|
 |
 |
|
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 22,50 € |
22,60 € |
-0,10 € |
-0,44 % |
20.04/17:35 |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005565204 |
556520 |
- € |
- € |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Dürr unterbewertet 29.05.2009
GBC AG
Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der GBC AG, Philipp Leipold und Manuel Hölzle, halten die Dürr-Aktie (ISIN DE0005565204 / WKN 556520) für unterbewertet.
Die Dürr AG mit Hauptsitz in Stuttgart habe sich dem schwachen konjunkturellen Umfeld nicht vollständig entziehen können und im ersten Quartal 2009 eine Umsatzeinbuße von 13,1% auf 309,5 Mio. Euro (Q1 2008: 356,2 Mio. Euro) vermelden müssen. In einigen Kundenprojekten bei Automobilherstellern sei es hier zu Verzögerungen gekommen, so dass sich der Umsatz rückläufig entwickelt habe.
Deutlich schwächer hätten sich die Ordereingänge in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres entwickelt. Die Auftragseingänge seien um knapp 60% auf 208,4 Mio. Euro zurückgegangen. Besonders sei hierbei der Geschäftsbereich Lackiertechnik mit der Automobilindustrie betroffen gewesen. Im Bereich Aircraft and Technology Systems habe im ersten Quartal 2009 ein richtungsweisender Großauftrag von Airbus über die Lieferung von Lackierkabinen gewonnen werden können.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres von 10,4 Mio. Euro in 2008 auf 4,8 Mio. Euro in 2009 reduziert. Hierin enthalten seien Rückstellungen für Restrukturierungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro, welche das operative Ergebnis zusätzlich belastet hätten. Zudem hätten sich im ersten Quartal die Vertriebskosten von 23,7 Mio. Euro in 2008 auf 25,5 Mio. Euro in 2009 im Zusammenhang mit mehreren Evaluierungsprojekten für das neue Lackierkabinenkonzept EcoDryScrubber erhöht.
Der Dürr-Konzern sei nach Ansicht der Analysten bestens positioniert, um gestärkt aus der aktuellen Krise der Automobilindustrie hervorzugehen. Das Unternehmen habe bereits im vergangenen Jahr Maßnahmen eingeleitet, um die Kapazitäten auf ein deutlich geringeres Geschäftsvolumen anzupassen. Darüber hinaus sähen sie mittelfristig einige Trends und Entwicklungen, die Wachstumspotenziale eröffnen könnten. Dürr sei international gut aufgestellt und sollte hier von der steigenden Nachfrage in den Emerging Markets mittelfristig profitieren. Auch das Geschäft mit der Flugzeugbranche solle weiter gestärkt und ausgebaut werden.
Mit einer Eigenkapitalquote von über 30% und einer Nettoverschuldung von 73,0 Mio. Euro sei Dürr bilanziell solide aufgestellt. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Nettoverschuldung im laufenden Geschäftsjahr aufgrund eines höheren Working Capital Bedarfs ansteigen werde. Der geplante Rückkauf der zweiten Hälfte der Unternehmensanleihe von 97,2 Mio. Euro werde daher vorerst gestoppt.
Die Bewertungsrelationen würden den Analysten trotz des deutlichen Anstiegs der Aktie in den letzten Wochen nach wie vor als attraktiv erscheinen. Das 2009er KGV sähen sie aktuell unter 8 und das 2009er EV/EBITDA unter 4.
Die Analysten der GBC AG halten die Dürr-Aktie für unterbewertet. Im Rahmen ihres DCF-Modells hätten sie ein Kursziel für die Aktie in Höhe von 16,15 Euro errechnet. (Analyse vom 29.05.2009, GBC Best of SDAX I.2009) (29.05.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|