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MPC Capital verkaufen 09.07.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die MPC Capital-Aktie (ISIN DE0005187603 / WKN 518760) unverändert mit "verkaufen" ein.
Die Gesellschaft werde aktuell weiterhin mit der Anlegerzurückhaltung konfrontiert. Im zweiten Quartal sollte sich das Platzierungsvolumen auf ca. 35 Mio. EUR belaufen, was somit eine Belebung auf niedrigem Niveau bedeuten würde. Ab einem Platzierungsvolumen von 300 Mio. EUR könne MPC Capital angabegemäß kostendeckend arbeiten, wobei sich diese Marke angesichts der zurückhaltenden Vertriebstätigkeit nach unten verschoben haben sollte.
Die Analysten würden aktuell dennoch nicht damit rechnen, dass der Break-even erreichbar sei und würden angesichts der anhaltenden schwachen Märkte in ihren Modellen von nunmehr 180 Mio. EUR für das Gesamtjahr ausgehen (bislang: 195 Mio. EUR). Sie würden zudem noch im dritten Quartal mit erneuten Abschreibungen auf die HCI-Beteiligung rechnen. Der aktuelle Buchwert von knapp 61 Mio. EUR könnte nach Auffassung der Analysten um weitere 30 Mio. EUR abgeschrieben werden. Diese Abschreibung hätten sie bislang nicht in ihre Modelle integriert, so dass ein substanzielles Downside-Risiko für das EPS bestehe.
Des Weiteren würden weitere Abschreibungen auf Schiffsinvestments im einstelligen Millionenbereich drohen. Die Kombination von operativer Schwäche und den beschriebenen Belastungen auf der Bilanzseite würden ein Investment aus Sicht der Analysten unattraktiv machen.
Die Kostensenkungsmaßnahmen würden offenbar über Plan liegen. MPC Capital habe Finanzierungszusagen bis 2011/2012. Die Diversifizierung in der Vertriebsstruktur (vermehrt freie Makler) sollte sich mittelfristig auszahlen. MPC Capital habe langjährigen Track-record aufzuweisen (7,4 Mrd. EUR platziertes Eigenkapital seit 1994).
Weitere Abschreibungen auf Schiffinvestments und die HCI-Beteiligung würden drohen; die Analysten würden mit einer Abschreibung des HCI-Anteils um weitere 30 Mio. EUR im dritten Quartal rechnen. Die Platzierungstätigkeit sei im ersten Quartal drastisch eingebrochen, auch wenn aktuell eine leichte Belebung zu sehen sei. MPC Capital habe die Marktführerschaft an HCI Capital verloren (MPC Capital war in 2008 drittgrößter Emittent nach Nordcapital).
Das Vertrauen der Kapitalmärkte in das Unternehmen habe zuletzt stark gelitten. Die Gesellschaft werde nach Erachten der Analysten 2009 nicht kostendeckend arbeiten. Geschlossene Fonds würden sich einer anhaltenden Anlegerzurückhaltung ausgesetzt sehen. Das Kernsegment Schiffsbeteiligungen sei von der derzeitigen Krise in besonderem Maße betroffen. Auf der Personalseite würden sich zusätzliche Kosten offenbar nur unter einer Schwächung der Vertriebspower realisieren lassen.
Neben der enttäuschenden operativen Entwicklung bestünden substanzielle Downside-Risiken, die aus wahrscheinlichen Abschreibungen bestehen würden. Im Rahmen ihrer Bewertung würden die Analysten aktuell auf ihr Dividenden-Modell verzichten und auf die DCF-Bewertung zurückgreifen.
Im Rahmen ihres DCF-Modells (WACC: 7,8% TG: 1,0%) ermitteln die Analysten vom Bankhaus Lampe aktuell einen fairen Wert von 3,00 EUR, was unverändert das "verkaufen"-Anlageurteil für die MPC Capital-Aktie zur Folge hat. Das Kursziel werde von 3,50 EUR auf 3,00 EUR gesenkt. (Analyse vom 09.07.2009) (09.07.2009/ac/a/nw)
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