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LUDWIG BECK verkaufen 14.05.2009
GSC Research
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, stuft die Aktien von LUDWIG BECK (ISIN DE0005199905 / WKN 519990) von "kaufen" auf "verkaufen" zurück.
Etwas überraschend für die Analysten habe LUDWIG BECK am 6.5. die Pflichtmitteilung veröffentlicht, dass der bisherige Aktionär INTRO-Verwaltungs GmbH auf einen Stimmrechtsanteil von 40,2 Prozent komme. Gemäß der einschlägigen Bestimmungen sei das daraufhin erforderliche Pflichtangebot an die außenstehenden Aktionäre auf 11,90 Euro festgelegt worden. Alleiniger Gesellschafter der INTRO-Verwaltungs GmbH sei der Textilunternehmer Hans Rudolf Wöhrl.
In einer ersten Stellungnahme habe der LUDWIG BECK Finanzvorstand Dieter Münch erklärt, dass man immer daran interessiert sei, langfristig orientierte Investoren zu gewinnen. Die Analysten würden diese Äußerungen als Beleg dafür werten, dass das Management von LUDWIG BECK das Angebot als freundlich betrachte. Eine endgültige Stellungnahme des Managements von LUDWIG BECK sei für die nächsten Wochen angekündigt. Die Analysten würden jedoch nicht denken, dass es hier zu einem Meinungsumschwung in der Bewertung des Angebots komme.
Die INTRO-Verwaltungs GmbH habe in einer Stellungnahme betont, dass das Unternehmen keine strategischen Ziele und keinen Kurswechsel in der Unternehmenspolitik der LUDWIG BECK AG verfolge. Zudem verweise die INTRO Verwaltungs AG darauf, dass es zwischen ihr und der Rudolf WÖHRL AG (der vom Vater des Bieters gegründeten Textilhandelskette) keine Abstimmung bei der besprochenen Transaktion gegeben habe.
LUDWIG BECK habe am 11. März seinen Konzernabschluss veröffentlicht, der sich nahezu vollständig mit den Schätzungen der Analysten gedeckt habe. Änderungen habe es lediglich durch eine Umgliederung der Anteile Dritter in das Finanzergebnis gegeben. Diese Umgliederung sei durch die IFRS Regularien laut Auskunft des Unternehmens notwendig geworden, da die IFRS Drittanteile an Personengesellschaften nicht als klassische Anteile Dritter an Kapitalgesellschaften betrachten würden. Eine nennenswerte Abweichung gegenüber den Schätzungen der Analysten habe sich somit nur im Ergebnis vor Steuern ergeben, jedoch nur je 0,1 Mio. Euro beim operativen Ergebnis (EBIT) und beim Jahresüberschuss.
LUDWIG BECK habe am 22.4. seine Zahlen für das Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2009 veröffentlicht. Demnach habe der Netto-Umsatz (ohne Mehrwertsteuer) bei 18,0 (Vj. 18,1) Mio. Euro stagniert. Vor dem Hintergrund der Umsatzrückgänge in der Branche im ersten Quartal würden die Analysten diese Zahl als sehr gut einstufen. Zudem habe der um die im September 2008 geschlossene s.Oliver-Filiale in Regensburg bereinigte Bruttoumsatz (mit Mehrwertsteuer) im Konzern auf Vorjahresniveau gelegen.
Traditionell würden fast alle Einzelhandelskonzerne den Großteil ihres Jahresgewinnes im vierten Quartal verdienen, so dass sich die Aussagekraft der Ergebniskennziffer im ersten Quartal in Grenzen halte. So seien das operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von plus 0,5 (+0,2) Mio. Euro und der Quartalsfehlbetrag von 0,3 (-0,5) Mio. Euro hier nur aus Vollständigkeitsgründen erwähnt.
Alle Kostenblöcke hätten sich dank eines stringenten Kostenmanagements geringfügig über oder unter den Vorjahreswerten bewegt, so dass sich unter dem Strich die erwähnte leichte Ergebnisverbesserung ergeben habe. Vor diesem Hintergrund hätten die Analysten ihre Prognosen nur in Teilbereichen überarbeitet, aber in der Kernaussage beibehalten.
Nach wie vor schlage sich LUDWIG BECK nach Ansicht der Analysten hervorragend in einer schwierigen deutschen Einzelhandelskonjunktur. Auch die strategische Positionierung als großes Fachgeschäft und nicht als klassisches Kaufhaus würden sie in Anbetracht der aktuell großen Probleme der letztgenannten Vertriebsform für richtig halten.
Die Börse habe diese Faktoren jedoch bereits in den Aktienkurs von LUDWIG BECK eingepreist. Auch unter Berücksichtigung langfristiger strategischer Erwägungen sei der aktuelle Börsenkurs dem von den Analysten nach oben gesetzten Kursziel vorausgeeilt. Dazu beigetragen habe zuletzt auch das überraschende Pflichtangebot der INTRO-Verwaltungs GmbH zum Preis von 11,90 Euro.
Die Analysten von GSC Research raten somit den Aktionären zum Verkauf der LUDWIG BECK-Aktie, da sie damit rechnen, dass der Kurs nach Auslaufen des Pflichtangebots wieder unter diese Marke zurückfallen wird. Das Kursziel werde von 10,60 auf 11,30 Euro angepasst. (Analyse vom 14.05.2009) (14.05.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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