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SKW Stahl-Metallurgie kaufen 22.07.2009
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Frank Laser, Analyst von SES Research, stuft die SKW-Stahl-Metallurgie-Aktie (ISIN DE000SKWM013 / WKN SKWM01) unverändert mit "kaufen" ein.
Die Europäische Kommission habe heute die ausstehende Geldbuße im Zuge der Untersuchung im Kalziumkarbidsektor wegen des Verdachts von kartellrechtswidrigem Verhalten festgesetzt. Folglich sei gegen SKW - zusammen mit Arques und Evonik - ein Gesamtbußgeld von EUR 14,34 Mio. verhängt worden, das gesamtschuldnerisch zahlbar sei. Damit dürfte die maximale Belastung für SKWs Gewinn- und Verlustrechung aufgrund des Kartellrechtsstreits im laufenden Geschäftsjahr bei EUR 8,1 Mio. liegen, da SKW bereits im Geschäftsjahr 2008 Rückstellungen von EUR 6,2 Mio. für das ausstehende Urteil gebildet habe. Dies würde jedoch implizieren, dass sowohl Arques als auch Evonik keinen Teil der Geldbuße zahlen würden. Dies dürfte ein eher unrealistisches Szenario sein.
Zusätzlich dürfte SKW rechtliche Schritte gegen Degussa einleiten, von der das Unternehmen das betroffene Geschäft bereits im September 2004 übernommen habe. Jeder Rechtsstreit dürfte jedoch mehrere Monate bis Jahre dauern und sollte SKW nicht davor bewahren, die Geldbuße kurzfristig zahlen zu müssen. Die Geldstrafe von EUR 14,3 Mio. könne als das von SKW maximal zu tragende Risiko im Zuge des kartellrechtlichen Prozesses angesehen werden. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Zahlung zwischen den angeklagten Unternehmen aufgeteilt oder zum Teil von dem früheren Besitzer des Geschäftsbereichs abgegolten werde.
Vor dem Hintergrund dieser Annahmen würden die Zahlen für das Gesamtjahr 2009 unter Berücksichtigung einer möglichen Rückstellung in Höhe von EUR 8,1 Mio. gesenkt. Zudem werde das SES-Modell nach unten angepasst, um die anhaltend schleppende Nachfrage in der Stahlindustrie, der Kernindustrie von SKW, widerzuspiegeln. Die kürzlich positiven Signale dürften sich im Unternehmen erst Ende des Q3 bemerkbar machen.
Unsicherheiten in Bezug auf die Höhe der ausstehenden Geldstrafe, die auf dem Aktienkurs gelastet hätten, würden den Markt nun nicht mehr beeinflussen. Da 2009 angesichts der globalen Wirtschaftssituation als ein Übergangsjahr angesehen werden könne, sollte eine Belebung der Nachfrage zu einer Neubewertung der Aktie führen. Die Bewertung sei jedoch selbst unter Annahme einer sich über zwei weitere Jahre fortsetzenden schleppenden Nachfrage günstig.
Die Kaufempfehlung der Analysten von SES Research für die SKW-Stahl-Metallurgie-Aktie werde daher mit einem neuen Kursziel von EUR 21 (DCF; altes Kursziel: EUR 23) bestätigt. (Analyse vom 22.07.2009) (22.07.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens.
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen betreuen die analysierte Gesellschaft am Markt. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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