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Villeroy & Boch akkumulieren 22.04.2002
sunday-market
Dem langfristig ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten von "sunday-market" die Aktien von Villeroy & Boch (WKN 765723) zum Einstieg.
Mit weißen oder cremefarbenen Fliesen könnten Bad- und Kücheneinrichter den Endverbraucher offenbar nicht mehr begeistern. Wohl aber mit Luxus-Dampfbädern, Whirlpools oder exklusiv designten Duschkabinen.
Deshalb setze die Villeroy & Boch AG, traditionsreicher Keramikhersteller aus Mettlach an der Saar, für das laufende Geschäftsjahr 2002 ihre Hoffnungen in den Unternehmensbereich "Wellness" - und habe in weiser Voraussicht schon mal Produktionsgesellschaften in Tschechien, der Slowakei, Belgien und Italien gekauft. Diese "offensive Akquisitionspolitik", wie das Unternehmen verkünde, solle sich im laufenden Geschäftsjahr 2002 bezahlt machen.
Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 habe die junge Wellness-Sparte Umsatzzuwächse - geprägt durch die Akquisitionen - von knapp 47 Prozent und somit 72,4 Millionen Euro erwirtschaften können. Zuwächse beim operativen Ergebnis melde der Keramikhersteller auch aus den Unternehmensbereichen Bad und Küche sowie Tischkultur.
Der Unternehmensbereich Fliesen hingegen habe mit 298,6 Millionen Euro knapp das Vorjahresergebnis von 300,1 Millionen Euro verfehlt, beim operativen Ergebnis würden die Fliesen sogar mit 2,5 Millionen Euro im Minus liegen (Vorjahr: 1,1 Millionen Euro). Als Gründe für das schlechte Abschneiden des Unternehmensbereichs würden die Saarländer die "gravierend negative Marktentwicklung" sowie einen ruinösen Preiskampf anführen.
Die schwierige Marktentwicklung müsse noch für weitere Begründungen herhalten. Wie schon im Februar, als die vorläufigen Zahlen bekannt gegeben worden seien, nenne der Keramikhersteller die Baukrise und die Konsumzurückhaltung als Hauptursache für die Probleme des Unternehmens. Zwar sei im Geschäftsjahr 2001 der Konzernumsatz wie angekündigt um 3,8 Prozent auf 975,2 Millionen Euro angestiegen, das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns sei jedoch um 5,8 Prozent auf 40,8 Millionen Euro gesunken.
Daher liege auch der Jahresüberschuss mit 22,5 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 24,8 Millionen Euro. Die zahlreichen Akquisitionen und Investitionen ins Ausland dürften daran schuld sein, dass die Nettoliquidität des Unternehmens von 36,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2000 auf minus 11,3 Millionen Euro in 2001 zusammengeschrumpft sei. Die Eigenkapitalquote hingegen liege mit 43,5 Prozent nahezu auf dem Vorjahreswert von 44,1 Prozent.
Für das laufende Geschäftsjahr setze der Traditionsbetrieb aus dem Dreiländereck auf das Auslandsgeschäft. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz - bereits im Geschäftsjahr 2001 von 62 auf 66 Prozent gestiegen - solle auch im laufenden Jahr weiter wachsen. Diese Strategie sei für Villeroy & Boch am sinnvollsten, schließlich sei im Inland weder in der Baukonjunktur noch in der Konsumgüternachfrage die lang ersehnte Trendwende in Sicht, so der Keramikhersteller.
Positive Effekte solle auch der Unternehmensbereich Wellness liefern, der bereits im ersten Quartal ein Umsatzwachstum von stolzen 63 Prozent habe vorweisen können - Akquisitionen mit eingerechnet. Auf dieser Grundlage habe sich die Villeroy & Boch AG vorgenommen, im Geschäftsjahr 2002 die Umsatzmarke von 1 Milliarde Euro zu überspringen und auch den Gewinn vor Zinsen und Steuern um 7,5 Prozent auf 44 Millionen Euro zu verbessern.
Als konservative Beimischung für den Langfristanleger sei die Villeroy & Boch Aktie durchaus geeignet. Der zukünftige SDAX 50 Wert dümpele seit Monaten um die Marke von 10 Euro. Sobald die Expansion ins Ausland wie angekündigt Formen annehme, dürfte die Aktie sich von dieser Marke lösen. 12 Euro auf Sicht von zwölf Monaten, also ein Kurspotenzial von 20 Prozent billige "sunday-market" der Aktie zu.
Das Rating der Analysten von "sunday-market" für Villeroy & Boch lautet auf "akkumulieren".
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