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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0006200108 620010 -   € -   €
 
 
 

INDUS Holding meiden


28.08.2009
Prior Börse

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Experten der "Prior Börse" raten die Aktie der INDUS Holding (ISIN DE0006200108 / WKN 620010) zunächst zu meiden.

Die Krise habe das Unternehmen schwer erwischt. Aktuell befänden sich 30 Prozent der Mitarbeiter in Kurzarbeitsmaßnahmen, deren Laufzeit laut INDUS "mehrheitlich bis in 2010 anhält". Die auf 100-Prozent-Beteiligungen im Mittelstand fokussierte Holding habe in der 1. Hälfte des kaufenden Jahres nur noch 365 Millionen Euro umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Einbruch um 21 Prozent. Firmenchef Helmut Ruwisch spreche von "einmalig schwierigen Rahmenbedingungen". Den operativen Gewinn habe es im 1. Semester besonders hart erwischt. Und das, obwohl der Materialaufwand infolge gesunkener Rohstoffpreise habe gesenkt werden können.

Im vergangenen Jahr habe hier noch ein Ergebnis von 55 Millionen Euro ausgewiesen werden können. Diesmal seien es nur noch 21 Millionen Euro gewesen. Es seien Restrukturierungsmaßnahmen im Umfang von drei Millionen Euro angefallen. Dies habe dem Einbruch die Krone aufgesetzt. Angesichts der, wie auch im Vorjahr, unausweichlichen Kreditzinsen von 14 Millionen Euro, sei das Nettoergebnis dramatisch gesunken. Nach Abzug der Steuern seien letztlich nur 1,5 Millionen Euro hängengeblieben - gegenüber rund 27 Millionen vor Jahresfrist!


Bei einigen der Tochterfirmen seien Stellen gestrichen worden. Von ursprünglich rund 6.000 Angestellten seien noch 5.434 übrig. Vorstandslenker Ruwisch habe zwar heute geäußert, dass er Licht am Ende des Tunnels sehe. Dennoch würden zum Ende des Jahres massive Wertberichtigungen drohen. INDUS Holding halte aktuell 41 Beteiligungen. Davon stamme etwa die Hälfte aus der schwächelnden Automobil-Industrie bzw. der darbenden Maschinenbaubranche.

Im Rahmen der damit verbundenen Akquisitionen habe sich auf der Aktivseite der Konzernbilanz eine riesige Position "Geschäftswert/Goodwill" von rund 281 Millionen Euro gebildet. Diese Position sei der größte Brocken unter den Vermögenswerten und mache 30 Prozent der Bilanzsumme aus. Er sei entstanden, da INDUS den bisherigen Eignern mehr Geld bezahlt habe, als Vermögenswerte akquiriert worden seien. Das sei soweit nicht ungewöhnlich und erst recht nicht tragisch, schließlich werde der Bilanzposten nur in wirtschaftlich schlechten Zeiten zur Belastung: Sollte sich die Krise in den nächsten Monaten fortsetzen, würden die Wirtschaftsprüfer jede einzelne Tochtergesellschaft sehr genau auf ihre Werthaltigkeit hin abklopfen und schlimmstenfalls auf eine deutliche Korrektur der bilanzierten Werte hinwirken.

Das würde negative Auswirkungen auf Jahresergebnis und Eigenkapital von INDUS haben. Die Eigenkapitalquote im Konzern könne man mit 25% zwar als ordentlich bezeichnen, das aber auch nur, solange die ausgewiesenen Vermögenswerte nicht nach unten korrigiert würden. Dann drohe Arges. Mindestens eine Kapitalerhöhung.

Gemäß den Experten der "Prior Börse" sollen Anleger die INDUS Holding-Aktie zunächst meiden. (Ausgabe 64 vom 28.08.2009) (28.08.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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