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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 29,44 € |
29,84 € |
-0,40 € |
-1,34 % |
20.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006219934 |
621993 |
- € |
- € |
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Jungheinrich VZ halten 29.07.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934 / WKN 621993, VZ) weiterhin mit dem Rating "halten" ein.
Die Gesellschaft habe am Montag, für die Analysten nicht überraschend, umfangreiche Schritte zur Senkung der Fixkosten bzw. insbesondere der Personalkosten angekündigt. Der Grund dafür liege in der anhaltend negativen Markt- und Geschäftsentwicklung. Noch auf der Hauptversammlung Anfang Juni seien ein Auftragseingang und Umsätze in Höhe von 1,7 Mrd. EUR in Aussicht gestellt worden. Diese Prognose habe auf Schätzungen basiert, nach denen der Markt für Flurförderzeuge im laufenden Jahr weltweit um 28% und im wichtigeren Markt Europa um 30% zurückgehe. Nun rechne die Gesellschaft selber weltweit mit einem Rückgang um 40% und mittelfristig mit einem Niveau, das nicht an die Umsätze aus 2007 und 2008 heranreiche, ein Szenario das die Analysten nachvollziehen könnten.
Daher plane Jungheinrich in Deutschland zusätzlich zu den bereits Anfang des Jahres abgebauten 300 Arbeitsplätzen (im Wesentlichen Leiharbeiter) die Belegschaft noch um weitere 500 Mitarbeiter zu reduzieren. In Ergänzung zu den vor allem im Auslandsbereich bereits eingeleiteten Anpassungsmaßnahmen von rund 400 Mitarbeitern im Jungheinrich-Vertrieb, sei ein weiterer Personalabbau von voraussichtlich 150 Mitarbeitern im In- und Ausland notwendig. Die Analysten würden hieraus Aufwendungen in Höhe von 40 Mio. EUR erwarten, die auch bereits in 2009 verbucht würden.
Darüber hinaus habe die Gesellschaft verkündet, dass in Q2 Belastungen aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten und Beteiligungen in Höhe von rund 12 Mio. EUR resultieren würden. Des Weiteren würden die Analysten davon ausgehen, dass das rein operative Ergebnis zum Ende des Jahres bei etwa 15 Mio. EUR liegen werde. Damit summiere sich das EBIT auf -67 Mio. EUR. Darüber hinaus würden die Analysten nicht ausschließen, dass weitere Abschreibungen, z.B. infolge von Impairment-Tests oder Wertberichtigungen in der Mietflotte folgen würden. Hier hätten sie aber noch keine weiteren Belastungen modelliert.
Mit Blick auf die Multiples EV/Umsatz (2009e: 0,3) bzw. KBV (2009e: 0,5) erscheine die Aktie sehr günstig bewertet. Nach Erachten der Analysten würden sich diese vermeintlich günstigen Bewertungen relativieren, wenn die historischen Bewertungen von Jungheinrich mit den historischen Bewertungen anderer Industrieunternehmen verglichen würden. Dabei falle auf, dass das Verhältnis EV/Umsatz von Jungheinrich in den Jahren 2005 bis 2008 durchschnittlich um 60% unter dem der Unternehmen aus dem Prime Industrial Index gelegen habe. Mit Blick auf das KBV würden sich im selben Zeitraum Abschläge bei der Jungheinrich-Bewertung in ähnlicher Höhe ergeben. Diese klaren Abschläge zum Branchenschnitt würden die Analysten u.a. auf das fehlende Stimmrecht der Investoren zurückführen.
Insgesamt ist die Aktie von Jungheinrich damit nach Erachten der Analysten vom Bankhaus Lampe marktkonform bewertet, so dass sie kein wesentliches Outperfomancepotenzial sehen und die Aktie weiterhin mit "halten" einstufen. Wenn die Analysten ihr Kursziel von 11,00 EUR auf 9,50 EUR reduzieren würden, dann würden sich darin ihre gesenkten Prognosen für 2009 und vor allem für 2010 widerspiegeln. (Analyse vom 29.07.2009) (29.07.2009/ac/a/nw)
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