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ESCADA verkaufen 25.05.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Christoph Schlienkamp, stuft die ESCADA-Aktie (ISIN DE0005692107 / WKN 569210) unverändert mit "verkaufen" ein.
ESCADA habe am vergangenen Freitag nach Börsenschluss publiziert, sich von der Tochter Primera (Marken: apriori, BiBA, cavita und Laurèl) zu trennen. Aufgrund des erwarteten Verkaufspreises werde sich jedoch für ESCADA ein weiterer und den Analysten in der Höhe unerwarteter Wertberichtigungsbedarf ergeben. Sie würden davon ausgehen, dass sich die Belastungen (Abschreibungen zzgl. operative Verluste) für ESCADA durch Primera im Bereich von gut 70 Mio. EUR bewegen würden. Die Unterzeichnung der entsprechenden Verträge solle in den nächsten Tagen vollzogen werden. Zudem habe die Gruppe angekündigt, nach Abschluss der Transaktion weitere Details zu veröffentlichen.
Als Konsequenz dieser Wertberichtigungen sei im Einzelabschluss der ESCADA AG unter Berücksichtigung des für das Geschäftsjahr 2007/08 ausgewiesenen Bilanzverlusts ein Minus in Höhe von mehr als der Hälfte des Grundkapitals entstanden. Dieses sei darauf zurückzuführen, dass die von der ordentlichen Hauptversammlung am 28.4.2009 beschlossene Kapitalherabsetzung noch nicht in das Handelsregister eingetragen und daher noch nicht wirksam geworden sei. Der Vorstand der Gesellschaft werde entsprechend unverzüglich eine Hauptversammlung einberufen, um dieser den Verlust anzuzeigen. Der genaue Termin der Hauptversammlung werde in Kürze mitgeteilt.
Die Geschäftsentwicklung der Gruppe sei wie erwartet im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres schwierig geblieben. Nach vorläufigen Zahlen habe der Halbjahresumsatz des Konzerns und des aufgegebenen Geschäftsbereichs Primera zusammen mit 248,2 Mio. EUR um 16,1% niedriger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum und damit im unteren Bereich der Erwartungen gelegen. Der Umsatz der Marke ESCADA habe nach dem ersten Halbjahr 2008/09 bei 146,5 Mio. EUR und damit um 18,1% unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gelegen.
Der Konzern weise ein vorläufiges negatives Halbjahresergebnis nach Steuern von 17,8 Mio. EUR aus (1. Halbjahr 2007/08: -6,0 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung des aufgegebenen Geschäftsbereichs Primera und der Bewertungsanpassung liege das vorläufige Ergebnis nach Steuern bei -91,7 Mio. EUR nach -8,0 Mio. im Vorjahreszeitraum.
In seiner Prognose für das Gesamtjahr gehe der Vorstand bei der Marke ESCADA weiterhin von einer rückläufigen Umsatzentwicklung im niedrigen zweistelligen Prozentsatz aus. Die negativen Auswirkungen auf das Ergebnis würden teilweise durch Kosteneinsparungen kompensiert. Der endgültige Halbjahresbericht werde spätestens am 25.6.2009 veröffentlicht werden.
Die Analysten würden ihre Modelle erst nach der vollständigen Vorlage der nächsten Zahlen anpassen. Nach der aktuellen Unternehmensnachricht gelte unverändert, dass die Insolvenz weiter nicht auszuschließen sei. Das Management habe zuletzt darauf hingewiesen, dass vier Punkte für die Rettung des Konzerns kumulativ erfüllt sein müssten: Kapitalherabsetzung, ein Sanierungsbeitrag durch die Zeichner der Anleihe, neue Kredite sowie eine Kapitalspritze. Hier würden die Analysten in gut zwei Wochen mit weiteren Details rechnen.
Aktuell sind aber alle vier Punkte für die Analysten vom Bankhaus Lampe noch nicht hinreichend visibel, so dass sie die ESCADA-Aktie unverändert mit "verkaufen" einstufen. Das Kursziel werde von 3,00 EUR auf 1,50 EUR gesenkt. (Analyse vom 25.05.2009) (25.05.2009/ac/a/nw)
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