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MVV Energie übergewichten 08.11.2001
BW Bank
Die Analysten der BW Bank stufen die Aktien von MVV Energie (WKN 725590) mit "übergewichten" ein.
Die MVV Energie AG sei als Verteilerunternehmen und Energiedienstleister in den Bereichen Strom, Gas, Fernwärme, Entsorgung und Wasser sowie kerngeschäftsnahen Dienstleistungen tätig (Multi-Utility). Das Versorgungsgebiet umfasse im wesentlichen den Raum Mannheim/Rhein-Neckar und werde sukzessive hauptsächlich durch Akquisitionen erweitert. Daneben sei das Unternehmen in verschiedenen Zukunftstechnologien engagiert. Hervorzuheben seien die Powerline-Technologie, Engagements in der Biomasse, Wind- und Solarbranche sowie weitere Beteiligungen an Technologieunternehmen. Dieses Innovationsportfolio sei unter dem Dach einer neugegründeten Venture Capital Gesellschaft gebündelt worden.
Steigender Wettbewerb auf dem deutschen Strom- und Gasmarkt und damit verbundener Erlös- und Ertragsdruck würden die Entwicklung der MVV Energie im Geschäftsjahr 2000/01 prägen. Dennoch habe sich das Unternehmen gut im Markt behaupten können. In den ersten 9 Monaten sei der Umsatz (ohne Erstkonsolidierung Energieversorgung Offenbach) um 39% angestiegen, was aber hauptsächlich auf das Mengenwachstum beim margenschwachen Stromhandel zurückzuführen gewesen sei.
Dem stünden wettbewerbsbedingte Preissenkungen aus dem Vorjahr gegenüber, die in den ersten 9 Monaten 2001 zu Erlöseinbußen im Stromgeschäft geführt hätten. Auch die Geschäftsfelder Wärme und Gas seien von witterungsbedingten Absatzrückgängen gekennzeichnet gewesen. Bereinigt um Sondereffekte habe das EBIT um 1% über dem Vorjahr gelegen. Zudem seien Restrukturierungsmaßnahmen zur künftigen Ertragsstabilisierung vorgenommen worden, was positiv zu bewerten sei.
Mit Beteiligungen an nationalen und internationalen Verteiler- und Serviceunternehmen, wie zuletzt an den Stadtwerken Solingen und im Fernwärmegeschäft Polen und Tschechien sowie dem weiteren Ausbau des Energiehandels, wolle die MVV Energie ihre Marktposition verbessern. Daneben erwarten die Analysten der BW Bank, dass sich das Innovationsportfolio mittelfristig auszahlt. Insbesondere über das technisch nun ausgereifte Powerline wolle die MVV Energie zahlreiche Neukunden gewinnen. Zudem sei man über das Joint-Venture Aquamundo im attraktiven internationalen Wassergeschäft tätig.
Die Analysten würden für das Geschäftsjahr 2001/02 zwar mit anhaltendem Wettbewerbsdruck im Kerngeschäft rechnen, trotzdem sollte sich das Unternehmen in diesem Umfeld gut behaupten. Im 2. Quartal 2002 solle der Free Float durch eine Kapitalerhöhung und den Verkauf von Anteilen der MVV GmbH auf mindestens 25% erhöht und unter anderem das weitere Wachstum finanziert werden. Damit sollte sich die noch enge Börsenliquidität erhöhen.
Die fundamentale Bewertung der Aktie liege trotz der guten strategischen Positionierung des Unternehmens unter dem Branchendurchschnitt. Das Votum der Analysten der BW Bank für die Aktien von MVV Energie lautet daher "übergewichten".
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