturierungskosten werde in 2010 mit noch einem geringen Ergebnisbeitrag gerechnet (SESe EUR <1 Mio.). Unter der Annahme einer erfolgreichen Restrukturierung sei bei MEG eine EBIT-Marge von etwa 10% realistisch. Angesichts dessen entspricht der geschätzte Kaufpreis von EUR 5 Mio. einem günstigen EBIT-Multiplikator von etwa 1 (2011e).

Die Analysten von SES Research bestätigen ihre Kaufempfehlung für die paragon-Aktie. Das angepasste DCF-Modell führe zu einem von EUR 11,80 auf EUR 14,00 angehobenen Kursziel. (Analyse vom 06.10.2009)
(06.10.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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