Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

XING kaufen


17.09.2009
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von XING (ISIN DE000XNG8888 / WKN XNG888) nach wie vor zu kaufen.

Das Online-Portal habe in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres den Umsatz um 35 Prozent auf 21,5 Millionen Euro gesteigert. Operativ (EBITDA) habe die Gesellschaft 5,9 Millionen Euro nach 5,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum verdient. Diese Gewinngröße habe mit dem Umsatzwachstum nicht Schritt halten können, da die Hamburger vor allem deutlich höhere Personalkosten hätten. Zudem sei stark in die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells investiert worden. Beim Nettoergebnis hätten zusätzlich noch Sonderabschreibungen belastet. Entsprechend habe sich der Konzerngewinn von knapp drei auf 2,2 Millionen Euro reduziert.

Die wahrscheinlich geringere Ertragskraft beim Nettoergebnis von XING in 2009 gegenüber 2008 sei kein Beinbruch. Da die Skalierbarkeit der Firma sehr hoch sei, dürften sich die aktuellen Investitionen spätestens in zwei bis drei Quartalen wieder positiv auf die Margen auswirken. Vorstandschef Stefan Groß-Selbeck fühle sich mit der Erwartung der Experten im Hintergrundgespräch recht wohl. Er sei optimistisch, in 2010 vor allem beim Gewinn als auch beim Umsatz wieder stärker zu wachsen. Eine Rückkehr zu EBITDA-Margen von mehr als 30 Prozent dürfte recht schnell wieder gelingen. Im kommenden Jahr könnte die Firma bereits 60 Millionen Euro umsetzen und ein EBITDA von über 20 Millionen Euro einfahren. Die Marge könnte mit etwa 35 Prozent auf 2008er Niveau liegen. Unterm Strich dürften 13 Millionen Euro Profit in der Kasse klingeln oder 2,50 Euro je Aktie.

XING habe bisher drei Ertragssäulen: Werbung, Stellenanzeigen sowie das "Kerngeschäft" über zahlende Mitglieder auf der gleichnamigen Plattform. Laut dem CEO leide im aktuellen Umfeld natürlich die Werbung. Das sei nicht tragisch, da diese Säule sehr klein sei. Deutlich ausbauen wolle der studierte Jurist und ex-Berater hingegen den Bereich Stellanzeigen. "Wir arbeiten an neuen Produkten und Features, um das Job-Rectruiting attraktiver zu machen und das Potenzial dieses Bereichs besser ausschöpfen zu können". Weitere neue Produkte und Innovationen dürften früher oder später zu einer vierten Ertragssäule hinauslaufen.

Ganz oben auf der Agenda des Vorstandsvorsitzenden stehe das Geschäft mit Firmenkunden. XING werde bereits heute von vielen als eine Art berufliche "Gelbe Seiten" genutzt. Warum dies nicht auch auf Firmen übertragen und eine neue Art von "Gelbe Seiten" auf dem eigenen Grundgerüst aufbauen.


Groß-Selbeck habe sich für die Zukunft ein starkes Wachstum auf die Fahnen geschrieben. Die Mitgliederzahl an Premium-Usern, die monatlich Cashflow abwerfen würden, solle mittelfristig von aktuell 635.000 auf über 1,2 Millionen verdoppelt werden. Im Jahr 2012 oder spätestens im Jahr 2013 sollte XING die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro durchbrechen. Sofern der ehemalige eBay-Manager Zukäufe mache, die er nicht ausschließe, vermutlich auch früher. Für Übernahmen würden die Hamburger auf einer Kriegskasse von mehr als 35 Millionen Euro sitzen. Dank der Free-Cashflows, die auch in 2009 sprudeln würden, steige die Kasse weiter an.

Die Aussichten von XING, die Skalierbarkeit und die guten Cashflows würden Begehrlichkeiten wecken. Anscheinend hätten einige Konzerne großes Interesse an einer Übernahme von XING. Groß-Selbeck habe das Thema nicht kommentieren wollen. Ob das Unternehmen eigenständig bleibe, hänge insbesondere an Gründer Lars Hinrichs, der knapp 30 Prozent der Aktien halte. Hinrichs, den die Experten telefonisch in China erreicht hätten, habe Marktgerüchte bezüglich eines Aktienverkaufs seines Paketes nicht kommentieren wollen. Auch die Übernahmegerüchte kommentiere er nicht. Das jüngste Gerücht, US-Wettbewerber LinkedIn wolle sich die Deutschen einverleiben, stamme von einem US-Dienst und sei interessanterweise aus den USA gekommen. Allerdings sei die Fantasie des Dienstes auch recht groß und viele der Gerüchte würden eher ins Reich der Fabeln gehören.

Andererseits höre man, dass auch Unternehmen wie Canal Plus, Vivendi und Telecom Italia ein Auge auf XING geworfen hätten. Selbst die Deutsche Telekom habe angeblich Interesse an dem Unternehmen, um die Aktivitäten auf ihrer eigenen Plattform zu stärken. Seit Jahr und Tag gelte ebenfalls Axel Springer als Interessent, der heiß auf Online-Plattformen sei. Am Ende des Tages werde es eine Preisfrage sein: Hinrichs habe schon mehrere Firmen gegründet und den Experten im Dezember gesagt, dass er auch weiter Firmen gründen und aufbauen wolle. Er habe damals gesagt, dass er langfristig in XING investiert bleiben wolle. Aber ab einem bestimmten Preislevel dürfte auch er schwach werden, sofern eine Offerte komme.

Die rund 5,3 Millionen Aktien würden einen Börsenwert von 175 Millionen Euro repräsentieren. Das KGV von 16 für 2010 sei angesichts des starken Wachstums nicht teuer, und obendrauf die erwähnte Übernahmefantasie. Der Dauerfavorit der Experten, XING, entwickle sich erfreulich.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten die XING-Aktie weiter zu kaufen. (Analyse vom 17.09.2009) (17.09.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
02.03.2023, ZertifikateJournal
MINI Future auf New Work: Gute Ergebnisse - Optionsscheinenews
15.11.2018, ZertifikateJournal
Turbo Short auf XING: Starke Zahlen verpuffen - Optionsscheineanalyse
09.08.2018, ZertifikateJournal
Turbo auf XING: Mehr Mitglieder, mehr Umsatz, mehr Gewinn - Long bleiben! Optionsscheineanalyse
01.03.2018, ZertifikateJournal
Turbo auf XING: Einmal mehr starke Zahlen - Börse reagiert dennoch reserviert - Optionsscheineanalyse
30.11.2017, ZertifikateJournal
Turbo Call auf XING: Karrierenetzwerk wächst und wächst - Optionsscheineanalyse
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG